Sport

"Ihr zerstört unseren Sport" Robert Harting greift Weltverband an

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Klare Worte und Medaillen - dafür mist Robert Harting bekannt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Von "zerstörten Träumen" ist die Rede, von "Monstern" und von "Geld": Nach den jüngsten Doping- und Vertuschungs-Berichten rund um die Leichtathletik platzt Diskus-Star Harting der Kragen. Ein Video entsteht - und Harting ist nicht allein.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting geht an der Seite seiner Freundin Julia Fischer und weiterer Top-Leichtathleten auf Konfrontationskurs zum Weltverband IAAF. In einem Video attackieren Harting und Co. den Verband angesichts der neuen Doping- und Vertuschungs-Berichte scharf. "Liebe IAAF, wir können euch nicht mehr trauen. Ihr zerstört unseren Sport, und deshalb müssen wir handeln", heißt es auf Englisch.

"Die Idee ist von Julia, sie war federführend. Aber ich habe sie gerne bei der Umsetzung unterstützt", sagte Harting: "Nach all den Berichten der letzten Tage haben wir gedacht, dass es an der Zeit ist, etwas zu tun." Einzelheiten zu dem Clip will Harting am Dienstag im Rahmen seines Medientages erläutern, dort wird er auch seine Entscheidung über einen Start bei der WM in Peking (22. bis 30. August) verkünden.

In dem 77 Sekunden langen Schwarz-Weiß-Video halten Athleten wie die deutsche Diskus-Meisterin Fischer oder Hammerwerferin Kathrin Klaas Plakate mit eindringlichen Worten hoch. "Ihr habt meine Kindheits-Träume zerstört", heißt es, "ihr stellt Geld über Athleten". Andre Höhne, Olympiateilnehmer im Gehen, zeigt ein Plakat mit der Aufschrift "Ich bin ein Opfer von Geher-Betrügern", 800-m-Läufer Robin Schembera eines mit dem Satz: "Ich will gegen saubere Athleten laufen, nicht gegen Monster."      

Das Video schließt mit der Forderung nach Ehrlichkeit, Integrität und Transparenz sowie der Aufforderung, die Kampagne unter dem Hashtag "#hitIAAF" weiter zu transportieren.

Quelle: n-tv.de, bad/sid