Sport

DHB-Team gegen Weißrussland Sigurdsson fordert mehr Qualität

3def2e69c1928a83fabfe43b0078f54b.jpg

"Wissen, dass wir jetzt mehr Qualität zeigen müssen": Bundestrainer Dagur Sigurdsson.

(Foto: imago/Camera 4)

Saudi-Arabien? Kein Problem. Die deutschen Handballer ziehen mit einem Kantersieg ins WM-Achtelfinale ein - und wollen mehr. Paris ist das Ziel. Mit Weißrussland wartet aber nun noch mal ein anderes Kaliber. Mit dabei ist auch ein Unverwundbarer.

Nach dem lockeren Einzug ins WM-Achtelfinale werden die deutschen Handballer heute (ab 17.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) deutlich stärker gefordert. Gegen Weißrussland sind sie zwar ebenfalls Favorit. "Aber wir wissen, dass wir jetzt mehr Qualität zeigen müssen", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson nach dem 38:24 (21:13) gegen Saudi-Arabien. Er kann dabei auf seinen Torhüter Andreas Wolff setzen - auch ein anderer Akteur ist wohl wieder fit. Gute Erinnerungen verbindet Sigurdsson mit den Weißrussen indes nicht.

Unverwundbarer Wolf: Kurz, nachdem er vom Spielfeld gehumpelt war, wurde Andreas Wolff bereits untersucht. Und die Entwarnung kam schnell: Die medizinische Abteilung diagnostizierte bei dem Torhüter lediglich eine Prellung des Gesäßmuskels. Ein Einsatz gegen die Weißrussen ist damit nicht in Gefahr. Die Diagnose bestätigte auch die vorherige Einschätzung von Nationalspieler Simon Ernst. "Er ist unverwundbar", hatte er unmittelbar nach dem Sieg gegen Saudi-Arabien (38:24) gesagt. Auch der zuletzt angeschlagene Paul Drux dürfte wieder dabei sein.

Konzentrationssache: "Für die Zuschauer war es etwas langweilig, für die Spieler sicher auch." So beschrieb Bundestrainer Sigurdsson den erneut klaren Sieg gegen die über weite Strecken überforderten Saudis. Der Isländer weiß, dass die teils groben Nachlässigkeiten in der deutschen Abwehr von den Weißrussen bestraft werden könnten. "Die sind körperlich deutlich stärker", sagte Julius Kühn. "Manchmal ist das einfach eine Konzentrationssache." Und konzentriert war die DHB-Auswahl am Dienstag nicht immer.

Warnung: Als Isländer kennt Sigurdsson die Stärke der Weißrussen. "Letztes Jahr haben meine Landsleute die unterschätzt und verloren. Das war eine riesige Wende für Island, die sind danach nicht mehr weitergekommen", sagte er. Was er meinte, war die knappe 38:39-Niederlage der Isländer bei der EM vor einem Jahr. Nach der Pleite gegen die Weißrussen verloren die Isländer auch noch ihr letztes Gruppenspiel gegen Kroatien und flogen vorzeitig aus dem Turnier. "Ich habe Respekt vor Weißrussland", sagt Sigurdsson.

Kroatien im Blick: Trotz des Respekts haben einige seiner Spieler schon jetzt den übernächsten Gegner im Kopf. Beim abschließenden Gruppenspiel am Freitag (17.45 Uhr) gegen Kroatien läuft es wohl auf ein Finale um den ersten Platz hinaus. Nur wenn die DHB-Auswahl die Gruppe als Erster abschließt, geht es anschließend im rund zwei Stunden von Rouen entfernten Paris weiter. Ansonsten droht eine fast neunstündige Reise nach Montpellier. "Wir wollen den Gruppensieg. Paris ist schließlich deutlich angenehmer zu erreichen als Montpellier", sagte Rückraumspieler Kai Häfner.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

Mehr zum Thema