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Unfall während WM-Vorbereitung Sportler wird vom Diskuskäfig erschlagen

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Teile einer solchen Diskuswurf-Anlage sollen Abdullah Hayayei auf den Kopf gefallen sein.

Die paralympische Leichtathletik-Gemeinschaft muss während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft einen Schock verkraften: Ein arabischer Sportler stirbt während des Trainings, offenbar aufgrund eines tragischen Ereignisses.

Der tragische Tod eines Behindertensportlers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten überschattet die Vorbereitungen auf die Para-WM der Leichtathleten in London. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bestätigte, kam der 36-jährige Abdullah Hayayei am Nachmittag bei einem Trainingsunfall in der britischen Hauptstadt ums Leben.

Nach Polizeiangaben wurde der Speerwerfer und Kugelstoßer, der 2016 in Rio an den Paralympics teilnahm, von einer Metallstange getroffen. Der Vizepräsident des Behindertensport-Verbandes der Emirate erklärte einem einheimischen TV-Sender, der Käfig für die Diskuswerfer sei eingestürzt und Hayayei auf den Kopf gefallen.

"Wir sind alle wirklich erschüttert von diesen tragischen Nachrichten und dem tragischen Tod von Abdullah", erklärte der britische IPC-Präsident Philip Craven. Die Mannschaft wolle trotz des Todes von Hayayei aber bei der WM antreten, sagte Vizepräsident Majid Al Usaimi im Sender Dubai Sports TV. Zu Ehren von Hayayei soll es bei der Eröffnungsfeier an diesem Freitag eine Schweigeminute geben.

Auch die deutschen Athleten zeigten sich geschockt von der Nachricht. Allen voran Paralympicssieger Daniel Scheil, der in der Klasse F34 oft gegen Hayayei angetreten war. "Wir waren Freunde. Ich bin absolut geschockt", sagte Scheil. "Ich habe ihn bei vielen Wettkämpfen treffen dürfen. Er hat immer einen Spaß gemacht und war ein sehr fairer Sportsmann. Wenn ich oder er mal etwas vergessen hatten, haben wir uns ausgeholfen und es untereinander ausgetauscht."

Quelle: n-tv.de, ara/dpa

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