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Olympia ohne Russland? IOC vertagt Beschluss zum Dopingskandal

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Man kennt sich: Thomas Bach, Chef des IOC, und Wladimir Putin, Russlands Präsident.

(Foto: dpa)

Das IOC will oder kann nicht entscheiden, ob Russlands Sportler bei Olympia in Rio starten dürfen. Erst will die Organisation abwarten, was der Internationale Sportgerichtshof im Fall der russischen Leichtathleten beschließt. Und doch trifft das IOC Entscheidungen.

Das Internationale Olympische Komitee hat noch keine Entscheidung über einen Ausschluss russischer Sportler wegen des Skandals um jahrelanges Staatsdoping in Russland getroffen. Das teilte das IOC in Lausanne mit. Man werde zunächst den Ausgang des Verfahrens abwarten, das derzeit vor dem Internationalen Sportgerichtshof wegen des Komplettausschlusses der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen geführt wird, hieß es. Der CAS wollte bis Donnerstag über den Einspruch der betroffenen Sportler entscheiden.

Allerdings beschloss das IOC andere, vorläufige Maßnahmen gegen Russland. So dürften weder Offizielle des russischen Sportministeriums noch andere im Report der Wada erwähnten Personen zu den Olympischen Spielen nach Rio reisen. Zudem werde das IOC keine Sportveranstaltungen in Russland organisieren. Dies schließe auch die Europa-Spiele 2019 ein. Außerdem wurde beschlossen, Nachanalysen sämtlicher Dopingproben aller russischen Athleten, die 2014 an den Winterspielen in Sotschi teilgenommen hatten, vorzunehmen. Zudem berief das IOC eine spezielle fünfköpfige Disziplinarkommission, die sich mit der weiteren Aufklärung befassen soll.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte am Montag nach der Vorlage des Untersuchungsberichts von WADA-Chefermittler Richard McLaren erklärt, das IOC werde die "härtest möglichen Sanktionen" verhängen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte dem IOC und dem paralympischen Komitee IPC bereits am Montag empfohlen, einen Komplettausschluss der russischen Sportler von Olympia und den Paralympics zu prüfen. Der McLaren-Bericht wirft Russland jahrelanges Doping unter staatlicher Federführung vor. Betroffen sind neben den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 auch die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau und die Schwimm-WM 2015 in Kasan.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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