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Thomas Tuchel steht vor neuen Herausforderungen.
Thomas Tuchel steht vor neuen Herausforderungen.(Foto: imago/DeFodi)
Montag, 16. April 2018

"Die Rückkehr der Könige": PSG ist Meister - wann kommt Tuchel?

Wie sieht die berufliche Zukunft des ehemaligen BVB-Trainers Thomas Tuchel aus? In Paris ist die Hoffnung groß, dass er beim neuen französischen Fußballmeister Saint-Germain anheuert. Derweil haben die "Könige" allerdings noch ganz andere Sorgen.

Nach dem Gewinn des siebten französischen Meistertitels stand bei Paris Saint-Germain im Prinzenpark sofort einer im Mittelpunkt, der überhaupt nichts zum Triumph beigetragen hatte: Thomas Tuchel. Wird die Verpflichtung des deutschen Fußballtrainers nun offiziell bestätigt?, wollten Reporter nach dem 7:1-Sieg gegen Titelverteidiger und Verfolger AS Monaco vom Klubboss in erster Linie wissen. Nasser al-Khelaifi ließ sich aber nichts entreißen: "Wir haben einen Trainer, der einen Vertrag bis Saisonende hat, und das ist Unai Emery", sagte er nur.

Meister: Edinson Cavani, Angel Di Maria und Giovani Lo Celso.
Meister: Edinson Cavani, Angel Di Maria und Giovani Lo Celso.(Foto: imago/ZUMA Press)

Zurückhaltung übten auch die ebenfalls nach der Partie befragten PSG-Profis. "Tuchel? Ich kenne ihn überhaupt nicht. Aber ich habe gelesen, dass er ein guter Trainer sein soll", sagte Marco Verratti. Nur ein Versteckspiel, um Noch-Coach Emery zu respektieren?

Nicht nur französische Medien sind jedenfalls davon überzeugt, dass die Verpflichtung des früheren Mainz- und BVB-Trainers bereits perfekt ist. Dabei hatte PSG mit dem deutschen Weltmeister Julian Draxler in seltener Stammspielerrolle und dafür ohne die verletzten Stürmerstars Neymar und Kylian Mbappé eine der besten Vorstellungen der Saison geliefert. Während Neymar in Brasilien Poker spielte, trafen Giovani Lo Celso (14./28.), Edinson Cavani (17.), Ángel Di María (20./59.), Radamel Falcao ins eigene Tor (77.) und Draxler (87.) für die Hausherren. Rony Lopes (38.) gelang das Tor der Fürstentum-Kicker.

"Die Rückkehr der Könige"

Die Hauptstädter bauten ihren Vorsprung an der Spitze auf 17 Punkte aus und sind bei noch fünf Spielen nicht mehr einzuholen. Monaco hatte vorige Saison die Serie von vier Meistertiteln des seit 2011 von katarischen Ölscheichs angeführten Vereins überraschend gestoppt. "Die Rückkehr der Könige", titelt die Fachzeitung "L'Équipe".

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Eine wahre Machtdemonstration, die an der Seine aber längst nicht alle erfreut. Außenverteidiger Yuri Beriche sagte, das mäßige Niveau der Ligue 1 "bestrafe" Paris, wenn es darum gehe, den europäischen Gipfel zu erklimmen. "Das ist meine Meinung. Unsere (nationalen) Gegner sind nicht stark genug."

Der souveräne Gewinn der Meisterschaft, des Ligapokals und wohl auch des Pokals (am Mittwoch tritt man zum Halbfinalduell bei SM Caen an) lassen nicht vergessen, dass das große Ziel erneut verpasst wurde: der Gewinn der Königsklasse. Diese Saison war das Achtelfinale gegen Titelverteidiger Real Madrid Endstation. Auch wenn er die Trainerfrage nicht beantworten wollte, blickte al-Khelaifi in die Zukunft: "Die Champions League bleibt unser großes Ziel, dafür werden wir hart arbeiten."

Champions League als "großes Ziel"

Auch der deutsche Nationaltorwart Kevin Trapp will dafür arbeiten. Erst dieser Tage hatte der 27 Jahre alte Ex-Frankfurter bekräftigt, er wolle trotz seiner Reservistenrolle bei PSG bleiben. Er sei in Paris sehr glücklich und habe zudem im Klub "noch Ziele zu erreichen". Gegen Monaco stand wieder der Franzose Alphonse Areola im Tor, aber Trapp darf nun, da alles entschieden ist, auf mehr Spielzeit hoffen. Mit Blick auf die WM in Russland für ihn immens wichtig.

Zunächst steht PSG aber fern der Spielfelder vor einer großen Herausforderung: Am Freitag muss man zur Uefa zum Rapport. Man muss beweisen, dass man sich an die Regeln des Financial Fairplay hält, wonach ein Club nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Im vorigen Sommer sorgte Paris mit den Rekord-Einkäufen von Neymar (222 Millionen) und Mbappé (180 Millionen) für Aufsehen. Laut "L' Équipe" muss der Verein im Sommer mindestens 75 Millionen Euro durch Spielerverkäufe einnehmen, um nicht bestraft zu werden.

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Quelle: n-tv.de