Mittwoch, 27. Januar 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau und Torben Siemer
22:35 Uhr

"360 Fußballklubs werden Finanzspritzen von rund sechs Milliarden Euro benötigen"

Präsident Andrea Agnelli vom italienischen Fußballmeister Juventus Turin rechnet mit einem Verlust für den europäischen Fußball durch die Corona-Pandemie von bis zu 8,5 Milliarden Euro. "Wenn ich mir die besten Informationen ansehe, die ich bisher hatte, sehen wir einen Umsatzverlust für die Branche in der Größenordnung von 6,5 bis 8,5 Milliarden Euro für die kombinierten zwei Jahre. Ungefähr 360 Klubs in der Branche werden Finanzspritzen für eine Summe von rund sechs Milliarden Euro benötigen", sagte Agnelli in seiner Funktion als Vorsitzender der Europäischen Clubvereinigung ECA.

21:57 Uhr

Ex-Nationalspieler stirbt nach Corona-Infektion

Der ehemalige iranische Fußball-Nationalspieler Mehrdad Minavand ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna starb der 45-Jährige im Laleh Krankenhaus in der Hauptstadt Teheran. Minavand, der zwischen 1998 und 2001 auch für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz spielte, galt als einer der besten Linksverteidiger der iranischen Fußballgeschichte. Auch Sturm Graz teilte am Abend den Tod seines früheren Profis mit.

Minavand bestritt 67 Länderspiele und nahm mit dem Iran auch an der WM 1998 in Frankreich - und am Gruppenspiel gegen Deutschland (0:2) - teil. Zuletzt war er in der 2. iranischen Liga als Co-Trainer tätig.

21:37 Uhr

Cacau wehrt sich nach Abschied vom DFB

Der ehemalige DFB-Integrationsbeauftragte Cacau hat Kritik an seinem Umgang mit dem Thema Rassismus wie im Fall Mesut Özil zurückgewiesen. "Ich habe immer meine Position bezogen und meine Meinung gesagt. Und diese habe ich auch stets zu 100 Prozent öffentlich vertreten, wenn sie meinem Arbeitsauftrag entsprach", sagte der frühere Nationalspieler bei Sport1.

Auch den Vorwurf, er habe das Thema Rassismus unterschätzt, lässt er nicht gelten. "Nein, auf gar keinen Fall! Ich bin in Brasilien unter schwierigen Umständen aufgewachsen, wurde diskriminiert und rassistisch beleidigt", erklärte er. "Doch ich habe mich immer durchgekämpft und bin nach Deutschland gekommen. Ich habe mir diesen Weg in meinem Stil und mit meiner Persönlichkeit erarbeitet." Der frühere Bundesligaspieler empfiehlt dem Verband aber auch: "Aus meiner Sicht sollte man sich zu gewissen Themen klarer positionieren."

20:53 Uhr

Tödliche Massenpanik während CL-Übertragung: Bürgermeisterin verurteilt

Turins Bürgermeisterin Chiara Appendino ist im Zusammenhang mit einer tödlichen Massenpanik bei der Open-Air-Übertragung des Champions-League-Endspiels im Jahr 2017 zu einer 18-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Vier weitere Angeklagte wurden mit dem gleichen Strafmaß belegt. Bei der Massenpanik am 3. Juni 2017 starben zwei Menschen. Mehr als 1.500 wurden verletzt. Insgesamt hatten sich dort 30.000 Menschen versammelt, um das Champions-League-Finale zwischen Juventus Turin und Real Madrid (1:4) zu sehen. Die Panik wurde wenige Minuten vor Ende der Partie durch eine Gruppe von Randalieren ausgelöst, die die Menschenmenge mit Pfefferspray besprüht hatte. Vier Mitglieder dieser Gruppe sind bereits wegen fahrlässiger Tötung zu Haftstrafen von zehn Jahren verurteilt worden.

Augenzeugen hatten über mangelnde Fluchtwege auf dem Platz geklagt. Außerdem habe die Stadt kein Glasflaschen-Verbot verhängt. Die meisten Fans verletzten sich im Gedränge an den Scherben von Flaschen, die illegal von fliegenden Straßenhändlern verkauft wurden.

20:34 Uhr

Darmstadt siegt endlich mal wieder

Mit dem ersten Sieg in diesem Jahr hat der SV Darmstadt 98 einen erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga gelandet. Dank eines Doppelpacks von Marvin Mehlem in der 36. und 48. Minute setzten sich die Hessen gegen den SV Sandhausen mit 2:1 (1:1) durch und beendeten damit ihre Negativserie von vier Niederlagen nacheinander.

Aleksandr Zhirov (1.) hatte die Gäste früh in Führung gebracht. Während die Lilien mit 21 Punkten vorerst auf Rang zwölf kletterten, bleibt Sandhausen mit 15 Zählern Vorletzter.

20:03 Uhr

"Optimistisch": Uefa plant die EM weiter in zwölf Ländern

Die Europäische Fußball-Union Uefa hält an ihren Plänen für eine Europameisterschaft in zwölf Ländern fest. Das teilte der Dachverband heute nach einem Treffen mit den zwölf gastgebenden Nationalverbänden mit. Die Uefa fühle sich verpflichtet, das Turnier wie geplant in zwölf Städten auszutragen, sagte Verbandschef Aleksander Ceferin. Er sei "optimistisch", dass sich die Pandemie-Lage ändere. In der Frage, ob Zuschauer in den Stadien zugelassen werden, habe man vereinbart, den Zeitpunkt für eine Entscheidung auf Anfang April zu verschieben. Ursprünglich wollte die Uefa bereits am 5. März erste Antworten in der Fan-Frage geben.

Nach Informationen von RTL/ntv werkelt die Uefa jedoch bereits fleißig an alternativen Szenarien.

19:51 Uhr

Duisburg setzt Lettieri nach zwei Monaten vor die Tür

Fußball-Drittligist MSV Duisburg hat auf die anhaltende sportliche Misere reagiert und sich nach nur knapp über zwei Monaten von Trainer Gino Lettieri getrennt. Das teilten die Meidericher, einen Tag nach dem 1:3 beim FSV Zwickau, mit. Der MSV sei mit potenziellen Nachfolgern bereits in Gesprächen. Interimsweise übernimmt Uwe Schubert als Cheftrainer.

Der 54 Jahre alte Lettieri war nach fünf Jahren Mitte November zum MSV zurückgekehrt, konnte die sportliche Wende jedoch nicht einleiten. Mit mageren 18 Punkten befindet sich der frühere Bundesligist als Vorletzter mittendrin im Abstiegskampf. Vier der letzten fünf Ligaspiele verlor der MSV.

19:16 Uhr

Huntelaar lässt Schalke noch länger warten

Das Comeback von Klaas-Jan Huntelaar beim FC Schalke könnte sich weiter verzögern. Der 37 Jahre alte Torjäger, den der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga in der Vorwoche von Ajax Amsterdam zurückgeholt hatte, nahm heute nur in den ersten 15 Minuten am Mannschaftstraining teil. Aufgrund von Wadenproblemen hatte der Niederländer bereits die Spiele seines Teams gegen Köln (1:2) und Bayern München (0:4) verpasst.

Dagegen kann Trainer Christian Gross für die Partie am Samstag (15.30 Uhr) bei Werder Bremen wieder mit Sead Kolasinac planen. Der vom FC Arsenal ausgeliehene Abwehrspieler hat seine Oberschenkelverletzung offenbar überwunden und überstand das Training ohne erkennbare Probleme. Ebenfalls dabei war der dritte Neuzugang William, den der FC Schalke bis zum Saisonende auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg verpflichtet hat.

18:41 Uhr

DHB-Vorstand berichtet von Hassmails

Das historisch schlechte WM-Ergebnis der deutschen Handballer hat DHB-Sportvorstand Axel Kromer unangenehme Post beschert. "Ich habe während dieser WM wieder mehrere Hassmails bekommen und Rücktrittsforderungen, weil die Mannschaft das von mir vorgegebene Ziel Viertelfinale verpasst hat", berichtete Kromer in den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung".

18:18 Uhr

Segler Herrmann: Das wird auf den letzten Seemeilen wichtig

Boris Herrmanns Schlussspurt um eine Topplatzierung bei der Vendee Globe wird sich aller Voraussicht nach bis in die Nacht erstrecken. Die Veranstalter erwarten den 39 Jahre alten Hamburger nicht vor Mitternacht im Ziel vor Les Sables-d'Olonne/Frankreich. Der 39-Jährige belegte am Nachmittag den dritten Rang hinter den Franzosen Charlie Dalin und Louis Burton, die noch vor Herrmann die Küste erreichen könnten. Dalin wird aktuell als Erster frühestens gegen 20 Uhr erwartet - ob er die Regatta um die Welt gewinnt, wird dann jedoch aufgrund von anzurechnenden Zeitbonifikationen zunächst unklar bleiben.

Sowohl dem ersten deutschen Starter Herrmann als auch dem aktuell fünftplatzierten Franzosen Yannick Bestaven wird beim Überqueren der Ziellinie Zeit für die Rettungsaktion ihres Kollegen Kevin Escoffier gutgeschrieben. Herrmann könnte mit einer Bonifikation von sechs Stunden Dalin und dem Zweitplatzierten Louis Burton noch gefährlich werden. Dass kurz vor dem Ziel fünf Segler so dicht beisammen sind und noch um das Podium streiten, hat es seit der ersten Austragung 1989 nicht gegeben.

17:52 Uhr

Biathlon-EM beginnt unerfreulich aus deutscher Sicht

Für Marion Deigentesch und Franziska Hildebrand verlief der Auftakt der Biathlon-Europameisterschaften im polnischen Duszniki Zdroj enttäuschend. Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Hildebrand belegte im Einzel über 15 Kilometern mit zwei Schießfehlern nur Rang 16. Deigentesch, die zuletzt im Weltcup in Antholz als Elfte im Einzel überzeugt hatte, musste sich nach drei Fehlern mit dem 20. Platz begnügen.

Beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) war Stefanie Scherer (1), die 24-Jährige kam auf Platz sieben. Europameisterin wurde die Polin Monika Hojnisz-Starega, die in ihrer Karriere bereits zweimal im Weltcup auf dem Podium stand.

17:19 Uhr

Zwei russische Profis dürfen nie wieder Tennis spielen

Zwei russische Tennisspielerinnen sind wegen des Verdachts auf Wettbetrug und Manipulation lebenslang gesperrt worden. Das teilte die "International Tennis Integrity Agency (ITIA)" mit. Sofia Dmitrjewa soll demnach bei insgesamt sechs Matches an Manipulation beteiligt gewesen sein. Alija Merdejewa wurden zwei Vergehen zur Last gelegt. Bei zwei der Partien sollen Dmitrjewa und Merdejewa als Doppelspielerinnen beteiligt gewesen sein. Weitere Details nannte die ITIA nicht.

16:52 Uhr

Kauczinski darf das Krankenhaus verlassen

Aufatmen beim Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden: Der zuletzt gesundheitlich angeschlagene Trainer Markus Kauczinski kehrt morgen auf den Trainingsplatz zurück. Der 50-Jährige konnte das Universitätsklinikum in Dresden heute nach umfangreichen Untersuchungen verlassen und erhielt für die Trainingsarbeit die Erlaubnis der behandelnden Ärzte.

Kauczinski hatte am Montagmorgen über Unwohlsein und Übelkeit geklagt und sich für eingehendere Untersuchungen ins Krankenhaus begeben. Ohne Kauczinski kassierte Dynamo gestern einen Rückschlag im Aufstiegsrennen. Der Absteiger unterlag in Unterzahl 0:1 (0:0) bei Waldhof Mannheim, ist aber weiter Tabellenführer der 3. Liga.

16:14 Uhr

Schalke-Trainer weiß angeblich nicht, wie seine Spieler heißen

Bislang konnte auch Christian Gross das Ruder beim FC Schalke 04 nicht rumreißen. In fünf Spielen unter dem neuen Trainer konnten die Königsblauen bei vier Niederlagen nur einen Sieg einfahren. Innerhalb des Teams wachsen angeblich die Zweifel am Trainer. Laut "Sport Bild" sieht die Mannschaft bei Gross ein entscheidendes Problem: Der Trainer kenne sich in der Bundesliga zu wenig aus. So soll der 66-Jährige zum Beispiel viele Spieler nicht kennen und bei Gegner-Analysen häufig nach Namen fragen müssen.

Auch mannschaftsintern hat es Gross wohl noch nicht geschafft, sich alle Namen zu merken. Dem Bericht zufolge verwechselt der Schweizer seine Spieler, nennt sie nicht beim richtigen Namen oder spricht sie in der falschen Sprache an. Eine Tatsache, die intern für Diskussionen sorge.

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15:48 Uhr

Mies bezeichnet Quarantäne-Ungleichheit als "Riesennachteil"

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Krawietz und Mies.

(Foto: imago images/Paul Zimmer)

Der zweimalige French-Open-Doppelsieger Andreas Mies hat die unterschiedlichen Bedingungen der Tennisspieler bei den Australian Open bemängelt. "Es ist schon ein erheblicher Nachteil. Alle Spieler, die in einer 14-tägigen Quarantäne sind, werden natürlich ziemlich aus dem Rhythmus gebracht sein", sagte der 30 Jahre alte Kölner der Sportschau. "Sie schlagen nicht einen einzigen Ball und können sich nicht richtig bewegen", begründete er den "Riesennachteil".

Weil es auf einigen Charterflügen nach Australien positive Fälle auf das Coronavirus gegeben hatte, befinden sich aktuell 72 Profis und Betreuer noch bis Ende Januar in Quarantäne und dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen. Dazu zählt auch Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber. Die übrigen Profis wie Mies und sein Doppelpartner Kevin Krawietz dürfen für fünf Stunden am Tag trainieren.

15:15 Uhr

Kagawa findet einen Weg aus der Arbeitslosigkeit

Der frühere Dortmunder Fußballprofi Shinji Kagawa wechselt zum griechischen Fußball-Erstligisten PAOK Saloniki. Das teilte der größte Verein der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki auf seiner Homepage mit. Der Vertrag beim Meister von 2019 läuft bis Sommer 2022. PAOK ist zurzeit mit 38 Punkten Dritter in der griechischen Superliga, zehn Punkte hinter Spitzenreiter Olympiakos Piräus. Kagawa hatte zuletzt für den spanischen Verein Real Saragossa gespielt. Er war aber seit Oktober 2020 vereinslos.

14:41 Uhr

"Einer der klügsten Köpfe": Reaktionen auf Tuchel-Verpflichtung

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(Foto: REUTERS)

Die Verpflichtung von Thomas Tuchel als Chelsea-Trainer hat in der britischen Presse überwiegend positive Reaktionen hervorgerufen. Der 47-Jährige "könnte absolut der richtige Mann sein, um Chelseas Position als Premier-League-Macht neben Liverpool und Manchester City wiederherzustellen", schrieb die "Daily Mail".

  • Der "Telegraph" lobte, die Londoner hätten "einen der klügsten Köpfe" des Fußballs verpflichtet.
  • "The Athletic" nannte Tuchel ein "taktisches Chamäleon", von dessen Stil die deutschen Chelsea-Profis Timo Werner und Kai Havertz profitieren könnten.
  • Der "Guardian" aber warnt: Dass er bei den Blues die beliebte Clubikone Frank Lampard ersetzt, berge ein Risiko. "Man kann schon hören, wie die Messer geschärft werden", schrieb die Zeitung. "Lampards Freunde in den Medien stören sich bereits an der Anwesenheit dieses Außenseiters, der schon vorher einige Leute verärgert hat und von dem sie bald Konflikte und Fehlentscheidungen erwarten."
14:18 Uhr

DFB terminiert vier Drittliga-Spiele neu

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in der 3. Liga vier Nachholspiele neu angesetzt. Nachdem das Heimspiel von Dynamo Dresden gegen den SV Wehen Wiesbaden wegen einer Corona-Infektion von Trainer Markus Kauczinski kurzfristig ausfallen musste, wird die Partie nun am 10. Februar (19.00 Uhr/MagentaSport) ausgetragen. Das teilte der DFB mit.

Zudem wurden weitere drei Spiele terminiert, darunter zwei Auswärtsspiele des FSV Zwickau. Die Westsachsen treten am 10. Februar (19.00 Uhr) beim FC Bayern München II an und reisen am 17. Februar (19.00 Uhr) zum 1. FC Saarbrücken. Das Hanseaten-Duell VfB Lübeck gegen den FC Hansa Rostock findet am 9. Februar (19.00 Uhr) statt.

13:17 Uhr

"Großartig": Jungstar Ödegaard wechselt zum FC Arsenal

Der norwegische Fußball-Jungstar Martin Ödegaard wechselt auf Leihbasis zum FC Arsenal in die englische Premier League. Wie die Gunners mitteilten, kommt der Offensivspieler bis zum Saisonende von Real Madrid. Bei den Königlichen kam der 22-Jährige in dieser Spielzeit bislang nur siebenmal in der Liga zum Einsatz.

  • "Es ist großartig, dass wir Martin bis zum Ende der Saison an uns binden konnten", sagte Arsenal-Teammanager Mikel Arteta: "Martin ist ein Spieler, den wir alle sehr gut kennen, und obwohl er noch jung ist, hat er schon eine Weile auf höchstem Niveau gespielt. Mit Martin bekommen wir eine weitere hochwertige Offensivoption."
  • Ödegaard hatte bereits als 15-Jähriger in der ersten Liga in seiner Heimat bei Strömsgodset IF debütiert. Im Januar 2015 verpflichteten die Königlichen den norwegischen Nationalspieler, dem der Durchbruch in Madrid bislang nicht gelang.
  • Über Leihgeschäfte sammelte Ödegaard bereits in den vergangenen Jahren beim SC Heerenveen, Vitesse Arnheim und Real Sociedad aus San Sebastian Spielpraxis.
12:48 Uhr

Hertha baggert an Ex-Spieler als Nachfolger für Preetz

Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic vor dem Spiel. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Holt Hertha noch einen alten Bekannten zurück?

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Fredi Bobic vom kommenden Gegner Eintracht Frankfurt soll bei Hertha BSC einem Medienbericht zufolge weit oben auf der Kandidatenliste für die Nachfolge von Michael Preetz stehen, meldet die "Sport Bild". Die Verantwortlichen des Berliner Fußball-Bundesligisten hätten sich auf "einige Kandidaten" festgelegt. Nun würden Gespräche anstehen.

  • Hertha hatte sich am Sonntag von Trainer Bruno Labbadia und auch Manager Preetz getrennt. Die Aufgaben des ehemaligen Sport-Geschäftsführers übernimmt bis zum Ende dieser Saison Sportdirektor Arne Friedrich, als neuen Trainer holten die Hauptstädter Pal Dardai zurück.
  • An diesem Samstag muss Hertha bei den stark aufgelegten Frankfurtern antreten.
  • Der 49 Jahre alte Bobic arbeitet seit Juni 2016 als Sport-Vorstand bei der Eintracht. Sein Vertrag ist bis Ende Juni 2023 gültig. Aktuell spielt Eintracht um die internationalen Ränge in der Bundesliga, Hertha als Tabellen-14. gegen den Abstieg.
  • Neben seinen Verdiensten in Frankfurt soll auch Bobic' Hertha-Vergangenheit eine Rolle spielen. In seiner Spieler-Karriere stand er von Mitte 2003 bis Mitte 2005 beim Hauptstadtklub unter Vertrag.
12:02 Uhr

Max Meyer kehrt in die Bundesliga zurück

In der Premier League nicht mehr gebraucht, dafür aber im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga: Max Meyer kommt zurück nach Deutschland. Er wechselt zum 1. FC Köln, einen entsprechenden Bericht des "Express" bestätigt nun der Klub.

  • Der 25-Jährige hatte seinen Vertrag bei Crystal Palace kürzlich aufgelöst. Der Vertrag in Köln läuft bis zum Saisonende.
  • Schon am Sonntag gegen Arminia Bielefeld könnte er sein Debüt feiern.
  • In Köln hofft Meyer offenbar, wieder mehr in den Blickpunkt der Klubs zu rücken und womöglich das Interesse zu wecken. In der Bundesliga startete Meyer einst seine Karriere - beim FC Schalke 04. Dann wechselte er 2018 nach England, weil er sich einen Karriereschub erhoffte, der allerdings nicht eintrat.
11:49 Uhr

Max fürchtet Ruf der Branche: Embolo hat ein "schlechtes Bild produziert"

Fußball-Nationalspieler Philipp Max hat das Verhalten von Borussia Mönchengladbachs Profi Breel Embolo kritisiert und befürchtet dadurch einen schlechten Ruf für die Branche. "Ich kann alle Leute verstehen, die in diesem Fall mit dem Kopf schütteln. Das mache ich selbst", sagte der Eindhoven-Profi bei Sport1.

  • "In der aktuellen Situation war diese Aktion komplett unpassend und unangebracht. Jeder wartet nur auf solche Fehler, und durch solche Aktionen wird ein schlechtes Bild produziert", meinte Max.
  • Embolo hatte gegen Corona-Auflagen verstoßen und sei nach Angaben der Polizei von einer nächtlichen Party in Essen über ein Hausdach geflohen. Embolo bestreitet diese Version. Er habe einen Freund in seiner Wohnung besucht und Basketball im TV geschaut. Von seinem Klub hat er eine "empfindliche" Geldstrafe erhalten.
  • "Die 95 Prozent der Jungs, die wirklich drauf achten, müssen sich solchen Diskussionen hingeben. Wenn wir zusammenstehen, auf gewisse Sachen achten und jeder selbst die Regeln einhält, dann hätten wir eine gute Möglichkeit, die Corona-Krise unbeschadet durchzustehen", sagte Max.
10:53 Uhr

"Bin wie ein Kind an Weihnachten": Gelingt Herrmann der ganz große Segel-Coup?

Segler Boris Herrmann besitzt Stunden vor der Entscheidung der Vendeé Globe noch immer Chancen auf den Sieg. Der 39-Jährige belegt aktuell den dritten Rang hinter den Franzosen Charlie Dalin und Louis Burton, die heute Abend noch vor dem Hamburger den Zielhafen Les Sables-d'Olonne erreichen könnten.

  • Herrmanns größter Konkurrent um den Triumph ist aufgrund von Zeitbonifikationen aber wohl deren Landsmann Yannick Bestaven, aktuell Fünfter. Sowohl dem ersten deutschen Starter bei der wohl härtesten Regatta der Welt als auch Bestaven wird beim Erreichen des Zielhafens an der französischen Atlantikküste Zeit für die Rettungsaktion ihres Kollegen Kevin Escoffier gutgeschrieben.
  • Herrmann könnte mit einer Bonifikation von sechs Stunden Dalin und Burton hinter sich lassen. Ob das auch für den immer näher kommenden Bestaven gilt, der 10:15 Stunden erhält, ist aber zunehmend fraglich.
  • "Es ist aufregender als ich es will oder brauche", sagte Herrmann: "Ich bin wie ein Kind an Weihnachten. Ich weiß nicht, ob ich jemals so aufgeregt gewesen bin."
10:30 Uhr

Struff spricht über Corona-Schock bei Australian Open

Die Australian Open sollen das Tennis-Jahr 2021 einläuten. Doch schon bei der Ankunft der Sportler in Down Under schlägt die Corona-Pandemie mit Wucht zu. Dutzende Spieler müssen in Quarantäne. Der Deutsche Jan-Lennard Struff spricht über die Auswirkungen.

09:47 Uhr

"Außergewöhnlicher Trainer": Guardiola freut sich auf Tuchel

Teammanager Pep Guardiola von Manchester City freut sich auf das Wiedersehen mit Thomas Tuchel in der englischen Fußball-Premier-League. "Er ist ein außergewöhnlicher Trainer. Ich bin sicher, dass er Erfolg haben wird. Ich bin froh, ihn hier in diesem Land zu sehen", sagte der Katalane.

  • Guardiola, der von 2013 bis 2016 Trainer von Bayern München war, hatte in der Bundesliga oft gegen Tuchel gespielt. Jener betreute zunächst den FSV Mainz 05 und danach in Guardiolas letzter Bayern-Saison 2015/2016 Borussia Dortmund.
  • "Als ich mit Bayern München gegen ihn in Mainz und in Dortmund gespielt habe, hat er einen unglaublichen Job gemacht", lobte Guardiola: "Wie Dortmund gespielt hat, war hervorragend. Wir haben hart gekämpft, um dort die Meisterschaft zu holen." Damals führte Tuchel den BVB mit zehn Punkten Rückstand auf den FC Bayern auf Rang zwei. Danach holte er 2017 mit Dortmund den DFB-Pokal.
09:33 Uhr

Erster Olympiatest wird offenbar verlegt

Laut Medienberichten kann der erste in diesem Jahr geplante Testwettkampf für die Olympischen Sommerspiele in Tokio nicht stattfinden. Das Event der Synchronschwimmer im Aquatics Center (4. bis 7. März) soll wegen der aktuellen Reisebeschränkungen abgesagt werden.

  • Eigentlich war vorgesehen, dass zehn Nationen an dem Wettbewerb teilnehmen, der auch zur Qualifikation für Tokio dienen soll. Japanische Medien berichten, dass der Nachholtermin möglichst im April oder Mai liegen soll.
  • Der Schwimm-Weltverband Fina, der japanische Schwimm-Verband JSAF und das Tokio-OK haben die Verschiebung noch nicht bestätigt. In Japan herrschen derzeit starke Einreisebeschränkungen, Tokio und weitere Regionen des Landes befinden sich mindestens bis zum 7. Februar im Ausnahmezustand.
  • IOC-Präsident Thomas Bach hatte zuletzt betont, dass das Internationale Olympische Komitee unbeirrt an der Austragung in Tokio festhalte. Auch Gastgeber Japan beteuerte seinen weiteren Willen zur Ausrichtung der Spiele 2020.
08:56 Uhr

Löw will wohl Bayern-Talent Musiala nominieren

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Musiala überzeugt beim FC Bayern.

(Foto: Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool)

Jamal Musiala sieht seine Zukunft in den englischen Nationalmannschaften. Das erklärte Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften beim DFB im November gegenüber der "Süddeutschen Zeitung." Sein Fazit: "Diese Meinung akzeptieren wir und wünschen ihm alles Gute für seinen sportlichen Weg." Nun aber will sich einer offenbar nicht dran halten: Bundestrainer Joachim Löw.

  • Im März will dieser Musiala für die A-Nationalmannschaft nominieren, berichtet die "Sport Bild".
  • Musiala, gebürtiger Stuttgarter und Sohn einer Deutschen, war im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach England gezogen. Dort spielte der Offensivakteur zunächst im Nachwuchsbereich des FC Southampton und dann mehr als acht Jahre lang beim FC Chelsea. Seit Sommer 2019 ist er beim FC Bayern. Dort hat er sich aus den Jugendteams hochgearbeitet: Inzwischen steht der Youngster bei 21 Einsätzen und drei Treffern im Münchner Star-Ensemble und gilt vereinsintern als absolutes Top-Talent mit großer Zukunft.
  • Im Junioren-Auswahlbereich war Musiala nach zwei Einsätzen für Deutschlands U16 zum englischen Verband "gewechselt". Dort spielte er für die U16, U17 und U21.
08:17 Uhr

FC Barcelona schielt auf Nationaltorwart

Handball-Nationaltorhüter Johannes Bitter hat sich trotz der enttäuschenden WM in den Fokus des spanischen Meisters FC Barcelona gespielt. Das berichtet die Sport Bild. "Ja, es gibt einige interessante Anfragen, und ich werde nach der WM entscheiden, was ich mache", sagte der Schlussmann des Bundesligisten TVB Stuttgart dem Blatt.

  • Ursprünglich wäre auch ein Karriereende des 38-Jährigen, der seit 2016 für die Schwaben aktiv ist, denkbar gewesen. Dies schließt der Weltmeister von 2007 nun aus: "Ich werde definitiv noch weiterspielen."
  • Für einen Abgang Bitters nach Spanien spricht die Tatsache, dass Barcelonas Torwart Kevin Möller im Sommer zur SG Flensburg-Handewitt wechseln wird, wo er bereits bis 2018 gespielt hatte.
  • Bitter hatte die ernüchternde Weltmeisterschaft in Ägypten mit dem Nationalteam am Montag als Zwölfter beendet, für seine persönlichen Leistungen war er jedoch gelobt worden.
07:57 Uhr

Schalker Hoppe begeistert US-Nationalcoach

Der Schalker Shootingstar Matthew Hoppe begeistert auch den US-amerikanischen Nationaltrainer Gregg Berhalter. "Es ist großartig, ihn spielen zu sehen, das macht wirklich Spaß", sagte Berhalter dem Fachblatt "Soccer America" und stellte dem 19-Jährigen sein Debüt in Aussicht: "Wenn er so weitermacht, wird er sicher seine Chance in der Nationalmannschaft bekommen."

  • Der frühere Profi von Energie Cottbus und 1860 München berichtete im SID-Gespräch, er schaue "jedes Bundesligaspiel an" - nicht nur von S04 und Hoppe. Im deutschen Oberhaus haben in der laufenden Saison bereits sieben US-Profis Spiele bestritten. "Deutschland ist ein gutes Land für junge amerikanische Spieler. Und ich glaube, ein neuer kommt ganz schnell", sagte Berhalter.
  • Warum seine Jungs so gut zur Bundesliga passen? "Wir wollen immer mehr, und das ist auch die deutsche Mentalität", sagte Berhalter. Zudem brächten die Talente eine gute Athletik und Technik mit, fänden sich so schnell zurecht.
07:30 Uhr

Quarterback Rodgers relativiert Aussagen zur "unsicheren" Zukunft

Quarterback Aaron Rodgers kann die Aufregung um seine Kommentare nach dem verpassten Einzug in den Super Bowl nicht nachvollziehen. Der Football-Profi hatte nach der Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers am Sonntag gesagt, seine Zukunft bei den Green Bay Packers sei, wie die vieler Mitspieler, "unsicher".

  • In der "The Pat McAfee Sho" sagte der 37-Jährige dazu: "Ich habe nichts gesagt, was ich nicht schon davor gesagt habe."
  • Im American-Football-Geschäft sei nichts wirklich sicher, trotz geltender Verträge. "Ich denke nicht, dass es einen Grund gibt, weswegen ich nicht zurückkommen sollte."
  • Nach US-Medienberichten hatte sich Packers-Geschäftsführer Mark Murphy zuvor auch deutlich für einen Verbleib Rodgers' ausgesprochen. "Er wird der MVP (wertvollster Spieler, Anm.) der Liga sein, hatte wohl das beste Jahr seiner Karriere überhaupt, er ist unser unumstrittener Anführer und wir sind keine Idioten", sagte Murphy demnach schon am Montag.
06:42 Uhr

Lineker: "Ich denke, dass Klopp ein schlechter Verlierer ist"

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Klopp zeigt seine Emotionen jedenfalls deutlich.

(Foto: imago images/Action Plus)

Der TV-Experte und ehemalige englische Nationalspieler Gary Lineker hat Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool als schlechten Verlierer bezeichnet. "Ich denke, dass Jürgen Klopp ein schlechter Verlierer ist - das wird er sicher auch nicht bestreiten", sagte der 60-Jährige in einem Interview der "Sport Bild".

"Ich kann ihn aber verstehen. Denn zeige mir jemanden, der gern verliert, und ich zeige dir einen Verlierer!", sagte Lineker. Klopp sei, wie viele Trainer, direkt nach Spielen oft zu emotional und nehme alles um sich herum zu wichtig. "Aber es stimmt: Jürgen kann ein wenig miesepetrig und mürrisch werden, wenn er verliert. Doch so ist er halt."

05:57 Uhr

Wegen Gotteslästerung: Bufffon droht Disziplinarverfahren

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(Foto: REUTERS)

Torhüter-Urgestein Gianluigi Buffon vom italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin muss sich wegen Gotteslästerung vor einem Gericht verantworten. Die Äußerung sei beim 4:0-Auswärtssieg der "Bianconeri" gegen Parma Calcio am 19. Dezember gefallen, hieß es in der Mitteilung des italienischen Fußball-Verbandes Figc. Gegen den 42-Jährigen laufe deshalb ein Disziplinarverfahren.

  • In dem Vorwurf heißt es, Buffon habe etwa um die 80. Spielminute etwas zu seinem Teamkollegen Manolo Portanova gesagt, als die blasphemische Äußerung fiel.
  • Buffon wäre nicht der erste Profi-Kicker in der Serie A, der eine Strafe für Blasphemie bekäme. Mitte Dezember wurde auch Bryan Cristante von AS Rom dabei erwischt und wurde für ein Spiel gesperrt. Damals hatte das Sportgericht der Liga Fernsehbilder überprüft und die Tat zweifelsfrei festgestellt.