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Aufholjagd in der Verfolgung Perfektes Rennen, doch Peiffers Ärger bleibt

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Gut: Viele Plätze aufholen. Schlecht: Viele Plätze aufholen müssen.

(Foto: imago images/Christian Heilwagen)

Nach dem Fiasko im Sprint bleibt den deutschen Biathleten in der Verfolgung nur die Schadensbegrenzung. Arnd Peiffer gelingt das eindrucksvoll, doch selbst 37 gutgemachte Plätze können ihn nicht komplett besänftigen. Der Bundestrainer ist da etwas positiver gestimmt.

Arnd Peiffer und Erik Lesser klatschten im Zielraum zufrieden ab, doch trotz einer bärenstarken Vorstellung in der Verfolgung hatten beide auch ein weinendes Auge. Denn schließlich half weder Peiffer die beste noch Lesser die drittbeste Tageszeit, um nach dem verkorksten Sprint noch eine Topplatzierung zu erreichen.

"Da kann ich mir nichts von kaufen", sagte Peiffer über seine Tagesbestzeit, 45 Sekunden war er schneller als der Tageszweite. Zu schwer wog sein 47. Platz aus dem Sprint mit über zwei Minuten Rückstand und drei "Anfängerfehlern" am Schießstand. "Es war ein von vornherein gebrauchter Tag, und ich dachte, ein paar Plätze sind drin", sagte der 33-Jährige.

Letztlich waren es 37, bis auf Rang zehn (+51,4 Sekunden) ging es nach vorne. "Das hätte ich vor dem Rennen nicht gedacht", so Peiffer, der sich dann doch noch etwas versöhnlich zeigte: "Ich habe mir den Frust von gestern rausgelaufen." Für Bundestrainer Mark Kirchner ein wichtiges Zeichen. Das zeige, "dass wir uns nicht zu verstecken brauchen und mit der Qualität, die wir haben, im Feld gut dabei sind", so der 50-Jährige.

Auch Lesser (+58,0) lieferte eine beeindruckende Aufholjagd, von Rang 25 lief der Wahl-Oberhofer bis auf Platz elf nach vorne - und das trotz zweier Schießfehler. "Es ist gemischt. Am Schießstand habe ich deutlich besser gearbeitet als gestern, aber bei den Bedingungen sollten 95 Prozent mindestens rauskommen." Mit seinen beiden Fehlschüssen lag er diesmal bei 80 Prozent Trefferquote.

Sturla Holm Lägreid (2 Schießfehler) triumphierte beim erneuten norwegischen Dreifachsieg in 36:01,8 Minuten vor Johannes Dale (2/+15,6 Sekunden) und Tarjei Bö (3/+25,4). Simon Schempp (1/+4:11,4) verbesserte sich in seinem zweiten Weltcuprennen des Winters vom indiskutablen Rang 58 zumindest noch auf Position 45.

Quelle: ntv.de, tsi/sid