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ATP-Finale gegen Thiem Medwedew schickt Nadal nach Hause

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Medwedew bestätigte seine überragende Form.

(Foto: dpa)

Bei den ATP Finals in London wird es nun definitiv einen Premierensieger geben: Der Österreicher Dominic Thiem und der Russe Daniil Medwedew werfen die beiden Tennis-Topstars Novak Djokovic und Rafael Nadal aus dem Turnier und stehen sich nun gegenüber.

Die Tennisstars Novak Djokovic und Rafael Nadal sind ausgeschieden - um den letzten Titel des Jahres spielen bei den ATP Finals Dominic Thiem und Daniil Medwedew. Nach den hart umkämpften Halbfinals kann der österreichische US-Open-Sieger Thiem ebenso wie der russische Weltranglisten-Vierte Medwedew im Endspiel am Sonntag einen Premieren-Erfolg in London feiern.

Medwedew bestätigte am Samstag mit dem 3:6, 7:6 (7:4), 6:3 gegen Nadal seine starke Form und bezwang die Nummer zwei der Welt zum ersten Mal. Der Spanier schlug im zweiten Satz zum Matchgewinn auf, am Ende blieb es aber dabei, dass ihm der Titel beim Saisonfinale noch fehlt. Mit noch mehr Dramatik rang Thiem zuvor den Weltranglisten-Ersten Djokovic 7:5, 6:7 (10:12), 7:6 (7:5) nieder.

"Nachdem ich so hart gekämpft habe, möchte ich natürlich alles versuchen, um den Titel zu gewinnen", sagte Thiem. Für den 27-Jährigen war es sein 300. Sieg auf der ATP-Tour - und ein ganz besonderer. Im Tiebreak des zweiten Satzes vergab die Nummer drei der Welt vier Matchbälle. Im Tiebreak des entscheidenden Durchgangs lag Thiem mit 0:4 hinten, vieles sprach für Djokovic - doch Thiem ging ins Risiko und machte mit seinem sechsten Matchball alles klar.

Thiem hat "alles richtig gemacht"

"Er hat nach 0:4 alles richtig gemacht, er hat großartig gespielt", sagte Djokovic, der am Freitag im entscheidenden Gruppenspiel das Turnier für den Hamburger Alexander Zverev beendet hatte. Thiem steht zum zweiten Mal nacheinander im Endspiel des Saisonfinals. "Das war sicher eine mentale Schlacht", sagte er nach dem Halbfinale. Er sei bei den vergebenen Matchbällen so nervös gewesen, dass er "fast am ganzen Körper gezittert habe", gestand er. "Nach meinem ersten großen Titel in New York dachte ich, dass ich ein bisschen ruhiger sein würde, aber das war scheinbar ein Fehler", meinte er. "Ich bin unglaublich glücklich, dass ich durch bin."

Djokovic und Thiem hatten sich zu Beginn der Saison im Endspiel der Australian Open gegenübergestanden, bei dem sich der serbische Favorit in fünf Sätzen durchsetzte. Bis zum Corona-Abbruch war Djokovic ungeschlagen geblieben. Seit dem Neustart aber hinterließ er unter anderem mit der Disqualifikation bei den US Open einen zwiespältigen Eindruck - und verpasste nun einen gelungenen Abschluss.

Quelle: ntv.de, ino/dpa