Formel1

Pressestimmen zum Spa-Grand-Prix "Größte Schande in der Geschichte der Formel 1"

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Sebastian Vettel und Lewis Hamilton vor dem F1-GP in Spa.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Regenchaos beim Großen Preis von Belgien, mehr als drei Stunden Wartezeit bis zum Rennstart warten. Die internationale Presse zerpflückt die "Farce" und schreibt von einem "Skandal" und von "Zeitverschwendung". Am Ende wäre nicht Max Verstappen der Gewinner, sondern "das Geld und das Unwetter".

England

Daily Mail: "Max Verstappen hat eine Farce eines Großen Preises von Belgien gewonnen - eine Prozession hinter einem Safety Car für ZWEI Runden. Das Publikum auf der verregneten Rennstrecke von Spa-Francorchamps wartete dreieinhalb Stunden auf die Ergebnisse, während die bestbezahltesten Fahrer der Welt in ihren Garagen saßen und auf besseres Wetter warteten."

The Guardian: "Der Große Preis von Belgien wird als Rennen verbucht werden und die Ehrungen dafür wurden ordnungsgemäß verliehen, aber es lag wenig Würde darin, wie die Formel 1 an einem regendurchnässten Nachmittag in Spa-Francorchamps vorging."

Sun: "Verstappen gewinnt etwas, das sie 'Rennen' genannt haben. Es war so lächerlich, dass man am besten den Mantel des Schweigens darüber deckt."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Die Farce von Spa: So landet man dabei, die Formel 1 zu demütigen. Man konnte entscheiden, wegen der extremen Bedingungen nicht zu fahren, es wäre die logischere Entscheidung zum Schutz der Piloten gewesen."

La Repubblica: "Der imaginäre Große Preis - die letzte Farce der Formel 1 - in Spa wird nicht gefahren, aber Punkte werden vergeben."

Corriere della Sera: "Die Farce des Geister-Grand-Prix in Spa gewinnen Geld und das Unwetter."

Spanien

El Mundo: "Das war eine erbärmliche Pantomime. Eine der größten Schanden in der Geschichte dieses Sports. Man kann doch nicht das Ergebnis eines Rennens präsentieren, das gar nicht stattgefunden hat. Das ist eine Beleidigung der Geschichte der Formel 1, eine Beleidigung des Wettbewerbs und des Sports im Allgemeinen."

Marca: "Das war das Rennen der Bauernfängerei. Der GP von Belgien hat gezeigt, was Formel 1 aktuell ist. Für die einen ist das vernünftig, andere betrachten das als Betrug. Denn dieser Sport lebt noch heute von der Mystik, die von Männern geschaffen wurde, die ihr Leben für den Sport klaglos riskiert und oft auch gegeben haben."

AS: "Die Formel 1 erleidet in Spa Schiffbruch. Niemand stellt infrage, dass die Sicherheit der Fahrer oberste Priorität hat. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse gab es auch nur wenig Spielraum. Das "Express"-Ergebnis hinterlässt einen schlechten Geschmack. Einen sehr schlechten."

Mundo Deportivo: "Verstappen hat das "Nicht-Rennen" von Spa gewonnen. Es war eine Pantomime, die man durch eine Absage des Rennens oder aber auch durch eine Verschiebung auf Montag sehr leicht hätte vermeiden können."

Frankreich

L'Équipe: "Mit Kartenspielen für die einen, einem Nickerchen für die anderen und einer kleinen Mahlzeit für Yuki Tsunoda schlugen alle die Zeit tot, so gut sie konnten, während es draußen weiter regnete. Letztendlich kündigte Michael Masi einen Neustart für 18.17 Uhr an. Aber es war Zeitverschwendung."

Österreich

Kronen Zeitung: "Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat am Sonntag einen kuriosen Grand Prix von Belgien gewonnen und dafür halbe WM-Punkte eingesackt! Das Rennen, das eigentlich gar keines war, wird allerdings noch für einige Diskussionen sorgen. Nach einer Startverzögerung von mehr als drei Stunden wegen anhaltend starken Regens wurden am Abend vor Einbruch der Dunkelheit nur zwei Runden hinter dem Safety Car abgespult, um ein Ergebnis in die Wertung zu bringen."

Schweiz

Blick: "Die Zeit verstreicht. Der Regen prasselt weiter auf den Asphalt. Der GP von Belgien ist längst zum Skandal geworden. Die Verantwortlichen versuchen, unbedingt noch einen Rennstart hinter dem Safety Car hinzukriegen. Es geht nur um die TV-Millionen."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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