Formel1

Formel-1-Training in Frankreich Hamilton rast und patzt, Vettel rätselt

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Silbernes Spektakel: Im ersten F1-Training setzte Lewis Hamilton in Frankreich die Bestzeit, im zweiten rammte er einen Poller.

(Foto: imago images / Thomas Melzer)

Der Kanada-Frust ist bei Ferrari-Star Sebastian Vettel noch nicht verraucht, da setzt es in Frankreich die nächste Enttäuschung. Im Training zum achten Formel-1-Saisonrennen fährt er den Silberpfeilen erneut klar hinterher - obwohl sich WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton einen spektakulären Fauxpas leistet.

Selbst im aufgefrischten Ferrari hat Sebastian Vettel das Tempo seiner Mercedes-Rivalen beim Formel-1-Training in Frankreich nicht kontern können. Mehr als sieben Zehntelsekunden fehlten dem Hessen am Freitag in Le Castellet als Vierter zur Bestzeit des finnischen Silberpfeil-Fahrers Valtteri Bottas. Auch WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton war im Mercedes trotz einiger Fahrfehler schneller als sein deutscher Dauerrivale und wurde Zweiter. Auf Rang drei kam Vettels Teamkollege Charles Leclerc zurück in die Garage.

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Die Silberpfeile zogen in Frankreich einsam ihre Kreise in der Trainingsbestenliste.

(Foto: imago images / Motorsport Images)

Einmal mehr startet damit Mercedes als Favorit ins Wochenende. Die ersten sieben Saisonläufe hat das Weltmeister-Team allesamt gewonnen und dabei wird es auch bleiben. Zwischen den ersten beiden Übungseinheiten in Frankreich präsentierte Scuderia-Sportdirektor Laurent Mekies den Rennkommissaren zwar angeblich "überwältigende Beweise" dafür, dass Vettel bei seinem Manöver gegen Hamilton in Montréal vor zwei Wochen keinen Regelbruch begangen habe und deshalb den Sieg wieder zuerkannt bekommen muss. Erfolg hatte Ferrari damit nicht, die Rennkommissare des Weltverbands Fie wiesen nach einer Anhörung in Le Castellet den Antrag des Rennstalls auf Neubewertung der umstrittenen Situation beim Grand Prix in Montréal endgültig zurück.

Damit bleibt Lewis Hamilton in der Siegerliste - und das könnte angesichts der Überlegenheit seines Dienstwagens auch am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker) auf dem Circuit Paul Ricard wieder so sein. Schon im Vorjahr gewann der Brite auf dem quietschbunten Kurs nahe Marseille. In den ersten Trainingseinheiten indes zeigte sich der 34-Jährige noch leicht unkonzentriert.

Hamilton krachte am Nachmittag spektakulär gegen einen gelben Poller und rutschte über die Strecke. Der hinter ihm fahrende Max Verstappen im Red Bull wich aus, Hamilton hob entschuldigend die Hand. Dass der Lapsus Folge der verspäteten Anreise des Champions wegen seines Abstechers zur Pariser Modewoche war, blieb unbewiesen.

Die Ferrari-Lücke bleibt groß

Sicher ist aber, dass der Vorsprung der Silberpfeile auf die Verfolger weiter beträchtlich ist. Der neue Frontflügel und weitere technische Verbesserungen brachten Ferrari noch nicht entscheidend vorwärts. "Wir arbeiten wirklich hart an unseren Schwachstellen und können hoffentlich die Lücke weiter schließen", sagte Vettel vor dem achten Saisonlauf.

62 Punkte Rückstand hat der Heppenheimer als WM-Dritter derzeit auf Hamilton. Gesamtzweiter ist Bottas, dem 29 Zähler zum Spitzenreiter fehlen. "Ein weiterer harter Kampf" werde das Rennen in Frankreich werden, befand Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Nach den ersten Eindrücken deutet eher einiges auf einen weiteren Spaziergang für den Branchenführer hin.

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Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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