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Ausreißersieg und Tour-Pech Impey feiert Erfolg, Marchi stürzt schwer

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Erfolgreicher Ausreißer: Daryl Impey, Radsport-Routinier aus Südafrika und nun Etappensieger bei der Tour 2019.

(Foto: REUTERS)

Ganz Frankreich hofft auf einen Tour-"Heimsieg" am französischen Nationalfeiertag. Doch die neunte Etappe gewinnt der Südafrikaner Daryl Impey nach einem beherzten Ausreißversuch. Für den Italiener Alessandro de Marchi endet die Tour vorzeitig im Krankenhaus.

Ehrengast Marcel Kittel fieberte im Ziel mit seinem Kumpel Tony Martin. Zu mehr als einer starken Willensleistung  konnte ihm der deutsche Top-Sprinter aber nicht gratulieren. Am Wochenende der Ausreißererfolge jagte Martin auf der neunten Tour-de-France-Etappe in einer Fluchtgruppe mit viel Leidenschaft  dem Tageserfolg hinterher - und stand am Ende doch mit leeren Händen da.

Stattdessen jubelte der Südafrikaner Daryl Impey, der nach 170 Kilometern in Brioude wie der Belgier Thomas De Gendt am Samstag in Saint-Etienne eine lange Flucht mit dem Sieg krönte. Kittel drückte ebenso vergeblich für Martin die Daumen wie die Franzosen für ihre Landsleute. Tröstlich war immerhin, dass Publikumsliebling Julian Alaphilippe das am Vortag zurückeroberte Gelbe Trikot am Nationalfeiertag erfolgreich verteidigte.

Schon nach knapp 15 Kilometer stand die Fluchtgruppe mit dem gebürtigen  Lausitzer. Keiner der Fahrer war für die Klassementfavoriten um Titelverteidiger Geraint Thomas (Großbritannien) gefährlich, auch der Gesamtführende Alaphilippe musste sich keine Sorge machen. In der entscheidenden Rennphase fehlte Martin das nötige Glück, als die insgesamt 15-köpfige Gruppe die Zusammenarbeit beendete und jeder seine Chance im Angriff suchte. "Plötzlich fand ich mich zwischen Hauptfeld und Gruppe wieder. Da fehlte mir etwas die Spritzigkeit", sagte Martin in der ARD.

Impey schlug den Belgier Tiejs Benoot schließlich im Sprint eines Duos. Für den deutschen Radprofi Martin, der bereits zwei Tour-Etappen als Solist (2013 und 2015) gewonnen hat, blieben diesmal nur anerkennende Worte für seinen Wagemut. Martin erreichte das Ziel als 15.

Tour-Aus für De Marchi

Böse erwischte es den Italiener Alessandro De Marchi, der bereits nach 10 Kilometern stürzte. Nach seinem Sturz war er zunächst regungslos liegengeblieben, anschließend wurde er mit dem Krankenwagen abtransportiert. Nach ersten Angaben seines Teams Risswunden im Gesicht zu.

Vor dem ersten Ruhetag bietet sich Ausreißern noch einmal eine  Gelegenheit. Die zehnte Etappe von Saint-Flour nach Albi (217,5 Kilometer) verläuft auf geradezu idealem Terrain dafür. Es ist aber auch  möglich, dass Bora-hansgrohe für Peter Sagan die Kontrolle übernimmt  und einen Spurt um den Tagessieg herbeiführt.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid