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Gigant Isner knackt Weltrekord Tennis-Sensation Alcaraz walzt über Otte hinweg

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Carlos Alcaraz ist die Sensation der Saison.

(Foto: IMAGO/Shutterstock)

Oscar Otte trägt die deutschen Tennis-Hoffnungen in Wimbledon. Im Duell mit dem spanischen Wunderkind Carlos Alcaraz rechnet sich der Kölner etwas aus - und wird dann böse vermöbelt. Der 19-Jährige beweist dabei, wie schnell er lernt - und wie schnell er sprintet.

Der Shootingstar war mindestens eine Nummer zu groß: Deutschlands große Tennis-Hoffnung Oscar Otte hat in der dritten Runde in Wimbledon chancenlos gegen den spanischen Teenager Carlos Alcaraz verloren. Das 3:6, 1:6, 2:6 dauerte nur 98 Minuten, dabei hatte sich Otte auf dem Rasen "gute Chancen" gegen die Sensation dieser Saison ausgerechnet. Immerhin war er in Abwesenheit des Olympiasiegers Alexander Zverev (Hamburg) die deutsche Nummer eins und erstmals bei einem Grand Slam gesetzt. Dazu fremdelte Alcaraz zumindest in der ersten Runde gegen Jan-Lennard Struff (Warstein) etwas mit dem Rasen und vermied nur knapp ein frühes Aus.

Doch gegen den Kölner Otte, immerhin zuletzt Halbfinalist bei den Rasenturnieren in Stuttgart und Halle, zeigte der 19-Jährige, wie schnell er lernt - und immer wieder, wie schnell er sprintet. Über Alcaraz' Athletik konnte Otte oftmals nur staunen. "Ich weiß nicht, was los war. Aber das war heute auf jeden Fall nichts", sagte Otte über ein "Match zum Vergessen." Am Ende sei der Spanier über ihn drübergerollt. "Ich wusste gar nicht, was ich machen sollte. Er hat schon gut gespielt. Es wäre auch schwer geworden, wenn ich mein bestes Tennis gezeigt hätte. Aber so habe ich es ihm deutlich zu leicht gemacht."

"Nicht unterkriegen lassen"

Nach vielen guten Wochen, die ihn in der Weltrangliste weit nach vorne gespült haben, wolle er sich aber "von einer schlechten Leistung nicht unterkriegen lassen". Der 28-Jährige war als einziger Deutscher bei den Männern in die dritte Runde eingezogen. Sieben waren am Montag gestartet, neben Otte hatte im All England Club nur Qualifikant Maximilian Marterer (Nürnberg) die zweite Woche erreicht.

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Derweil hat der Herr der Asse mal wieder gewaltig zugeschlagen, den Weltrekord gebrochen und ist doch in Wimbledon ausgeschieden: John Isner knackte die Bestmarke der direkten Aufschlagpunkte des Kroaten Ivo Karlovic (13.728). Isner servierte gegen den Italiener Jannik Sinner 24 Asse und steht nun bei 13.748. Das Drittrundenmatch verlor der 37-Jährige aus den USA dennoch glatt: Zweimal gab Isner beim 4:6, 6:7 (4:7), 3:6 sogar seinen Aufschlag ab. Eigene Breakbälle erspielte er sich nicht. Sinner trifft nun auf Alcaraz.

In Wimbledon hat Isner einst noch einen anderen Weltrekord aufgestellt: den des längsten Matches in der Tennisgeschichte. 2010 spielte er gegen den Franzosen Nicolas Mahut elf Stunden und fünf Minuten lang Rasentennis - und gewann. Mit 70:68 im fünften Satz.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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