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Subkow verliert Doppelgold IOC sperrt russischen Bob-Olympiasieger

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Alexander Subkow darf nicht mehr bei Olympia starten. Ob er das mit seinen 43 Jahren aber nochmal vorhatte, ist ohnehin fraglich.

(Foto: imago/Thomas Zimmermann)

Das IOC macht ernst gegen russische Doping-Betrüger: Nach lebenslangen Olympia-Sperren gegen den Skeletoni Alexander Tretjakow und zwei Langläufer, bannt das Komitee mit Alexander Subkow nun einen erfolgreichen Volkshelden und Top-Funktionär.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat im russischen Dopingskandal auch den früheren Bobpiloten Alexander Subkow lebenslang für Olympia gesperrt. Der zweifache Sieger der Winterspiele 2014 und amtierende Präsident des russischen Bobverbandes muss zudem seine in Sotschi errungenen Goldmedaillen zurückgeben. Das teilte das IOC mit. Subkow hatte in Sotschi Gold im Zweier und Vierer gewonnen.

Durch die Strafe gegen den 43-Jährigen verliert Russland nun auch Platz eins im Medaillenspiegel der Spiele 2014. Der Gastgeber kommt nur noch auf neun Goldmedaillen, Norwegen (11) und Kanada (10) ziehen vorbei. Neben Subkow sperrte das IOC auch Eisschnellläuferin Olga Fatkulina, in Sotschi Zweite im 500-m-Sprint, sowie die Bob-Pilotin Olga Stulnewa (9.) und den Eisschnellläufer Alexander Rumjanzew (11.  über 5000 m) lebenslang für Olympia. Urteilsbegründungen nannte das IOC zunächst nicht. Die ersten sollen erst am Montag folgen.

Im Skeleton war unter anderem bereits Sotschi-Olympiasieger Alexander Tretjakow lebenslang gesperrt worden, auch dem 32-Jährigen wurde die Medaille aberkannt. Zuvor hatte das IOC Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und dessen Teamkollegen Jewgenj Below in allen Funktionen für Olympia aus dem Verkehr gezogen. Die IOC-Kommission von Exekutivmitglied Denis Oswald, die für die Sanktionierung der im McLaren-Bericht genannten 28 verdächtigen russischen Sotschi-Starter zuständig ist, greift derzeit hart durch.

Die Sperre gegen Subkow ist nun besonders pikant und markiert einen weiteren Einschnitt. Der Doppel-Olympiasieger war in Sotschi zum Volkshelden geworden und hatte seine Karriere noch im selben Jahr beendet. Im Sommer 2016 wurde er trotz der längst öffentlichen Doping-Anschuldigungen in das höchste Amt im russischen Bobsport gewählt. Die Vorwürfe über russisches Staatsdoping wies er stets zurück und sprach von "Verleumdung".

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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