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Erster Finalist bei Handball-WMKroatien schockt Frankreich, Duvnjak lebt sein "Wunder"

30.01.2025, 23:02 Uhr
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Domagoj Duvnjak träumt von der Krönung mit Kroatien. (Foto: IMAGO/HANZA MEDIA)

Kroatiens Handballer schocken Titelanwärter Frankreich und stehen im WM-Finale. Ihr großer Star Domagoj Duvnjak könnte endlich sein großes Ziel erreichen. Und das beim letzten Auftritt im Nationaltrikot. In der aufgeheizten Stimmung avanciert Dominik Kuzmanovic mit 15 Paraden zum Matchwinner.

Im letzten Großturnier seiner Karriere hat der ehemalige Welthandballer Domagoj Duvnjak weiter die Chance auf seine erste Goldmedaille mit der kroatischen Nationalmannschaft. Die Auswahl um den 36 Jahre alten Bundesliga-Profi vom THW Kiel gewann ihr WM-Halbfinale gegen Rekord-Champion Frankreich mit 31:28 (18:11) und spielt am Sonntag um den Titel. In der aufgeheizten Stimmung der Arena von Zagreb avancierte Kroatien-Keeper Dominik Kuzmanovic mit 15 Paraden zum umjubelten Matchwinner.

Nach einer zwischenzeitlichen Neun-Tore-Führung gingen die vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson gecoachten Hausherren, die zuletzt vor 16 Jahren in einem WM-Finale gestanden hatten, mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause. Zwar bemühten sich "Les Bleus" im zweiten Abschnitt um die notwendige Aufholjagd, doch retteten die Kroaten ihr Polster über die Zeit. Erfolgreichste Werfer der Kroaten waren die siebenfachen Torschützen Marin Jelinic und Zvonimir Srna. Ivan Martinovic von den Rhein-Neckar Löwen traf sechsmal. Für Frankreich erzielte Dika Mem acht Tore.

Im Finale von Oslo trifft die Mannschaft von Sigurdsson entweder auf Gold-Favorit Dänemark oder auf Deutschland-Bezwinger Portugal. Kroatien hat die Chance, zum zweiten Mal nach 2003 Weltmeister zu werden. Frankreich muss weiter auf den ersten WM-Titel seit 2017 warten.

Duvnjak hatte angekündigt, seine Karriere in der Nationalmannschaft nach diesem Turnier zu beenden. Der Rückraumspieler ist kroatischer Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze. Im Nationaltrikot holte er sich WM-Silber, EM-Silber und Olympia-Bronze. Auf eine Goldmedaille wartet er noch. Seine Karriere in der Bundesliga setzt Duvnjak fort.

Dass der Kroate überhaupt noch bei dieser WM mit dabei ist, grenzt an ein kleines Wunder. Beim Kantersieg gegen Argentinien hatte sich der 36-Jährige in der Vorrunde eine Wadenverletzung zugezogen. Es drohte das tragische Ende seiner Nationalmannschafts-Karriere. In der Hauptrunde stand der Routinier dann erstmals wieder im Kader, kam seitdem aber nur zu Kurzeinsätzen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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