Sport

Skisprung-Oldie will zu Olympia Kasai ist schwach wie nie - aber egal!

imago45101513h (1).jpg

Noriaki Kasai blickt in die Zukunft - obwohl die abgelaufene Saison eine Enttäuschung war.

(Foto: imago images/East News)

Noriaki Kasai ist seit mehr als 30 Jahren im Skisprung-Weltcup unterwegs, doch dem Skisprung-Weltmeister von 1992 ist nicht nach Aufhören. Im Gegenteil: Der 47-Jährige setzt sich sogar noch ein Fernziel - und hat ein Geheimrezept gegen das Corona-Virus.

Trotz der schwächsten Weltcup-Saison seiner Karriere denkt Japans Skisprung-Ikone Noriaki Kasai nicht ans Aufhören. "Das nächste Jahr wird mein Jahr. Ich werde weiterkämpfen mit meinen neunten Olympischen Spielen 2022 in Peking als Ziel. Wenn man ein Ziel hat, ist keine Zeit verschwendet", sagte der 47-Jährige dem Portal hochi.news. Schon jetzt ist Kasai Rekordhalter: Kein Athlet erlebte so viele Olympische Spiele - egal, ob im Sommer oder im Winter - wie der Japaner.

Kasai war zum ersten Mal seit seinem Weltcup-Debüt im Winter 1988/89 in einer aktiven Saison - 1993/94 hatte er pausiert - ohne Top-30-Platzierung geblieben. Im Dezember rutschte der Skiflug-Weltmeister von 1992 aus Japans A-Team, verpasste die Vierschanzentournee und sprang mit ordentlichen Resultaten im zweitklassigen Continental Cup.

Die Rückkehr in den Weltcup peilt er als mittelfristiges Ziel an. "Wenn es gut läuft und ich nominiert, werde ich zunächst im Continental Cup starten. Ansonsten eben in nationalen Wettbewerben", sagte Kasai. Sollte er sein Fernziel Olympia 2022 wie geplant erreichen, wäre Kasai, der schon jetzt praktisch alle Altersrekorde im Skispringen hält, fast 50 Jahre alt. 2014 hatte er in Sotschi als 41-Jähriger Silber von der Großschanze gewonnen.

Mit Knoblauch gegen Corona

Die Einschränkungen aufgrund der Coronakrise, die auch zur Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in seiner japanischen Heimat geführt haben, nimmt Kasai mit gewohnter Gelassenheit hin. "Ich kann es nicht ändern. Ich will fokussiert auf die Dinge bleiben, die ich beeinflussen kann", sagte er. "Ich laufe und mache Muskeltraining", berichtete Kasai. Normalerweise starte er sechs bis sieben Kilo zu schwer in das erste Trainingslager: "Aber dieses Jahr ist das anders. Ich bin bereits so fit, dass das Trainingslager sofort beginnen könnte."

Auch wenn der Skisprung-Dino altersmäßig noch nicht ganz zur Corona-Risikogruppe gehört, versorgt ihn seine Gattin Reina weitsichtig. "Mein Frau, die gut kochen, macht mir jeden Tag ein knoblauchreiches Essen, das gut für das Immunsystem ist. Sie sagt mir: Verliere bloß nicht gegen Corona."

Quelle: ntv.de, ter/sid