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WM-Enttäuschung für DSV-Herren Pidruschni sorgt für Biathlon-Hammer

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Überraschungssieger: Dmytro Pidruschni aus der Ukraine.

(Foto: www.imago-images.de)

Saisonüberflieger Johannes Thignes Bø verschießt bei der WM die sichere Goldmedaille auf der letzten Runde. Davon profitierte ein Außenseiter: Dmytro Pidruschni aus der Ukraine. Die deutschen Athleten gehen hingegen leer aus, vor allem deshalb, weil es am Schießstand so gar nicht läuft.

Völlig überraschend hat der bisher nie siegreiche Ukrainer Dmytro Pidruschni dem Biathlon-Dominator Johannes Thignes Bø die Goldmedaille in der WM-Verfolgung vor der Nase weggeschnappt. Der eigentlich überlegene Norweger leistete sich im letzten Schießen drei Fehler. Bronze sicherte sich wie im Sprint der Franzose Quentin Fillon Maillet.

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Biathlon-Star Johannes Thignes Bø war heute der Gejagte - und verlor in derVerfolgung die Nerven.

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Die deutschen Biathleten warten somit in Östersund weiter auf die erste Einzelmedaille. Als bester Deutscher erreichte Erik Lesser Platz elf. Besonders die schwachen Schießleistungen sorgten dafür, dass die deutschen Athleten die Medaillenränge klar verpassen. Der 30-jährige Thüringer leistete sich drei Fehler und hatte nach 12,5 Kilometern 1:03,3 Minuten Rückstand auf Überraschungsmann Pidruschni. 

Der Olympia-Dritte Benedikt Doll wurde nach vier Fehlern Zwölfter direkt gefolgt von Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer, der ebenfalls viermal in die Strafrunde musste. Philipp Nawrath (5 Fehler), der Überraschungs-Zwölfte im Sprint, als 21. und Johannes Kühn (6) als 24. verpassten die Top 20.

Die Athleten sind nicht zufrieden mit dem ernüchternden Ergebnis: "Die Medaille wäre heute sehr schwer gewesen. Beim letzten Stehendschießen habe ich mich gut gefühlt, es aber wieder nicht genutzt", sagte Doll in der "ARD". "Das wurmt. Es ist nicht total schlecht, aber es reicht eben nicht, um ganz nach vorne zu laufen", sagte Doll enttäuscht. Den Triumph von Pidruschni findet er "überraschend. Wo er jetzt auf einmal herkommt? Hinten raus so zu schießen - Respekt."

Auch Bundestrainer Mark Kirchner hatte sich mehr ausgerechnet: "Wir waren nicht schlecht, aber auch nicht gut genug für die Medaillen. Das war das ein oder andere Fehlerchen zu viel. Die Platzierungen sind akzeptabel, aber bei einer WM wird nach Medaillen abgerechnet." Deutlich erfolgreicher läuft es bei den deutschen Damen: Hier gelang Ex-Langläuferin Herrmann mit Stahlnerven der WM-Coup.

Quelle: n-tv.de, jho/sid/dpa

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