Formel1

Österreich macht Hoffnung Formel 1 peilt Geisterstart im Juli an

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Bisher rollten die F1-Autos nur bei den Tests in Barcelona aus der Garage.

(Foto: imago images/HochZwei)

Bisher reiht sich auch in der Formel 1 eine Absage an die nächste. Doch die ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Österreich machen der Rennserie Hoffnung. Anfang Juli soll die Saison in der Steiermark starten - dann könnten zwei Rennen auf einer Traditionsstrecke folgen.

Die Formel 1 steuert nach der Corona-Zwangspause einen Saisonstart ohne Zuschauer in Österreich an. Auf das Rennen in Spielberg am 5. Juli könnten dann zwei WM-Läufe vor leeren Rängen in Silverstone folgen, berichtet die BBC unter Berufung auf einen vorläufigen Plan der Rennserie. Die Formel-1-Spitzen hatten am Donnerstag in einer Video-Schalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten, Beschlüsse aber zunächst vertagt. Österreich war auch im ursprünglichen Rennkalender für den 5. Juli als Gastgeber eingeplant.

Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler hatte zuletzt gesagt, dass die Regierung einem Geisterrennen "zumindest nicht im Wege stehe". Auch die Formel-1-Verantwortlichen von Red Bull halten eine Veranstaltung ohne Zuschauer auf dem hauseigenen Kurs in der Steiermark für machbar, sofern es bis dahin die Beschränkungen in der Corona-Pandemie zulassen. Die ersten neun Saisonläufe der Königsklasse bis Mitte Juni wurden abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Formel 1 hofft in ihrer 70. Saison dennoch, mit einem umgebauten Kalender noch bis zu 18 Rennen in diesem Jahr fahren zu können.

Die Option, auf einer Strecke mehrere Grands Prix auszutragen, kam bereits vor einigen Wochen auf. Dabei geht es vor allem darum, die komplizierte Logistik der Rennserie zu entlasten. Da ein Großteil der Teams seinen Hauptsitz in England hat, wäre die Anreise die kürzestmögliche. Auf dem Kurs im britischen Silverstone, auf dem im Jahr 1950 das erste Formel-1-Rennen ausgetragen wurde, gibt es zudem mehrere Streckenvarianten.

Noch kein Ergebnis gab es beim Online-Treffen der Bosse auch in der Debatte um eine weitere Reduzierung der für 2021 beschlossenen Budgetgrenze. Einig sind sich die Teams zwar darin, statt rund 161 Millionen Euro pro Jahr künftig nur 138 Millionen als Ausgabenlimit anstreben zu wollen. Doch vor allem kleinere Rennställe drängen auf eine noch niedrigere Summe. Im Raum stehe nun eine stufenweise Absenkung von 133 Millionen Euro im nächsten Jahr auf rund 120 Millionen Euro in der Saison 2022, berichteten Fachmedien.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa