Formel1

"Verdammt eingerostet" Hamilton sorgt sich vor dem ersten Training

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Lewis Hamilton tut alles dafür, um auf den Saisonauftakt der Formel 1 gut vorbereitet zu sein.

(Foto: imago images/Eibner)

Anfang Juli soll die Formel 1 wieder starten - nach der längsten Pause ihrer Geschichte. Für die Fahrer bietet die Situation besondere Herausforderungen. Der Topstar der Szene ist sogar bereit, in einen speziell für ihn ganz sauren Apfel zu beißen.

Für Weltmeister Lewis Hamilton soll der Neustart der Formel 1 so sein, als hätte es die Corona-Zwangspause nie gegeben. "Wir müssen so in Fahrt kommen, als hätten wir keines dieser Rennen verpasst", sagte der 35-Jährige in einem Video seines Mercedes-Teams. Er sei deshalb im engen Austausch mit dem Rennstall. "Unsere Herausforderung ist, wie wir das hinbekommen. Wir müssen dafür alle Werkzeuge nutzen, die wir haben", sagte Hamilton. Auch zu den von ihm ungeliebten Einsätzen im Simulator sei er deshalb bereit.

Die Formel 1 hat seit dem ausgefallenen Auftakt in Australien Mitte März alle WM-Läufe bis Ende Juni wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt oder verschoben. Die Saison soll nun mit zwei Grand Prix vor leeren Rängen im österreichischen Spielberg im Juli beginnen. "Im Freitagstraining werden wir wohl alle verdammt eingerostet sein", sagte Hamilton.

Der sechsmalige Champion nutzt die Auszeit für intensive Arbeit an seiner Fitness. "Es ist eine gute Phase für meinen Körper und meinen Kopf", sagte Hamilton. Dennoch sorge er sich ständig um seine Form. "Dann denke ich, da ist wieder ein bisschen Fett, ich muss unbedingt laufen gehen", sagte der Brite. Probleme mit der Motivation habe er nie gehabt. Die aktuelle Situation sei auch eine Chance. "Wenn wir uns in dieser Phase nicht verbessern, dann verschwenden wir unsere Zeit. Du musst mit dem Hintern hochkommen und einfach machen", sagte Hamilton.

Nico Rosberg ist indes skeptisch, ob sich der sechsmalige Weltmeister zum Saisonstart in Topform präsentieren kann. Im Interview mit RTL/ntv hatte der Titelträger von 2016 und ehemalige Teamkollege Hamiltons gesagt: "Ich bin mir nur nicht sicher, ob er das versteht, wie der Körper sich innerhalb von fünf Monaten abbaut in Sachen Präzisionsgefühl und Fahrkönnen."

Er selbst sei früher nach drei Monaten Winterpause komplett überfordert gewesen, "schnell Auto zu fahren, sodass ich überhaupt keine Kapazität mehr hatte, um an andere Sachen zu denken wie Setup oder was jetzt die nächste Kurve fahrerisch von mir erfordert." Erst nach ein paar Tagen sei er wieder voll drin und alles entspannter gewesen, berichtete der 34-Jährige. Es sei "halt dieses Training vom Gehirn. Und da bin ich mal gespannt. Ich glaube nicht, dass der Lewis das versteht", sagte Rosberg.

Quelle: ntv.de, ter/dpa