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"Mehr Leidenschaft entwickeln" Ismaël will Wolfsburgs Blockade lösen

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(Foto: imago/regios24)

Nach verheerenden Saisonstart steht der VfL Wolfsburg vor einem Neubeginn: Der nicht mehr umstrittene Klubchef Klaus Allofs stellt auch Interimslösung Valerien Ismael den dauerhaften Chefposten in Aussicht. Gehandelt werden auch große Namen.

Valérien Ismaël sieht sich als Interimstrainer beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg vor allem als Psychologe gefragt. "Es gibt momentan eine Blockade bei den Spielern, die müssen wir lösen. Ich werde einige Einzelgespräche führen", sagte der 41 Jahre alte Deutsch-Franzose nach seinem ersten Training als Nachfolger des am Montag beurlaubten Dieter Hecking.

"Ich möchte schon, dass wir mehr Leidenschaft entwickeln", sagte der bisherige Trainer des VfL-Regionalligateams weiter. "Wir brauchen auch mehr Zug zum Tor."

Der Tabellen-14. hatte sich nach der dritten Saison-Niederlage am Sonntag beim 0:1 gegen Aufsteiger RB Leipzig von Hecking, 2015 noch Trainer des Jahres in Deutschland, getrennt. Aus sieben Spielen holte der Vizemeister und Pokalsieger von 2015 zuvor nur sechs Punkte. Ismaël soll den VfL mindestens am Samstag in Darmstadt betreuen.

Villas-Boas, Breitenreiter, Herzog - Ismaël?

Laut Sportchef Klaus Allofs hat Ismaël die Chance auf eine Beförderung zum dauerhaften Chefcoach. Als weitere Kandidaten werden der Portugiese André Villas-Boas sowie der Ex-Wolfsburger André Breitenreiter gehandelt. Auch der Österreicher Andreas Herzog, einst unter Allofs Spieler in Bremen, gilt als Kandidat.

Ismaël beteiligt sich nicht an Spekulationen. "Ich schaue nicht darauf, was in drei Monaten ist. Momentan brennt es um die Ecke", sagte Ismaël dazu. In Darmstadt könnte er auf Stammkeeper Koen Casteels verzichten müssen. Der Belgier fehlte im Training wegen einer Handverletzung. "Sein Einsatz ist offen. Er bekommt jetzt eine Schiene und dann müssen wir abwarten", sagte Ismaël.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa