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Niederlage gegen die Nummer eins Zverev scheitert am Halbfinal-Hattrick

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Das reichte nicht.

(Foto: dpa)

Alexander Zverev hat seinen dritten Halbfinaleinzug in Serie bei den ATP Finals verpasst. Die deutsche Nummer eins unterlag dem Weltranglistenersten Novak Djokovic und belegte in der Endabrechnung seiner Vorrundengruppe nur Rang drei.

Alexander Zverev umarmte Novak Djokovic, schnappte sich seine beiden Taschen und stapfte enttäuscht aus der Londoner Arena. Die turbulente Saison 2020 der deutschen Nummer eins mit sportlichen Highlights, aber auch viel Unruhe abseits des Platzes ist beendet. Zverev unterlag dem Weltranglistenersten Djokovic trotz couragierten Auftritts mit 3:6, 6:7 (4:7) und verpasste bei den ATP Finals den dritten Halbfinaleinzug in Serie.

Zverev belegte in der Endabrechnung der Vorrundengruppe "Tokio 1970" nur Rang drei. Djokovic, der das Turnier schon fünfmal gewinnen konnte, sicherte sich dagegen den zweiten Platz und trifft nun am Samstag auf den österreichischen US-Open-Champion Dominic Thiem. Das zweite Halbfinale bestreiten der Russe Daniil Medwedew und der 20-malige Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal. Das Finale steigt am Sonntag.

2018 hatte der 23 Jahre alte Hamburger Zverev seinen Triumph bei dem prestigereichen Jahresabschluss mit einem Sieg gegen Djokovic perfekt gemacht, 2019 war er im Halbfinale ausgeschieden. In diesem Jahr hatte er sein Auftaktmatch gegen Medwedew verloren und sich danach mit einem mühevollen Sieg gegen den Argentinier Diego Schwartzman das Gruppen-"Endspiel" gegen Djokovic verdient.

Beeindruckende Bilanz, aber ...

Zverev wusste aber, dass er draufsatteln muss, um den 17-maligen Grand-Slam-Sieger so richtig zu kitzeln. "Ich spiele immer noch nicht mein bestes Tennis", hatte der deutsche Spitzenspieler gesagt: "Aber das muss ich bis Freitag schaffen, weil ich sonst gegen Novak keine Chance habe." Der deutsche Topspieler verspürte große Lust, 2020 noch um eine sportliche Pointe zu bereichern. Halbfinale bei den Australian Open, Finale bei den US Open, zwei Turniersiege in Köln und ein Finale beim Masters in Paris sind durchaus eine beeindruckende sportliche Bilanz.

Doch Zverev sorgte immer wieder auch für Schlagzeilen abseits des Platzes. In der Coronapause musste er für seinen laxen Umgang mit der Pandemie auf der umstrittenen Adria-Tour und bei einer Party viel Kritik einstecken. Dann wurde bekannt, dass eine Ex-Freundin von ihm schwanger ist und eine weitere frühere Partnerin ihm häusliche Gewalt vorwirft. Vor Turnierbeginn in London erneuerte er seine Aussage, dass die Vorwürfe "unbegründet und unwahr" seien.

Auf den Courts der Tour hatte er zuletzt bewiesen, dass er trotz der lauten Nebengeräusche starke Ergebnisse produzieren kann - das war auch gegen Djokovic das Ziel. Der Weltranglistensiebte erwischte gegen den Favoriten aber einen ungünstigen Start und kassierte sofort ein Break, Djokovic kam viel zu leicht zu Punkten. Der zunächst unzufriedene Zverev biss sich mehr und mehr in die Ballwechsel, kam zu Breakpunkten, nutzte diese aber nicht und Djokovic gewann den ersten Satz nach knapp 35 Minuten. Im zweiten Durchgang bereitete Zverev seinem Kontrahenten deutlich größere Probleme, er spielte aggressiver und mit steigendem Selbstvertrauen. Im Tiebreak packte Djokovic dann jedoch sein bestes Tennis aus und beendete Zverevs letztes Turnier des Jahres.

Quelle: ntv.de, Peer Lasse Korff, sid