Formel1

Königsklasse vor Free-TV-Aus Will denn niemand die Formel 1 zeigen?

Die Formel 1 wird nicht mehr bei RTL übertragen.

Die Formel 1 wird nicht mehr bei RTL übertragen.

(Foto: Hussein Malla/AP/dpa/Symbolbild)

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Vier Rennen der Motorsport-Königsklasse müssen in der kommenden Saison frei empfangbar sein. Nach der Absage von RTL ist Sky auf der Suche nach einem neuen Partner, doch die gestaltet sich schwierig. So scheint auch ein ungewöhnliches Modell mittlerweile denkbar.

Nach der Absage von RTL ist der Bezahlsender Sky auf der Suche nach einem neuen Free-TV-Partner für die Formel 1. Laut Vertrag mit der Motorsport-Serie müssen in der kommenden Saison in Deutschland letztmals vier Rennen frei empfangbar zu sehen sein. Erst danach greift ein neuer Vertrag von Sky mit der Formel 1, in dem es eine solche Klausel nicht mehr gibt.

ARD und ZDF haben derzeit kein Interesse an der Formel 1, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Das Erste habe die Absage von RTL, wie in den beiden Vorjahren vier Rennen im Free-TV zu zeigen, "natürlich zur Kenntnis genommen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Bislang haben wir uns aber mit diesem Thema noch nicht befasst." Vom ZDF gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme, aber Sender-Verantwortliche hatten zuletzt mehrfach erklärt, dass eine Rennserie mit Verbrennungsmotoren nicht in die Zeit passe.

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Auch die ProSiebenSat.1-Gruppe hat derzeit kein Interesse an einer Sub-Lizenz für die wichtigste Motorsport-Serie der Welt, wie es in Unternehmenskreisen hieß. RTL hatte sich zuvor gegen einen neuen Kontrakt mit dem Pay-TV-Sender Sky entschieden, der die TV-Rechte für den deutschen Markt erworben hat und seit 2021 als einziger Anbieter alle Rennen der Formel 1 überträgt. Bis 2020 hatte auch RTL alle Großen Preise gezeigt.

Findet Sky keinen Free-TV-Partner, gäbe es theoretisch noch andere Möglichkeiten, den Vertrag mit der Formel 1 zu erfüllen. Denkbar wären frei empfangbare Übertragungen im Internet über die eigene Homepage oder über Youtube. Dann könnte der Pay-TV-Anbieter allerdings kein Geld für eine Sub-Lizenz einnehmen.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 19. Januar 2023 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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