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Auch Görges weiter Zverev kämpft sich ins Achtelfinale

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Erlösung nach 3:36 Stunden: Zverev verwandelt seinen zweiten Matchball und zieht ins Achtelfinale ein.

(Foto: USA TODAY Sports)

Alexander Zverev und Julia Görges trumpfen in New York groß auf. Beide stehen im Achtelfinale und machen mit ihren Leistungen Hoffnung auf mehr. Ausgeschieden ist hingegen Andrea Petkovic.

Marathonmann Alexander Zverev bewies in Flushing Meadows mal wieder einen langen Atem, Julia Görges kommt hingegen immer besser in Fahrt. Während Görges einen überzeugenden Sieg gegen die Weltranglisten-Siebte Kiki Bertens feierte, zog Zverev nach seinen beiden Fünfsatz-Krimis zum Start durch ein 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:3) gegen den Slowenen Aljaz Bedene erstmals ins Achtelfinale der US Open ein.

"Es war ein großer Kampf. es hätte auch anders laufen können, er hätte das auch in drei Sätzen gewinnen können. Ich bin froh, dass ich durch bin und die zweite Woche erreicht habe", sagte Zverev, der nach 3:36 Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte. Länger hatte er im Turnier noch nicht auf dem Platz gestanden. Schon für seine ersten beiden Siege hatte er jeweils knapp über drei Stunden benötigt. "Das war wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle", sagte Tennis-Ikone Boris Becker bei Eurosport. Gegen den Sieger der Partie zwischen dem Argentinier Diego Schwartzman (Nr. 20) und Tennys Sandgren aus den USA spielt der ATP-Champion um den Einzug ins Viertelfinale.

Görges zeigt ihr bestes Spiel

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Julia Görges kommt immer besser in Form.

(Foto: dpa)

Görges zeigte indes ihr bestes Spiel des Turniers und besiegte die Niederländerin Bertens überraschend deutlich 6:2, 6:3. Da Andrea Petkovic gegen die Belgierin Elise Mertens 3:6, 3:6 verlor, ist neben Zverev und Görges Qualifikant Dominik Köpfer der einzige Deutsche im Einzel-Achtelfinale. Bei Görges war die Erleichterung nach ihrem zweiten Einzug in die Runde der besten 16 in New York groß. "Ich hatte im ersten Spiel einen Matchball gegen mich, deswegen bin ich sehr froh, im Achtelfinale zu stehen", sagte die 30-Jährige, die nun auf die Kroatin Donna Vekic trifft: "Ich denke, es geht nur darum, seine Nerven im Griff zu behalten und sein Spiel entspannt zu spielen. Das ist das, was ich versuche."

Genau dies gelang Zverev wie schon in seinen ersten beiden Spielen nicht konstant. Der erste Satz war ein Spiegelbild seiner Aufs und Abs in diesem Turnier: Nach einem frühen Break führte er schnell 4:1, vergab beim Stand von 5:3 einen Satzball und verlor im Tiebreak. Die Unzufriedenheit war Zverev deutlich anzusehen: Wieder einmal flog sein Schläger aus Frust durch die Gegend, der Hamburger motzte immer wieder schulterzuckend und hadernd in Richtung seiner Box.

Nachdem beide Spieler ihre Aufschlagspiele souverän hielten, hatte Zverev diesmal im Tiebreak das bessere Ende für sich. Mit einem lauten Schrei quittierte die deutsche Nummer eins den Satzgewinn. Im Gegensatz zu vielen enttäuschend verlaufenen Spielen im Vorfeld des Turniers in New York konnte sich der 22-Jährige diesmal vor allem auf seinen Service verlassen, auch Becker lobte: "Was auffällig ist, ist sein wirklich starker erster und auch zweiter Aufschlag." Dazu kam eine gute Portion Nervenstärke, wie er auch im Tiebreak des vierten Satzes bewies.

Quelle: n-tv.de, ino/sid

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