Sport

Box-Spektakel in Las Vegas Mayweather schlägt McGregor

9096029c3e332f7bfaf7af156ec2f0b9.jpg

McGregor (links) hätte gerne weiter gekämpft.

(Foto: USA Today Sports)

Mit einem Mega-Spektakel verabschiedet sich Floyd Mayweather von der Box-Bühne. In Las Vegas siegt er gegen MMA-Star McGregor. Kritiker sind dennoch enttäuscht vom 40-Jährigen.

Boxer Floyd Mayweather hat den Mega-Kampf gegen Mixed-Martial-Arts-Star Conor McGregor gewonnen und auch den 50. Fight seiner Karriere siegreich gestaltet. Der 40 Jahre alte Ex-Weltmeister setzte sich bei dem mit Spannung erwarteten Vergleich in Las Vegas mit dem elf Jahre jüngeren Vorzeigekämpfer aus der boomenden MMA nach Abbruch in der zehnten Runde durch. "Ein Sieg ist ein Sieg", sagte Mayweather und wehrte sich gegen Kritiker, die mehr Angriffsaktionen von ihm erwartet hatten. In den Ring zurückkehren wird der beste Defensivboxer der Welt definitiv nicht: "Das war heute mein letzter Kampf. Das ist sicher."

McGregor, der zu Beginn des Kampfes einige Runden für sich entscheiden konnte, ärgerte sich über den Abbruch. "Ich hätte gerne noch die letzten Runden geboxt. Dann hätte ich eben auf dem Boden gelegen, egal. Der Kampf hätte weitergehen müssen", sagte der 29-Jährige, der eine Rückkehr in den Boxring nicht ausschließen wollte.

McGregor überrascht Klitschko

Vor 20.000 Zuschauern in der ausverkauften Telekom-Arena am Strip hatte Mayweather zunächst Probleme mit den wechselnden Auslagen und der längeren Reichweite des Iren. Im Laufe des wenig spektakulären, aber unterhaltsamen Kampfes stellte sich der Favorit aber besser auf den Stil ein und setzte klarere Treffer.

McGregor agierte zunächst erstaunlich diszipliniert und bewegte sich sehr gut. In der ersten und dritten Runde hatte er Vorteile. Später klammerte der gelernte Klempner jedoch, war am Ende seiner Kräfte. "Ich bin wirklich überrascht, wie gut er boxt", sagte der ehemalige Box-Weltmeister Wladimir Klitschko als Experte beim Streamingdienst DAZN.

Allerdings boxte Mayweather zunächst auch sehr verhalten, setzte nur selten nach. Nachdem er in der neunten Runde einen Tiefschlag erhalten hatte, erhöhte der Protzboxer das Tempo und schlug endlich Kombinationen. In der zehnten Runde war das Ende des Kampfes nur eine Frage der Zeit.

Probleme bei Pay-Per-View-Übertragung

Der Fight begann wegen Problemen bei der Pay-Per-View-Übertragung im US-Fernsehen mit Verspätung. Mayweather, der mit schwarzer Maske und schwarzer Kapuzenjacke in den Ring kam, brach den Uralt-Rekord von Rocky Marciano aus dem Jahr 1955, der 49 Siege auf dem Konto hatte.

Das Duell war im Vorfeld als Jahrhundertkampf gepriesen worden. Dabei lagen dem Spektakel wohl eher finanzielle Motivationen zugrunde. Kritiker sprachen von einer Kirmesveranstaltung, die nur zur Geldschneiderei taugt. Tickets kosteten so auch zwischen 1500 und 24.000 US-Dollar für einen Platz in Ringnähe. Mayweather soll an dem Kampf knapp 200 Millionen, McGregor mehr als 100 Millionen Dollar verdient haben.

Quelle: n-tv.de, lou/sid

Mehr zum Thema