Fußball

Dennoch "sehr gute Gespräche" Kahn macht klare Ansage für Goretzka

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Leon Goretzka ist noch bis 2022 an den FC Bayern gebunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Fall David Alaba ist der FC Bayern hart geblieben. Auch unter dem neuen Boss des Fußball-Rekordmeisters, Oliver Kahn, soll die rote Linie für Vertragsverhandlungen eingehalten werden. Die Gespräche mit den Stammspielern Leon Goretzka und Kingsley Coman stimmten dennoch positiv.

Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn glaubt an eine Zukunft der Stammspieler Leon Goretzka und Kingsley Coman beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. "Wir sind mit beiden Spielern in sehr, sehr guten Gesprächen, ich bin sehr optimistisch", sagte Kahn. Er stellte dabei aber auch klar, dass der Fußball-Rekordmeister nicht jeden Preis für seine Leistungsträger zahlen werde - von David Alaba hatte man sich deshalb getrennt.

"Wir haben ein großartiges Paket anzubieten, sie haben immer die Chance, bei uns große Titel zu gewinnen und eine Ära mitzuprägen", ergänzte Kahn, gab aber mit Blick auf den Fall Alaba zu bedenken: "Absolute Topspieler wollen dementsprechend bezahlt werden, da sind wir nicht naiv, das ist auch vollkommen in Ordnung. Bei uns gibt es eine Grenze, ganz klar definiert." Alaba hatte sich nach dem Scheitern seiner Verhandlungen mit dem FC Bayern dem spanischen Vizemeister Real Madrid angeschlossen.

Goretzka ist bis 2022, Coman bis 2023 an den FC Bayern gebunden. Beide seien "ganz, ganz wichtige Spieler, absolute Topspieler", sagte Kahn. Beide hatten zuletzt den Vertragspoker eröffnet und wollen die Gehaltslücke zu den Top-Verdienern Robert Lewandowski, Manuel Neuer, Thomas Müller und Leroy Sané verkleinern, wie es heißt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, wollte Goretzka seine Wertschätzung im Klub verdoppelt wissen.

"Total überzeugt von diesem Kader"

Demnach fordere der deutsche Nationalspieler rund sechs Millionen Euro mehr Gehalt. Zäh könnten gerade die Vertragsverhandlungen Goretzkas deshalb werden, weil er mittlerweile von Thomas Kroth vertreten wird. Der forderte die Münchner schon einmal bei den Verhandlungen mit Mannschaftskapitän Neuer heraus. Schon damals sollen Summen von bis zu 20 Millionen diskutiert worden sein.

"Man muss als Klub eine Philosophie haben und Entscheidungen treffen", sagte Kahn. Es gehe just in Zeiten der Corona-Krise darum, wirtschaftlich vernünftig zu bleiben. Die frühere Devise unter Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, dass der FC Bayern kein Verkäufer-Verein sein dürfe, müsse man vor allem wegen der Folgen von Corona womöglich neu bewerten. "Deswegen wäre ich vorsichtig, ob Maximen, die möglicherweise in der Vergangenheit mal gegolten haben, ewig Bestand haben", sagte Kahn.

Beim Thema weitere Zugänge gab sich der 52-jährige Kahn erneut zurückhaltend. Abwehrspieler Dayot Upamecano war für mehr als 40 Millionen Euro von RB Leipzig geholt worden - der Franzose steht zum Trainingsauftakt in dieser Woche bereit. "Wir sind total überzeugt von diesem Kader", sagte Kahn, auch höchste Ziele wie der Gewinn der Champions League seien mit den vorhandenen Spielern "absolut zu erreichen". Für die nächste Saison seien auf dem Transfermarkt keine großen Aktionen mehr nötig, meinte Kahn.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/sid

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