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Außenseiter auf dem Podium Straßer patzt, Tremmel jubelt, Noel siegt

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Anton Tremmel erzielte mit Rang 16 sein bestes Weltcupresultat.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Linus Straßer verpasst die nächste Chance auf eine Top-Platzierung. Nach wenigen Sekunden scheidet Deutschlands derzeit bester Slalomfahrer im zweiten Durchgang aus. Er ist längst nicht der einzige, der im zweiten Durchgang patzt. Einer der Nutznießer ist Anton Tremmel.

Skirennläufer Linus Straßer ist beim Weltcup-Slalom im französischen Chamonix nach einem Fahrfehler zum zweiten Mal in diesem Winter ohne Punkte geblieben. Der Münchner, der als Zehnter nach dem ersten Durchgang Chancen auf eine Top-Platzierung hatte, fädelte im Finale nach wenigen Sekunden ein. Anton Tremmel erzielte hingegen mit Rang 16 sein bestes Weltcupresultat. David Ketterer schied im zweiten Lauf aus. Der frühere WM-Zweite Fritz Dopfer hatte das Finale der besten 30 klar verpasst. "Es ging um Zentimeter", sagte Straßer in der ARD: "Ich bin saugut reingekommen, hatte ein stabiles und schnelles Gefühl. Es ist bitter, wenn es wegen eines Einfädlers rausgeht."

Straßer hatte im ersten Durchgang bewiesen, dass er sich eigentlich in sehr guter Slalom-Form befindet und damit Hoffnung auf eine weitere Top-Platzierung geschürt. In dieser Saison war er dreimal - in Levi (Platz 8), Zagreb (7) und Adelboden (6) - unter die besten Acht gefahren. Der Sieg ging an Lokalmatador Clement Noel. Er siegte vor dem Norweger Timon Haugan und Adrian Pertl aus Österreich. Die beiden Youngster standen zum ersten Mal in ihrer Karriere auf einem Weltcup-Podium.

Wie Straßer erging es auch zahlreichen Favoriten. Der Schweizer Daniel Yule führte nach dem ersten Lauf, konnte den zweiten dann aber nicht nach unten bringen. Den norwegischen Weltcup-Führenden Henrik Kristoffersen erwischte es bereits im ersten Durchgang, der Franzose Alexis Pinturault und der Italiener Stefano Gross riskierten im finalen Durchgang zu viel und schieden aus. Aufgrund der Nullnummer der beiden besten Slalomfahrer des Winters verteidigte Kristoffersen auch die Führung im Disziplinweltcup erfolgreich.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid