Mittwoch, 21. Juli 2021Der Sport-Tag

22:45 Uhr

"Zu starke Einschränkungen": Man City reist nicht zu Testspiel

Das Testspiel des englischen Meisters Manchester City beim französischen Erstligisten ES Troyes AC ist aufgrund gesundheitlicher Bedenken abgesagt worden. Der Ligue-1-Aufsteiger gab an, dass "gesundheitliche Einschränkungen im Zusammenhang mit der kritischen Entwicklung von Covid-19, vor allem in Großbritannien", zur Absage des für den 31. Juli geplanten Spiels geführt haben.

Die Citizens wären zudem bei ihrer Rückkehr nach England "zu starken" Einschränkungen ausgesetzt gewesen. Troyes, das in der kommenden Saison nach drei Jahren Abstinenz wieder erstklassig spielt, ist seit September 2020 Teil der global agierenden City Football Group um Scheich Mansour.

21:40 Uhr

Berühmte Rodelbahn zerstört: Weltcup reagiert auf Unwetter-Schäden

Nach den schweren Unwetter-Schäden am traditionsreichen Eiskanal am Königssee wird der Rodel-Weltcup am 1./2. Januar in Winterberg stattfinden. Das beschloss die Exekutive des Internationalen Rennrodelverbandes FIL. Die Schlammlawinen in Bayern hatten die weltweit älteste Kunsteisbahn zerstört. Der Betrieb ist für mindestens ein Jahr unmöglich.

21:07 Uhr

VfL Bochum bezwingt Gianluigi Buffon (aber irgendwie auch nicht)

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(Foto: dpa)

Fußball-Bundesligist VfL Bochum ist zwar nicht an Star-Torhüter Gianluigi Buffon vorbeigekommen, hat aber dennoch das Testspiel gegen den italienischen Zweitligisten FC Parma für sich entschieden. Der Aufsteiger siegte im italienischen Brixen 1:0 (0:0), Buffon hatte seinen Kasten im ersten Durchgang sauber gehalten.

In der Halbzeitpause wurde der 43-Jährige, der vor 26 Jahren sein Profidebüt bei Parma gab und in diesem Sommer zu seinem Heimatklub zurückgekehrt war, von Ersatzmann Filippo Rinaldi ersetzt. Der VfL Bochum wechselte ebenfalls bis zur 57. Minute kräftig durch, Joker Raman Chibsah (76.) erzielte das einzige Tor des Tages.

20:33 Uhr

"Auf nach ...": Boateng heizt Spekulationen um seinen Klub an

Um Jérôme Boateng ist es seit seinem Vertragsende beim FC Bayern still geworden. Bislang ist nicht bekannt, bei welchem Klub der Weltmeister von 2014 seine Karriere fortsetzt. Kein Wunder also, dass ein Instagram-Post Boatengs für Spekulationen sorgt.

Top-Klubs aus der englischen Premier League sowie der italienischen Serie A wurden zuletzt immer wieder als mögliche Abnehmer für den ehemaligen Nationalspieler gehandelt. Ein am Nachmittag über seinen Instagram-Account geteiltes Foto von Boateng lädt vor diesem Hintergrund zum munteren Spekulieren ein.

Darauf zu sehen ist der Profi selbst, der offenbar gerade in einem Privatflieger abhebt. "Off to ..." überschreibt Boateng das Bild und lässt damit sein Reiseziel, womöglich also die Stadt, in der sein neuer Klub beheimatet ist, offen. Zuletzt war auch über eine Rückkehr in die Heimat spekuliert worden, doch ein Wechsel zu Hertha BSC scheint derzeit nicht realistisch.

19:26 Uhr

Deutsche Fußballer laufen bei Olympia mit Trauerflor auf

Die deutschen Fußballer werden bei ihrem Olympia-Auftaktspiel am morgigen Donnerstag gegen Brasilien (13.30 Uhr/ARD, Eurosport und im Liveticker bei ntv.de ) in Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe in der Heimat mit Trauerflor auflaufen. Das gab das deutsche Team bekannt.

18:58 Uhr

Schalke löst Torwart-Problem kurzfristig - und holt dazu noch einen Kölner

Der FC Schalke 04 hat vor dem Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga Offensivspieler Dominick Drexler vom Erstligisten 1. FC Köln sowie Torwart Martin Fraisl verpflichtet. Drexler unterschrieb einen Zweijahresvertrag, der zuletzt vereinslose Fraisl bindet sich für die an diesem Freitag beginnenden Spielzeit, wie der Bundesliga-Absteiger mitteilte.

Zu den weiteren Transfermodalitäten wurden keine Angaben gemacht. Mittelfeldspieler Drexler hatte in Köln ursprünglich noch einen Vertrag bis 30. Juni 2022. Der Österreicher Fraisl war bis zum Ende der abgelaufenen Saison in den Niederlanden bei ADO Den Haag angestellt und stand davor für Schalkes Liga-Rivalen SV Sandhausen zwischen den Pfosten. Auf der Torhüterposition mussten die Verantwortlichen reagieren, weil Torwart Ralf Fährmann nach einem positiven Corona-Test zunächst nicht zur Verfügung stehen wird.

18:23 Uhr

"Totalschaden": Gabelstaplerfahrer schockt deutsches Paradeboot für Olympia

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Am 6. August kämpft der K4 über 500 Meter um Gold.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Schock für das Paradeboot des Deutschen Kanuverbandes (DKV): Das Kajak des Männer-Vierers wurde auf dem Weg nach Tokio schwer beschädigt und kann für die Olympischen Spiele nicht genutzt werden. Der K4 um Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher, Max Lemke ist darauf angewiesen, dass das Vorbereitungsboot aus Duisburg nun sicher und pünktlich in der japanischen Hauptstadt ankommt.

"Der Trainer und wir waren erst einmal ziemlich aufgelöst. Das Besondere ist, dass es dieses Boot mit dieser Bauweise auf der ganzen Welt nur zwei Mal gibt. Eins ist jetzt zerstört", sagte Tom Liebscher, der von einem "Totalschaden" am Kajak sprach.

Beim Verladen des Bootes in Luxemburg rammte ein Gabelstaplerführer die Transportvorrichtung der deutschen Olympiaboote. Das Boot befand sich an unterster Stelle, sodass die Gabelzinken das Vollcarbon-Boot an einer Seite schwer beschädigten.

17:41 Uhr

Hoffenheims Bebou löscht rassistische Kommentare selbst

Der Hoffenheimer Bundesliga-Profi Ihlas Bebou versucht, möglichst selbst gegen rassistische Beleidigungen in den sozialen Medien vorzugehen. "Ich melde und lösche es - wenn möglich - sofort. Mehr kann man ja selbst erst einmal nicht machen", sagte der 27-Jährige der "Sport Bild". "Für mich selbst ist es dann zumindest für den Moment aus der Welt geschafft."

Der Stürmer der TSG berichtete weiter: "Solange man gewinnt, ist im Fußball irgendwie immer alles gut. Aber sobald es schlecht läuft, gibt es immer ein paar Idioten, die glauben, etwas Rassistisches sagen oder machen zu müssen." Die Beleidigungen gegen die drei Engländer Jadon Sancho, Bukayo Saka und Marcus Rashford nach deren verschossenen Elfmetern im verlorenen EM-Finale gegen Italien nannte Bebou "Wahnsinn". Jede Beleidigung gegen ihn selbst mache ihn "natürlich traurig", sagte er. "Den Leuten fehlen Anstand und Respekt."

17:11 Uhr

Corona-Fälle machen Darmstadt 98 große Sorgen

Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 muss wegen drei Coronafällen in der Mannschaft um die Austragung des Saisonauftakts am Samstag gegen Jahn Regensburg (13.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) bangen. Nach Angaben der Hessen wurden die drei namentlich nicht genannte Spieler "mit sofortiger Wirkung isoliert und haben sich in häusliche Quarantäne begeben". Alle weiteren Ergebnisse der fraglichen Testreihe seien negativ ausgefallen.

Die Lilien stehen mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um zu klären, ob auch noch andere Profis in Quarantäne müssen. Vorsorglich hat der Klub weitere Spieler in Isolation geschickt, die von etwaigen Maßnahmen betroffen seien könnten. Nach aktuellem Stand kann der Verein dennoch genügend Profis für die Partie am Samstag aufbieten.

16:43 Uhr

Langjähriger Tierarzt der deutschen Reit-Teams stürzt mit Flugzeug ab

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Nolting während der Reiterspiele 2008 in Hongkong.

(Foto: imago sportfotodienst)

Große Trauer im Team der deutschen Dressur- und Springreiter: Der frühere Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting ist im Alter von 60 Jahren verstorben. Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung bestätigte, starb Nolting bei einem Flugzeugabsturz in der Schweiz. Nach RTL-Informationen war Nolting alleine in einem Kleinzugflug im Gotthardgebiet unterwegs, als die Maschine aus bislang noch ungeklärten Gründen abstürzte. Die Rettungskräfte konnten das Wrack und den Piloten erst nach einer aufwendigen Suche bergen.

Nolting war selbst erfolgreicher Dressur- und Springreiter, bereits während seines Studiums absolvierte er Praktika in Pferdekliniken und betreute zunächst die spanischen und schwedischen Springpferde bei Olympischen Spielen.

Ab 1990 kamen dann die deutschen Springpferde in seine Obhut, ab 2000 betreute er zusätzlich auch die Dressurpferde. Insgesamt begleitete er die deutschen Pferde zu fünf Olympischen Spielen. Zuletzt leitete er die Pferdeklinik Leichlingen. Im Jahr 2008 wurde er mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet.

Mehr dazu lesen Sie bei den Kolleginnen und Kollegen bei rtl.de

16:07 Uhr

Schlechte Nachrichten für die MotoGP aus Thailand

Die MotoGP wird in diesem Jahr nicht in Thailand gastieren. Motorrad-Weltverband FIM und MotoGP-Rechteinhaber Dorna haben bestätigt, dass das Renn-Wochenende auf dem Kurs in Buriram abgesagt werden musste. Der Grund dafür ist die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen.

Trotz größtmöglicher Bemühungen aller beteiligten Parteien habe die Pandemie "die Absage der Veranstaltung erzwungen", heißt es in einer Mitteilung. Bisher wurde kein Ersatz-Grand-Prix für Thailand festgelegt. Die MotoGP-Verantwortlichen teilten jedoch mit, dass eine Ersatzveranstaltung "in Erwägung gezogen wird".

15:37 Uhr

Ex-Bundesligaprofi in Gewaltexzess nach Fußballspiel verwickelt

Aufgeheizte Emotionen, Pfefferspray und Rangeleien im Spielertunnel: Unmittelbar nach dem Achtelfinal-Aus der Boca Juniors in der Copa Libertadores gegen Atletico Mineiro ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fußball-Mannschaften und der Polizei gekommen. Das zeigen Videos aus dem Innenraum des Stadions in Belo Horizonte.

Die Argentinier haderten zuvor mit der Leistung der Schiedsrichter, die nach Rücksprache mit dem Videoassistenten zwei Tore nicht anerkannt hatten. Die aufgeladene Stimmung entlud sich nach Spielende in einem Zusammenstoß beider Teams im Innenraum.

Später sollen einige Boca-Spieler, darunter Medienberichten zufolge auch Ex-Bundesligaprofi Carlos Zambrano, versucht haben, die gegnerische Kabine zu stürmen, in der sich die Unparteiischen versteckt hatten. Zur Trennung der streitenden Parteien setzte die brasilianische Polizei Pfefferspray ein. Das Hin- und Rückspiel des Achtelfinalduells war jeweils torlos geblieben, im Elfmeterschießen hatte sich Atletico 3:1 durchgesetzt.

15:20 Uhr

Wolfsburg holt auch Bruder von U21-Star

Doppelter Nmecha beim VfL Wolfsburg: Fünf Tage nach dem Wechsel von U21-Europameister Lukas Nmecha zu den Niedersachsen hat auch dessen jüngerer Bruder Felix einen Vertrag beim Champions-League-Teilnehmer unterschrieben.

Der 20 Jahre alte Offensivspieler hat sich bis 2024 an die Norddeutschen gebunden. "Felix ist ein Spieler, der optimal in unser Anforderungsprofil passt. Er ist jung, bringt großes Talent mit, ist lernwillig, leistungsbereit und ein Teamplayer", sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer über den Neuzugang. Wie sein zwei Jahre älterer Bruder Lukas stand Felix Nmecha zuletzt bei Manchester City unter Vertrag. Das Brüderpaar wurde in Hamburg geboren, doch während Lukas mittlerweile das Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft trägt, spielt Felix derzeit in den Nachwuchsteams des englischen Verbandes.

14:13 Uhr

"Sehr gut abgeheilt": Kluge für Olympia nach Massensturz optimistisch

Radprofi Roger Kluge plant nach seinem sturzbedingten Aus bei der 108. Tour de France weiter fest mit einem Start bei den Olympischen Spielen in Tokio. "Meine Teilnahme ist definitiv nicht gefährdet", sagte Kluge: "Das war sie aus meiner Sicht auch nie, sobald ich festgestellt hatte, dass keine Knochen gebrochen waren."

Der 35-Jährige vom Team Lotto-Soudal war auf der 13. Etappe der Frankreich-Rundfahrt in einen Massensturz verwickelt gewesen. Dabei zog er sich großflächige Schürfwunden zu. "Ich hatte höllische Schmerzen, war mir aber dennoch bewusst, dass das schon heilen wird. Den Ärzten hat am wenigsten der Ellbogen gefallen, weil die Wunde da etwas tiefer war. Die Infektionsgefahr war relativ groß", sagte Kluge: "Es geht mir jetzt wirklich gut. Es ist sehr gut abgeheilt."

Am vergangenen Wochenende stieg Kluge - noch immer mit Pflastern auf dem Rücken - für eine erste Trainingsausfahrt wieder aufs Rad. Gestern fuhr er die ersten Runden auf der Bahn in Frankfurt/Oder.

13:07 Uhr

Rashford verteidigt Engagement: "Brauche keine Markenpartnerschaften"

Der englische Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford hat seinen Einsatz für wohltätige Zwecke nach einem kritischen Medienbericht verteidigt. Auf Twitter verwies der 23-Jährige auf einen Artikel des britischen Politikmagazins "The Spectator" und wehrte sich gegen die darin enthaltenen Vorwürfe.

  • "Ich habe gehört, dass der Spectator eine Geschichte darüber bringen will, wie ich in den letzten 18 Monaten kommerziell profitiert habe", twitterte Rashford: "Um da klarzustellen: Ich brauche keine Markenpartnerschaften. Ich gehe Partnerschaften ein, weil ich die Arbeit, die ich abseits des Spielfelds mache, vorantreiben will. Der Großteil dessen, was ich dafür erhalte, trägt dazu bei."
  • Rashford hat im vergangenen Sommer mit einer Kampagne für kostenlose Mahlzeiten in Schulen die britische Regierung zum Handeln gezwungen. Er selbst hatte zur Bereitstellung von drei Millionen Mahlzeiten insgesamt 20 Millionen Pfund (damals rund 22,3 Millionen Euro) gesammelt.
  • Für seinen Einsatz wurde er im Oktober von Queen Elizabeth II. zum "Member of the Order of the British Empire" (MBE) ernannt.
12:08 Uhr

Mutter darf nicht mit: US-Schwimmerin sagt für Tokio ab

Die amerikanische Para-Schwimmerin Rebecca Meyers hat ihren Start bei den Paralympics in Tokio abgesagt, da ihre Mutter nicht als Begleitperson zugelassen wurde. Sie sei "wütend, enttäuscht, aber vor allem traurig darüber, dass ich mein Land nicht vertreten kann", schrieb die 26-Jährige, die taub und blind ist, in den sozialen Medien.

  • Aufgrund der strengen Corona-Maßnahmen bei den Spielen in Tokio (24. August bis 5. September) erhalten persönliche Begleiter der Athletinnen und Athleten keine Akkreditierung.
  • Laut Meyers, die bei den Paralympics in Rio dreimal Gold gewann, sei eine Vertrauensperson "aber essenziell, um zu starten". Seit 2017 wird sie von ihrer Mutter bei allen Wettkämpfen unterstützt.
  • Dagmar Freitag, Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, reagierte bestürzt. "Unfassbar. Vor allem, wenn man sich vorstellt, wen wir in Kürze so alles auf den VVIP-Tribünen von @Tokyo2020 sehen werden", schrieb sie auf Twitter.
  • "Warum muss ich 2021 als Behinderte immer noch um meine Rechte kämpfen? Ich hoffe, dass die nachfolgenden Paralympics-Generationen niemals so eine schmerzhafte Erfahrung machen müssen", betonte Meyers: "Genug ist genug."
11:48 Uhr

Leere Tribünen: IOC will technisch für Stimmung sorgen

Skeptisch blicken die deutschen TV-Macher auf das geplante Einspielen von Zuschauer-Atmosphäre von früheren Olympischen Spielen in den leeren Arenen von Tokio. "Das IOC wird an den meisten Wettkampfstätten einen atmosphärischen Ton dazu mischen", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. "Dadurch sollen die Sportler unterstützt werden und keine sterile Stimmung aufkommen. Wir müssen abwarten, ob das Kalkül aufgeht."

Die TV-Sender sind vom Olympic Broadcasting Service (OBS) über die Einspielungen informiert worden. Das solle "auf geringem Niveau" geschehen, erklärte der ZDF-Sportchef. OBS liefert seit 2001 für das Internationale Olympische Komitee das weltweite Fernsehbild, das alle Sender ausstrahlen. Bei den Sommerspielen in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer in den Stadien und Hallen zugelassen. Das IOC will deshalb mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln für Stimmung sorgen.

11:22 Uhr

Vermisster Gewichtheber muss nach Uganda zurück

Der Gewichtheber aus Uganda, der sich im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio abgesetzt hatte und am Dienstag in der Präfektur Mie aufgegriffen wurde, fliegt in sein Heimatland zurück. Das teilte die Botschaft des ostafrikanischen Landes mit. Der 20-jährige Julius Ssekitoleko müsse sich nun in Uganda Befragungen der Behörden stellen.

Nach Erkenntnissen der Polizei hatte sich Ssekitoleko ein Ticket für den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen gekauft und war noch am Tag seines Verschwindens am vergangenen Freitag nach Nagoya gefahren. Er hatte ein Mobiltelefon, aber keinen Ausweis bei sich. In Nagoya habe er einen Landsmann getroffen und sei mit diesem weitergereist. 40 Kilometer südlich von Nagoya wurde er dann von der Polizei aufgegriffen. Während der Befragung sei Ssekitoleko immer wieder in Tränen ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Er habe in Nagoya bleiben und dort Arbeit suchen wollen, das Leben in seinem Heimatland habe er als schwierig bezeichnet.

10:29 Uhr

Zäher Gehaltspoker mit FC Bayern: Goretzka-Seite ist "irritiert"

Neben Niklas Süle und Corentin Tolisso ist Leon Goretzka einer von drei Stars des FC Bayern München, deren Verträge im kommenden Sommer auslaufen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister will seinen Stammspieler unbedingt halten, doch nach Berichten der "Sport Bild" klafft eine riesige Lücke zwischen den Forderungen der Goretzka-Seite und dem FC Bayern.

Das Verhandlungsteam Goretzkas um den neu beauftragten und berüchtigten Spielerberater Thomas Kroth soll dem Bericht zufolge bis zu 20 Millionen Euro Jahresgehalt fordern. Von Vereinsseite soll es bisher lediglich Signale gegeben haben, Goretzka im Falle eines neuen Arbeitsvertrages mit zehn bis zwölf Millionen Euro jährlich zu entlohnen. Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung wurden vor der EM auf Eis gelegt und seither nicht wieder aufgenommen. Auch darüber soll die Goretzka-Seite laut "Sport Bild" zumindest "irritiert" sein, gehörte Goretzka vor allem in den letzten beiden Spielzeiten unter Hansi Flick doch zu den absoluten Leistungsträgern bei den Münchnern. Sollten sich die Parteien in der nächsten Zeit nicht auf einen zweiten Bayern-Vertrag für Goretzka einigen können, droht dem Rekordmeister ein ablösefreier Abgang im Sommer 2022.

Mehr über die Welt der Transfergerüchte und Vertragspoker lesen Sie bei sport.de.

09:51 Uhr

"Hätte auf den Tisch gehauen": Ex-Ruderer Hacker wettert gegen "Teebeutel"

Der frühere Weltmeister Marcel Hacker hat vor dem Beginn der Olympischen Spiele Kritik an den deutschen Ruderern geübt. "Bei der Leistungsbereitschaft in dieser Saison, von der ich gehört habe, hätte ich zu meinen Zeiten richtig auf den Tisch gehauen", sagte er der "Magdeburger Volksstimme": "Aber auch das gab es schon während meiner Laufbahn, dass Sportler Teebeutel gespielt haben: reinhängen und durchziehen lassen."

In Tokio ist Deutschland lediglich in sieben Bootsklassen vertreten, ein "Desaster" laut Hacker: "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Und ich lehne eine Vermutung auch ab. Aber das ist inakzeptabel", so der 44-Jährige, der 2000 in Sydney Bronze im Einer gewonnen hatte. Vor fünf Jahren bei den Spielen in Rio de Janeiro hatten sich noch zehn Boote qualifiziert. Dennoch sieht Hacker gute Medaillenchancen für das Team. "Der Männer-Einer holt knallhart eine Medaille, und ich gönne Oliver Zeidler Gold. Für den Frauen-Doppelvierer könnte es knapp reichen, für den Frauen-Doppelzweier und Männer-Doppelvierer wünsche ich mir, dass beide ins Finale kommen", sagte er: "Dem Deutschland-Achter wünsche ich eine Medaille, aber über die Farbe möchte ich nicht spekulieren."

09:20 Uhr

Erste Olympia-Ausfälle nach positiven Corona-Tests

Die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre und die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs verpassen als erste Sportlerinnen ihre Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tokio wegen positiver Corona-Tests. Zunächst hatte das Nationale Olympische Komitee Chiles zwei Tage vor der Eröffnungsfeier mitgeteilt, dass Aguirre bei der Ankunft positiv getestet worden war. Danach wurde bekannt, dass auch bei Jacobs im Olympischen Dorf das Virus nachgewiesen wurde.

Aguirre habe unterdessen keine Symptome und sei bei "guter Gesundheit", wie das chilenische NOK verlauten ließ. Die Sportlerin sei von den japanischen Behörden jedoch unter eine zehntägige Quarantäne gestellt worden, hieß es weiter. Daher könne Aguirre, die sich auf Social Media "am Boden zerstört und sehr traurig" zeigte, nicht an den Taekwondo-Wettbewerben teilnehmen. Auch ihr Trainer befindet sich in Isolation.

08:51 Uhr

Olympia-Kapitän Arnold "muss" mit Medaille zurückkommen

Kapitän Maximilian Arnold hat wenig Verständnis für die vielen Olympia-Absagen seiner Fußball-Kollegen. "Dass es nur 18 Spieler geworden sind, wirft international kein gutes Licht auf Deutschland. So ehrlich muss man sein", sagte der 27-Jährige der Sport Bild. DFB-Trainer Stefan Kuntz hätte 22 Spieler mit nach Tokio nehmen dürfen, vier Plätze blieben am Ende notgedrungen frei.

"Ich kann verstehen, dass die Vorbereitung in den Vereinen wichtig ist. Aber auf der anderen Seite kann ich es nicht so ganz nachvollziehen. Olympische Spiele erlebt man nur einmal", sagte Arnold. Die deutsche Mannschaft trifft am Donnerstag im ersten Gruppenspiel auf Brasilien (13.30 Uhr deutscher Zeit/ARD, Eurosport und im ntv.de-Liveticker). Weil der VfL Wolfsburg Arnold keine Steine in den Weg legte, war die größte Hürde die eigene Frau. "Ich musste mit ihr klären, wie sie die vier Wochen mit den Kindern allein hinbekommt", sagte Arnold: "Sie sagte mir, ich darf fahren, wenn es sich lohnt und ich mit einer Medaille nach Hause komme."

08:28 Uhr

Mihambo fühlt sich "nie unwohl" in kurzer Sportkleidung

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat keine Probleme mit ihrem Sport-Outfit und entscheidet sich bewusst für die kurzen Hosen. "Natürlich sind unsere Trikots knapper als die von Männern. Da könnte man sich fragen: Warum tragen die Männer nicht auch einfach ein bauchfreies Trikot?", sagte Mihambo. Sie könne sich beispielsweise ihre Hosenlänge aussuchen und könnte auch mit längeren Hosen springen. "Ich fühle mich aber so einfach frei in meiner Bewegung - und nie unwohl", sagte die 27-Jährige kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio.

Um das Outfit und mögliche Bekleidungsvorschriften für Sportlerinnen und Sportler gibt es immer wieder Debatten. Bei der EM in Basel hatten einige deutsche Turnerinnen einen Ganzkörperanzug getragen und damit ein Zeichen gesetzt gegen die Sexualisierung in ihrer Sportart. Vor den Olympischen Spielen 2012 in London waren im Beachvolleyball die Regeln geändert worden, wonach Frauen auch Shorts und Tops mit oder ohne Ärmel tragen dürfen.

07:56 Uhr

Besonderer Moment: Mick Schumacher im F1-Debütauto seines Vaters

Für viele Formel-1-Fans ein besonderer Moment: Knapp 30 Jahre nach dem Debüt von Michael Schumacher drehte Sohn Mick seine Runden in dem ersten F1-Auto seines Vaters. Nach dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone fuhr Schumacher im legendären Jordan 191 von 1991. Die Bilder postete Schumacher auf Twitter. Auch Sebastian Vettel stattete ihm einen Besuch ab. Der viermalige Weltmeister war auch an der Strecke, um mit seinem Aston Martin die Reifen für die kommende Saison zu testen.

07:26 Uhr

Olympisches Motto wird um ein Wort erweitert

"Schneller, Höher, Weiter" - so lautet seit Jahrzehnten das Motto der Olympischen Spiele. Die IOC erweitert den Spruch nun, um Solidarität zu zeigen. Dabei hagelt es massig Kritik an der Ausführung der Veranstaltung und speziell an IOC-Präsidenten Thomas Bach.

07:02 Uhr

Positiver Kokaintest: Für Springreiter Kermond ist Olympia schon vorbei

Für den australischen Springreiter Jamie Kermond sind die Olympischen Spiele nach einem positiven Kokaintest schon vor der Abreise nach Tokio beendet. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde Kermond vorübergehend gesperrt.

"Ihm ist es untersagt, an irgendeinem Event unter dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur teilzunehmen, während die Sperre in Kraft ist. Dazu zählen auch die Olympischen Spiele", teilte der Verband Equestrian Australia mit. Beim 36 Jahre alten Kermond, der unter anderem für sein Land bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen geritten war, sei am 26. Juni eine Dopingprobe positiv ausgefallen.

06:37 Uhr

Werder-Trainer nimmt Flutopfer bei sich auf

Der neue Werder-Bremen-Trainer Markus Anfang und seine Lebensgefährtin haben Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vorerst bei sich zu Hause aufgenommen. "Freunde von meiner Lebensgefährtin und mir hat es schon zum zweiten Mal schlimm erwischt. Ihr Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Sie wohnen erst mal bei uns in Köln, damit sie eine Unterkunft haben", sagte der 47-Jährige in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Anfang ist gebürtiger Kölner und lebt nach wie vor in der Stadt. In diesem Sommer wechselte der ehemalige FC-Trainer von Darmstadt 98 zum Bundesliga-Absteiger Werder.

05:57 Uhr

Erster Olympia-Wettkampf gestartet

Mit dem Softball-Spiel von Gastgeber Japan gegen Australien haben die sportlichen Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen von Tokio begonnen. Im Fukushima Azuma Baseball Stadium besiegten die Softballerinnen des Teams Nippon Australien am Mittwochmorgen souverän mit 8:1 und unterstrichen damit ihre Goldambitionen. Auch die Regierung der Präfektur hatte sich angesichts der wieder im Land steigenden Corona-Infektionen entschieden, wie in Tokio auf Zuschauer zu verzichten. In Fukushima gab es im März 2011 eine Atomkatastrophe in Folge eines Erdbebens und Tsunamis.

Bei Olympia wird in Fukushima neben Softball auch die Männer-Variante Baseball gespielt. Beide Sportarten feiern bei den Spielen von Tokio eine Rückkehr ins Programm. Von 1996 bis 2008 wurde Softball bei den Sommerspielen gespielt, Baseball war 1992 bis 2008 dabei.

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