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Playoffs in der NBA startenKing James will die Sensation, Schröder endlich den Titel

17.04.2026, 17:59 Uhr
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LeBron James will es auch mit 41 Jahren noch wissen. (Foto: IMAGN IMAGES via Reuters Connect)

Die NBA geht in die Crunch Time, in der besten Basketball-Liga der Welt starten die Playoffs. Während eine Ikone des Sports Rekorde jagt, hat auch Deutschlands "Unvollendeter" Dennis Schröder Großes vor.

Dennis Schröder liebt Duelle - auch im Wohnzimmer. Regelmäßig misst sich der Basketballstar mit Ehefrau Ellen, etwa in der Egg Challenge, bei der es darum geht, ein rohes Ei in der Armbeuge zu zerquetschen. Schwieriger als man denkt und eine willkommene Abwechslung im hektischen NBA-Alltag, der in den nächsten Wochen noch etwas hektischer wird. Für Schröder beginnt dennoch die beste Zeit des Jahres, praktisch eine zweite Saison. Am Samstag startet der Welt- und Europameister in die Playoffs. Mit den Cleveland Cavaliers, seinem bereits elften Klub in der nordamerikanischen Profiliga, jagt der 32-Jährige der Larry O'Brien Trophy nach, und es soll weit gehen, sehr weit.

"Es wird schwer, schon ab der ersten Runde", prognostizierte Schröder zuletzt im Golden Hoops Podcast, doch die Cavs hätten "auf jeden Fall das Zeug dazu, was zu erreichen". Zu den großen Titelfavoriten zählt das Team nicht, Meister Oklahoma City Thunder oder die Boston Celtics - für beide spielte Schröder einst - haben bessere Karten. Und auch die Detroit Pistons, in deren Trikot der Braunschweiger in der vergangenen Saison auflief.

Schröder heiß auf "meaningful" Basketball

Damals gab es ein schnelles Aus in der ersten Runde gegen die New York Knicks, diesmal heißt die Hürde Toronto Raptors, ebenfalls ein früherer Schröder-Klub. Spiel eins (19 Uhr MESZ/Prime Video) geht in Cleveland über die Bühne, da die Cavaliers die Hauptrunde auf Platz vier im Osten abschlossen, der Herausforderer aus Kanada wurde Fünfter. Auf dem Papier ist es die offenste aller Best-of-seven-Serien in der Eastern Conference.

"Ich freue mich extrem", sagte Schröder mit Blick auf die Postseason, er sei froh, dass er nach seinem Abschied von den Sacramento Kings Anfang Februar jetzt für einen "Contender", also einen Titelkandidaten, auflaufe. Dadurch sei er wieder "in der Situation, dass man meaningful (bedeutsamen, d. Red.) Basketball spielen kann". Schröder ist Backup hinter dem ebenfalls neu hinzugekommenen Superstar James Harden und kommt von der Bank, nur dreimal in 30 Einsätzen stand der Point Guard in der Starting Five. Es läuft, auch wenn beim Punkteschnitt (10,8) sicher Luft nach oben ist. Seit Schröders Ankunft hat Cleveland nur neun Spiele verloren.

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Dennis Schröder ist bei Cleveland kein Starter und hat noch Luft nach oben

Mit dem Nationalteam hat der Kapitän fast alles gewonnen, wurde Weltmeister (2023) und Europameister (2025), verdiente sich den Spitznamen "FIBA Dennis" - in der NBA ist er ein Unvollendeter. Nie holte er den Titel, nie stand er in den Finals, 2017 mit den Atlanta Hawks und 2023 mit den Los Angeles Lakers scheiterte Schröder jeweils im Halbfinale. Worauf es in den Playoffs ankommt, weiß er genau. "Auf Nummer eins ist die Physicality (Körperlichkeit). Zu 1000 Prozent", meint der Spielmacher, "jedes einzelne Play ist sehr wichtig." Dazu müsse man "die Fehler so minimieren, dass du das Spiel nicht verlierst". 

Rekordmann LeBron James "total aufgeregt"

Nicht ans Verlieren denkt auch eine Cleveland-Ikone, die auf der Zielgeraden ihrer Karriere für die Los Angeles Lakers auf Korb- und Rekordjagd ist: LeBron James, schon jetzt einer der größten NBA-Spieler der Geschichte, eine wandelnde Legende. Als erster Profi überhaupt bestreitet "King James", wie der viermalige NBA-Meister genannt wird, seine 23. Saison in der besten Basketball-Liga der Welt. Viele seiner Teamkollegen - darunter sein eigener Sohn Bronny - waren im Kindergarten oder noch nicht geboren, als James 2003 erstmals das NBA-Parkett betrat. Im Sommer dürfte er einen weiteren Vertrag unterschreiben und auch seine 24. Saison in Angriff nehmen.

Doch damit nicht genug: James spielt nicht einfach nur mit, er soll die Los Angeles Lakers zum Start in die Playoffs am Sonntag (2.30 Uhr/MESZ) gegen die Houston Rockets um den 37 Jahre alten Kevin Durant auch noch anführen. "Ich bin total aufgeregt. Die Playoffs beginnen, wir sind bereit", sagte der 41-jährige James in seinem Video-Podcast "Mind the Game" mit Ex-Profi Steve Nash. Dass Stars wie James, Durant oder Dreier-Spezialist Stephen Curry noch immer auf sehr hohem Niveau in der NBA mitmischen, ist für die Liga ungemein wichtig. Zwar findet sich im jungen Franzosen Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs ein angehender Superstar in der Liga, aber die Dichte der Stars, die über den Sport hinaus in die USA strahlen, ist längst nicht so hoch wie in den 90er- oder 00er-Jahren.

Während sämtliche Basketball-Experten die Franchise aus Kalifornien bereits abschreiben, weil in Luka Dončić und Austin Reaves zwei Topstars verletzungsbedingt fehlen, träumt James von einer Rückkehr auf die größtmögliche Bühne. "Ein Finale zwischen Boston und den Lakers wäre absolut verrückt. Ich hatte viele Celtics-Serien im Osten. Dort mögen sie mich nicht besonders", sagte er.

James hält sich akribisch fit

James duellierte sich schon in den 00er- und 10er-Jahren mit den Celtics. Doch viele Spieler, auf die er damals traf, sind längst in Sportler-Rente und üben Tätigkeiten als Experten, Trainer oder Werbefiguren aus. Wie kommt es, dass der von seiner enormen Athletik und Kraft profitierende James auch im hohen Sportler-Alter noch immer auf dem höchsten Level abliefert? Der Basketball-Star investiert Schätzungen zufolge 1,5 Millionen Euro jährlich in seine eigene Fitness. Seine Regeneration unterstützt er mit Rotlichttherapie Überdruckkammern und Kryotherapie. Für Netflix dokumentierte James einmal seinen Tagesablauf bei einem Heimspiel der Lakers: zwischen Aufstehen und Spielbeginn lagen unter anderem mehrere Eisbäder, Training, Wurf- und Stabilisationsübungen sowie ein ritualisierter Mittagsschlag.

Laut Lakers-Trainer J.J. Redick hat James vor dieser Saison einige Dinge von seinem Speiseplan gestrichen und andere hinzugenommen. Wegen Schmerzen im Rücken hatte er zu Beginn der Spielzeit einige Spiele aussetzen müssen. "Er hatte keine gute und keine großartige Saison, sondern eine außergewöhnliche Saison", lobte Redick, der nur ein paar Monate älter ist als James. Und diese will der König jetzt krönen.

Quelle: ntv.de, mar/sid/dpa

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