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Geiger patzt, Eisenbichler motzt Leyhe fliegt an die Spitze der Raw-Air-Tour

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Leyhe springt in Norwegen um den Gesamtsieg mit.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Skispringer Stephan Leyhe greift bei der "norwegischen Vierschanzentournee" nach dem Gesamtsieg. Zur Halbzeit fehlt dem Deutschen weniger als ein Punkt zum führenden Kamil Stoch. Der gewinnt in Lillehammer - während Karl Geiger eine Enttäuschung erlebt.

Stephan Leyhe wagte nach seiner furiosen Aufholjagd eine kleine Kampfansage. "Jetzt gehe ich auf die Jagd", sagte der sonst so ruhige Willinger, als er nach seinem neunten Rang in Lillehammer zufrieden auf die Gesamtwertung der Raw-Air-Tour schaute. Denn während seine Skisprung-Kollegen Karl Geiger und Markus Eisenbichler böse patzten, kletterte Leyhe zur Halbzeit der Tour völlig überraschend auf den zweiten Rang. Nach acht von 16 Sprüngen der "norwegischen Vierschanzentournee" kommt Leyhe auf 1028,1 Punkte, einzig Tagessieger Kamil Stoch aus Polen (1028,8) liegt noch hauchdünn vor ihm. "Nur 0,7 Punkte hinter Kamil, das kann man mal machen", sagte Leyhe, für den in Lillehammer sogar noch mehr drin war. "Im zweiten Durchgang ist er leider in eine Böe gesprungen, da ist sein Flugsystem zerfallen", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.

Der Sieger der Raw Air erhält am Sonntag einen Jackpot in Höhe von 60.000 Euro, der Kreis der Anwärter ist nach einem Favoritensterben bereits arg geschrumpft. So kamen die im Gesamtweltcup führenden Topstars Stefan Kraft (Österreich) und Karl Geiger am Dienstag nicht über die Ränge 17 und 19 hinaus.

"Bin nicht mehr der Gejagte"

"Das Feld ist heute ganz schön durcheinander gewürfelt worden. Aber immerhin bin ich nicht mehr der Gejagte", sagte Leyhe. Vor dem zweiten Durchgang hatte er in der virtuellen Gesamtwertung sogar Rang eins belegt und das entsprechende Trikot getragen, ehe Stoch konterte. Der überragende Pole holte den Tagessieg mit Sprüngen auf 131,5 und 139,5 Meter vor den beiden Slowenen Ziga Jelar und Timi Zajc. Als zweitbester Deutscher flog Constantin Schmid auf den elften Platz, Pius Paschke folgte auf Position 15.

Im Kampf um den Gesamtweltcup verpasste Vizeweltmeister Geiger derweil die Chance, den Patzer seines Konkurrenten Kraft zu nutzen. "Ich bin echt ziemlich bedient, schon die ganze Raw Air. Das nervt mich ziemlich", sagte der Bayer. Zwei Wettkämpfe vor Schluss liegt Geiger mit 1519 Punkten nun klar hinter dem Österreicher (1659), der Sieger eines Springens erhält 100 Punkte, der Zweitplatzierte 80, der Dritte 60 Punkte.

Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf), einen Tag zuvor an gleicher Stelle noch Zweiter, verpasste als 44. den zweiten Durchgang deutlich. "Das waren heute scheiß Bedingungen. Aber da reg ich mich gar nicht mehr drüber auf. Wir sind eine Freiluftsportart", sagte Eisenbichler im ZDF.

Die Raw-Air-Serie geht bereits am Mittwoch (17.30 Uhr/Eurosport) mit der Qualifikation in Trondheim weiter, wo einen Tag später der vorletzte Einzel-Wettbewerb des Weltcup-Winters ansteht.

Quelle: ntv.de, tsi/sid