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Dopingbeichte wird teuer Zabel verliert nächsten Job

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Erik Zabel zahlt einen hohen Preis für seine Dopingbeichte.

(Foto: AP)

Erik Zabel erlebt in diesen Tagen, wie schnell ein einst gefeierter Held zur Persona non grata werden kann. Das Team Katusha suspendiert den geständigen Dopingsünder. Außerdem droht Zabel eine Schadensersatzklage der ARD.

Für Erik Zabel hat sein Doping-Geständnis weitreichende Folgen. Der russische Radrennstall Katusha hat den früheren Top-Sprinter als Sportlichen Leiter suspendiert. "Die Enthüllungen beziehen sich auf Zabels Karriere als aktiver Rennfahrer von 1996 bis 2003 und stehen in keinem Zusammenhang mit dem Team Katusha. Trotzdem hat das Team-Management entschieden, Erik Zabel zu suspendieren", teilte der Rennstall mit.

Katusha stehe als Mitglied der Bewegung für einen glaubwürdigen Sport für eine strikte Anti-Doping-Politik, hieß es weiter. Deswegen sei Zabel nicht mehr tragbar. Zabel war bei den Russen insbesondere für die Sprinter zuständig. Sein Vertrag wäre Ende des Jahres ausgelaufen.

Der russische Rennstall versucht, ein sauberes Image zu bewahren - steht allerdings immer wieder wegen Dopingfällen seiner Fahrer in den Schlagzeilen. Für das Jahr 2013 hatte der Radverband UCI dem Team sogar die Pro-Tour-Lizenz verweigert - mit dem Hinweis, Katusha habe von 2009 bis 2012 die meisten Dopingfälle aller Pro-Tour-Teams gehabt. Das Team klagte schließlich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS und erhielt so die Lizenz.

ARD prüft Klage

Es ist nicht der erste Job, den Zabel nun los ist. Mit den Veranstaltern des Hamburger WorldTour-Rennen Cyclassics hatte er sich auf ein Ende seiner Tätigkeit als Sportdirektor geeinigt. Der frühere Telekom-Star trat auch aus dem Profi-Beirat des Weltverbandes UCI aus.

Finanziell schmerzhaft könnte es für Zabel werden, wenn die ARD eine Schadensersatzklage erhebt. Der TV-Sender hatte während Zabels Zeit bei Team Telekom eine Vereinbarung mit Zabel und prüft nun rechtliche Schritte.

Zabel hatte in einem Interview der "Süddeutsche Zeitung" jahrelanges Doping eingestanden, nachdem er bei seinem ersten Geständnis 2007 noch ausgesagt hatte, nur 1996 für eine Woche EPO genommen zu haben.

Quelle: n-tv.de, cba/dpa

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