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Mayweathers Sieg gegen Pacquiao Rocchigiani sah einen "Scheißkampf"

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Die Halle stand größtenteils hinter Manny Pacquiao (r.), doch Mayweather war treffsicherer.

(Foto: dpa)

Kaum jemand zeigt sich nach dem "Boxkampf des Jahrhunderts" begeistert - im Gegenteil. Mike Tyson twittert "#unbeeindruckt", Dirk Nowitzki gibt sich enttäuscht. Das härteste Urteil kommt vom deutschen Ex-Profiboxer "Rocky" Rocchigiani.

Der vermeintliche Jahrhundert-Boxkampf hat bei Experten und Fans für Enttäuschung gesorgt - zu deutlich und unspektakulär gewann Floyd Mayweather das Duell mit Manny Pacquiao. "Ich habe einen besseren Kampf erwartet, aber beide waren zu vorsichtig", analysierte Supermittelgewichtschampion Arthur Abraham nach dem Rekordduell in Las Vegas. Auch für die Box-Legende Mike Tyson hielt der Kampf nicht, was er versprochen hatte: "Darauf haben wir fünf Jahre gewartet...#unbeeindruckt", twitterte er.

Noch drastischere Worte fand der frühere deutsche Profi-Boxer Graciano "Rocky" Rocchigiani: "Wir müssen hier nicht versuchen, noch etwas Gutes aus dem Scheißkampf rauszuziehen. Wenn das ein guter Kampf war, dann tut es mir leid. Wenn man so ein großes Maul hat wie der Mayweather, muss man mehr tun."

Bessere Trefferquote

Die Dominanz Mayweathers beim einstimmigen Punktsieg untermauerte auch der Blick in die Statistik. Der Amerikaner schlug insgesamt 435-mal und landete 148 Treffer - eine Quote von 34 Prozent. Mit einer Trefferquote von 19 Prozent blieb Pacquiao chancenlos, auch wenn fast die ganze Halle hinter ihm zu stehen schien. "Mehr erwartet. Floyd ist zu lang und zu schnell", twitterte Basketball-Superstar Dirk Nowitzki.

"Sorry Boxfans. Nennt mich oldschool, aber ich mag es, wenn die Fans einen actiongeladenen Kampf sehen, der ihr Geld wert ist", schrieb der frühere Box-Weltmeister Oscar de la Hoya. Der Sieger selbst berief dagegen gleich höhere Mächte: "Zunächst einmal möchte ich Gott für diesen Sieg danken", sagte Mayweather. "Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden, wird sich die Warterei auf diesen Kampf gelohnt haben", befand er.

Auch der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister George Foreman zog ein positives Fazit: "Es war ein guter Kampf", analysierte der 66-Jährige. "Der linke Jab hat Mayweather den Sieg gebracht, aber Manny hat einen echten Fight geliefert."

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

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