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Schwere Vorwürfe gegen Griner US-Superstar muss in russischer Haft bleiben

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Im Falle einer Verurteilung droht Griner eine mehrjährige Haftstrafe.

(Foto: imago images/Xinhua)

Seit Februar sitzt Brittney Griner in Russland in Untersuchungshaft - und muss dort auch weiter bleiben. Die US-Basketballerin wartet auf ihren Prozess, nachdem sie am Flughafen in Gewahrsam genommen worden war. Ihr Anwalt geht immerhin davon aus, dass bald der Prozess beginnt.

Russlands Behörden haben die Untersuchungshaft der zweimaligen Basketball-Olympiasiegerin Brittney Griner um einen Monat bis zum 18. Juni verlängert. Wie der Anwalt der 31 Jahre alten US-Amerikanerin, Alexander Boykow, der Nachrichtenagentur AP sagte, spreche die relativ kurze Verlängerung der U-Haft für die baldige Verhandlung des Falls. Zu ihrer kurzen Anhörung sei Griner in Handschellen vorgeführt worden, berichtete Boykow.

Ein Beamter der US-Botschaft in Moskau habe sie am Rande der Anhörung getroffen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums und führte aus: "Der Beamte konnte bestätigen, dass es Brittney Griner so gut geht, wie es unter Umständen zu erwarten ist, die man nur als äußerst schwierig bezeichnen kann." Griner sitzt nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes am Moskauer Flughafen Scheremetjewo seit knapp drei Monaten in Untersuchungshaft. Ein Gericht im Gebiet Moskau in der Stadt Chimki hatte den Arrest zunächst bis zum 19. Mai verlängert.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax Anfang März unter Berufung auf den russischen Zoll berichtet hatte, sollen bei einer Kontrolle im Gepäck der Amerikanerin im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl entdeckt worden sein. Ihr drohen den Angaben zufolge fünf bis zehn Jahre Haft.

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Griner spielte seit 2015 auch beim Team von UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem russischen Spitzenklub gewann sie viermal die Euroleague, den höchsten Vereinswettbewerb Europas. Auf dem Rückweg aus Russland in die USA war die Centerspielerin festgenommen worden und verpasste in der Folge den Auftakt der nordamerikanischen WNBA in dieser Woche. Phoenix Mercury, von Griner im Jahr 2014 zum dritten und bislang letzten Titel der Klubhistorie geführt, unterlag den Las Vegas Aces zum Auftakt mit 88:106.

Auch die deutschen Schwestern Satou und Nyara Sabally verpassten die ersten Partien ihrer Klubs, allerdings aus weitaus weniger dramatischen Gründen. Die 24 Jahre alte Satou Sabally geht in ihre dritte Spielzeit für die Dallas Wings, spielt aktuell aber noch mit Fenerbahçe in der Türkei um den Titel. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Nyara, im diesjährigen Draft von den New York Liberty an fünfter Stelle ausgewählt, verpasst die Saison dagegen wegen einer Knieverletzung komplett.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid

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