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Klarer Favorit, aber ... Sigurdsson warnt vor "aggressiven" Chilenen

Die deutschen Handballer starten erfolgreich in die WM. Der Auftritt gegen die starken Ungarn macht Bundestrainer Dagur Sigurdsson Mut. Gegen Chile soll seine Mannschaft den guten Eindruck bestätigen - noch ohne Verstärkungen.

Die deutschen Handballer gehen mit großem Selbstvertrauen in ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Frankreich gegen Chile. "Wir sind in meinen Augen klar besser", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit Blick auf die Partie am Sonntag (14.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de und im Stream auf handball.dkb.de): "Das müssen wir auf dem Platz zeigen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass wir das auch machen werden." Die Chancen auf den zweiten Sieg bezifferte der Isländer auf 70:30. "Wir sind routinierter, körperlich stärker, haben mehr Erfahrung und sind die besseren Handballer", sagte Sigurdsson.

Dennoch warnt der Bundestrainer seine Mannschaft vor dem nächsten Gegner. Ihre Spielweise sei "schnell" und "aggressiv". Zudem habe das deutsche Team zuletzt "nicht so gute Erfahrungen" mit südamerikanischen Mannschaften gemacht. Bei den Olympischen Spielen in Rio verlor die DHB-Auswahl gegen Gastgeber Brasilien, gegen Argentinien vor zwei Jahren bei der WM tat sie sich lange schwer. Außerdem hatte Chile sein erstes Turnier-Spiel gegen Weißrussland mit 32:28 gewonnen. Es war der erste Sieg gegen eine europäische Mannschaft bei der vierten WM-Teilnahme.

Gegen die Südamerikaner wird Sigurdsson seinen Kader übrigens nicht verändern und somit auf mögliche Nachnominierungen verzichten. "Alle sind ohne Verletzungen durchgekommen. Wir bleiben erst mal so, wie wir sind", erklärte der Isländer. Wann Kapitän Uwe Gensheimer zur Beerdigung seines Vaters nach Mannheim reisen wird, ist noch unklar. Nach seiner starken Leistung mit 13 Treffern gegen Ungarn (27:23) weilt der Linksaußen nach wie vor bei der Mannschaft. "Er wird sicher noch ein Spiel in der Gruppenphase fehlen. Aber wir wissen noch nicht, wann", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Weitere  deutsche Gegner in der Gruppe C sind Saudi-Arabien (17. Januar), Weißrussland (18. Januar) und Kroatien (20. Januar). Die ersten vier Mannschaften ziehen in die K.o.-Phase ein.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid