Formel1

Neffe des Rekordweltmeisters Ein Schumacher startet in der virtuellen F1

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David Schumacher stieg zu dieser Saison in die Formel 3 auf.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

David Schumacher fordert Charles Leclerc heraus: allerdings nicht auf der echten Rennstrecke, sondern beim virtuellen Grand Prix der Formel 1. Am Sonntag tritt der Sohn des Ex-F1-Siegers Ralf und Neffe von Rekordweltmeister Michael für Racing Point an.

Acht Jahre nach Michael Schumachers letzter Fahrt in Brasilien 2012 tritt wieder ein Schumacher bei einem Formel-1-Rennen an - wenn auch nur bei einem virtuellen. David Schumacher steigt beim F1 Esports Virtual Grand Prix am Sonntag (ab 19 Uhr im Livestream bei ntv.de) für Racing Point in den Simulator. Gefahren wird dort, wo der Rekordweltmeister zuletzt im Einsatz war: auf dem animierten Kurs von São Paulo in Brasilien.

Der 18-jährige Sohn von Ralf Schumacher schnuppert damit zum ersten Mal so etwas wie Formel-1-Luft. Schumacher fährt seit diesem Jahr in der Formel 3. Die Nachwuchsserie steht wegen der Corona-Pandemie momentan aber genauso still wie die Motorsport-Königsklasse.

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Formel 1 statt Formel 3 heißt es am Wochenende für David Schumacher - zumindest virtuell.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Schumacher hatte schon vergangene Woche in einem Skype-Interview mit RTL gesagt, dass ihm die virtuelle Formel 1 Spaß mache. "Wenn mich jemand fragt - ich würde mitmachen." RTL-Kommentator Heiko Wasser nutzte daraufhin seine Kontakte zu Racing Point. Und tatsächlich: Der Rennstall, der im kommenden Jahr Aston Martin heißen wird, gibt Schumacher am Sonntag die Chance, sich im Sim-Racing gegen etablierte F1-Piloten zu behaupten: "Dadurch, dass sehr viele Formel-1-Fahrer wie Lando Norris, Charles Leclerc und viele andere mitfahren, ist es eine große Herausforderung. Ich freue mich drauf und es wird bestimmt lustig, sich mit denen zu batteln."

Auch Wasser fiebert der zumindest virtuellen Rückkehr eines Schumachers in die Königsklasse entgegen: "Ich habe alle Weltmeisterschaften von Michael kommentiert, alle seine Siege und natürlich auch alle Triumphe von Ralf. Jetzt freue ich mich riesig, mit David den nächsten Schumacher in der Formel 1 kommentieren zu dürfen, auch wenn es nur die virtuelle F1 ist."

São Paulo statt Zandvoort

Es mache ohnehin "einen Riesenspaß", die F1-Zockerei mit Leclerc und Co. zu begleiten. "Wenn jetzt auch noch ein neuer Schumacher mitfährt, umso besser." Wasser wird den virtuellen Grand Prix in Interlagos am Sonntag gemeinsam mit Florian König aus Köln kommentieren.

Die virtuelle F1 im Livestream

Wir übertragen den F1 Virtual Grand Prix in Brasilien am Wochenende ab 19 Uhr im Livestream auf unseren Portalen RTL.de, ntv.de und sport.de. Heiko Wasser und Florian König kommentieren, zudem sind Schalten zu F1-Experten geplant.

König ist zuversichtlich, dass der junge Schumacher bei dem Computer-Rennen eine gute Figur macht. "David gehört zur Simulator-Generation und ist ein talentierter Nachwuchsfahrer - ich wäre nicht überrascht, wenn er sich gut schlägt", so unser F1-Moderator: "Er ist ein pfiffiger, lockerer Typ - er wird selbst großen Spaß haben und uns sicher viel Freude bereiten."

Eigentlich hätte die Formel 1 am Wochenende mit dem Großen Preis der Niederlande ihr Zandvoort-Comeback gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Rennen in den Nordsee-Dünen aber genauso wie die ersten zehn Grands Prix der Saison abgesagt oder verschoben. Stattdessen fährt die Formel 1 virtuell weiter. Weil es die Zandvoort-Piste in der Rennsimulation "F1 2019" aber nicht gibt, hatten die Fans in einem Online-Voting das Wort: Sie stimmten als Ausweichstrecke für Interlagos.

Quelle: ntv.de, tsi/rtl.de