Eine ist wohl gegen ihren MannModel, Fußballprofi, Jauch-Millionär: Die berühmten Verwandten der Handball-Helden
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM große Ziele: Eine Medaille soll es sein. Emotional begleitet werden zahlreiche DHB-Stars dabei von Verwandten, die ihrerseits schon Großes vor Millionenpublikum erreicht haben. Es gibt auch eine ganz besondere Konstellation ...
Die deutschen Handball-Nationalspieler sind bei der EM auf Medaillenjagd, sie begeistern dabei Millionen. Unter den Fans sind zahlreiche prominente Verwandte der DHB-Stars. Ein Millionen-Gewinner, Handball-Legenden, ein ehemaliger Fußballprofi und ein Model. Eine Ehefrau sitzt beim wegweisenden Spiel am Abend gegen Norwegen (20.30 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) allerdings zwischen den Stühlen. Ein Überblick.
David Späth: Glamour, Baby! Wenn David Späth spielt, drückt ihm ein echtes Topmodel die Daumen: Stefanie Giesinger, 2014 Gewinnerin der neunten Staffel von "Germany's Next Topmodel", ist die Cousine des deutschen Nationaltorwarts. Giesinger ist nicht selten vor Ort, wenn Späth das Tor vernageln will. "Seinen Erfolg zu sehen, den er sich mit eiserner Disziplin erkämpft hat, macht mich als Cousine unendlich glücklich. Nichts erfüllt mich mehr mit Stolz, als ihn im Tor spielen und gewinnen zu sehen. Da fließt auch schon mal die eine oder andere Träne", sagte Giesinger während der EM 2024 dem "Mannheimer Morgen".
Miro Schluroff: Hätte Lars Unger im Bein gehabt, was sein Sohn Miro Schluroff im Arm hat, der ehemalige Fußball-Profi wäre ein weltweit gefürchteter Angreifer gewesen. Doch dafür reichte es für den Defensivspezialisten nicht ganz, aber doch zu einer soliden Profikarriere: 24 Mal spielte Unger immerhin für Werder Bremen in der Bundesliga, für die deutsche U21-Nationalmannschaft lief er 23 Mal auf. 1999 wechselte er dann nach Bregenz in die österreichische Bundesliga. Und weil just in dieser Zeit sein Sohn Miro geboren wurde, hätte der später auch für Österreich spielen können. Eine entsprechende Anfrage des damaligen österreichischen Nationaltrainers Ales Pajovic lehnte Schluroff allerdings dankend ab. Zum Glück fürs DHB-Team.
Rune Dahmke: Was für eine kuriose Konstellation: Wenn die deutschen Handball-Männer am Abend (20.30 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) gegen Norwegen einen riesigen Schritt in Richtung EM-Halbfinale machen wollen, kommt es zu einem pikanten Familienduell. Rune Dahmke ist mit der einstigen norwegischen Welthandballerin Stine Oftedal verheiratet. Die wiederum ist die Schwester der Ehefrau von Sander Sagosen, dem Topstar der Norweger.
"Wenn ich ihn nur vom Spielfeld kennen würde, dann wüsste ich jetzt nicht, ob er direkt meine erste Wahl in der Freundessuche wäre. Aber er ist wirklich ein fantastischer Kerl. Oberstes Regal", erzählte Dahmke vor dem für beide Teams enorm wichtigen Duell. "Ich hoffe, ich bin der, der nach dem Spiel die Sprüche drückt. Sonst kann ich mir das wahrscheinlich ein Jahr anhören." Für wen seine Frau jubelt? "Gute Frage. Ich habe mich bisher nicht getraut, sie zu fragen, weil ich die Antwort nicht hören möchte", sagte Dahmke und lachte. Er findet es aber "okay, wenn sie sich aufgrund ihrer derzeitigen beruflichen Situation ein wenig für Norwegen entscheidet. Stine Oftedal Dahmke begleitet das norwegische Team als TV-Expertin.
Justus Fischer: Am 17. Oktober 2014 begeistert Thorsten Fischer ein Millionenpublikum: In der RTL-Sendung "Wer wird Millionär?" stellt Moderator Günther Jauch dem Vater von Nationalspieler Justus Fischer die Millionenfrage: "Die Entfernung von der Hauptstadt Berlin zum Erdmittelpunkt ist ungefähr so groß wie zwischen Berlin und ...?" Zur Auswahl stehen die Antwortmöglichkeiten A: Tokio, B: Kapstadt, C: Moskau, D: New York. Thorsten Fischer entscheidet sich für "D: New York" - und räumt vor den Augen der Nation als neunter Kandidat die Million ab.
Nils Lichtlein: Nils Lichtlein will erreichen, was sein berühmter Onkel schon geschafft hat: Carsten Lichtlein stand 2016 im deutschen Tor, als das DHB-Team sensationell Europameister wurde. Mit 720 Einsätzen ist der Franke Rekordspieler der Handball-Bundesliga, 2007 war er als dritter Torwart Teil des deutschen Weltmeister-Kaders. Der Name Carsten Lichtlein ist nach 220 Länderspielen tief in die deutsche Handball-Geschichte eingebrannt. So tief, dass Bundestrainer Alfred Gislasson bei der WM 2025 eine Lobrede auf seinen jungen Spielmacher Nils Lichtlein mit "Der Carsten ..." einleitete - und sich dann schnell verbesserte.
Lukas Zerbe: Der gleiche Nachname, der gleiche Spitzname, der gleiche Wurfarm: Manches hat Lukas Zerbe mit seinem berühmten Onkel Volker Zerbe - 284 Länderspiele, Europameister 2004, mehrfacher deutscher Meister und Pokalsieger - gemein. Doch zwischen den beiden "Zebus" gibt es auch einen gewaltigen Unterschied: Während Rechtsaußen Lukas in aller Regel ohne Zeitstrafen auskommt, ist der ehemalige Rückraumkanonier Volker der Zeitstrafenkönig der Bundesligageschichte: Mehr als 1000 Minuten (verteilt auf 509 Hinausstellungen) schmorte der 2,11-Meter-Hüne in seinen 586 Bundesligaspielen für den TBV Lemgo auf der Strafbank.
Juri Knorr: Juri Knorr ist einer der begnadetsten deutschen Handballer. Olympische Silbermedaille in Paris, All-Star-Team bei der EM 2024 und den Olympischen Spielen, bester junger Spieler der WM 2023. Erwischt der 25-Jährige einen Sahnetag, richtet er in jeder Abwehrreihe der Welt gewaltigen Schaden an.
In Sachen Titel steht der Profi, der im vergangenen Sommer von den Rhein-Neckar Löwen ins dänische Aalborg gewechselt war, aber noch im Schatten seines Vaters: Thomas Knorr kann Juris spanischer Meisterschaft als Nachwuchsspieler beim FC Barcelona, dem DHB-Pokalsieg 2023 und der Silbermedaille von Paris satte vier deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege und vier Europapokalsiege entgegenhalten. Knorr Senior feuert seinen hochtalentierten Sohn in Herning vor Ort an.
Marko Grgic: Seinen Vater hat Marko Grgic sportlich schon überflügelt: Während Danijel Grgic es als Profi mal mit 245 Treffern zum Torschützenkönig der 2. Bundesliga brachte, hat Sohn Marko sich in der vergangenen Saison zum Toptorschützen im Oberhaus geballert. Den 26 Länderspielen von Danijel (für Kroatien) kann Marko schon 35 (für Deutschland) entgegensetzen. Und dann ist da natürlich die Olympische Silbermedaille …
