Formel1

Schumacher-Rekord nicht wichtig Hamilton will "unglaublich stolz" werden

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Lewis Hamilton gibt sich entspannt vor seinem möglichen Formel-1-Rekord.

(Foto: REUTERS)

Lewis Hamilton kann am Sonntag Sportgeschichte schreiben: In der Türkei winkt der siebte WM-Titel, die magische Marke von Michael Schumacher - darauf freut der Brite sich natürlich. Aber andere Sachen sind ihm wichtiger: Mit seinem Kampf gegen Rassismus könne er "Leben von Menschen" beeinflussen.

Irgendwie hätte man doch mit ein wenig mehr Aufregung gerechnet. Am Wochenende schon kann Lewis Hamilton Sportgeschichte schreiben, einen Thron besteigen, der eigentlich auf ewig für Michael Schumacher reserviert schien: Sieben Titel, Rekordweltmeister der Formel 1. Doch der Brite selbst schlendert diesem Moment geradezu unaufgeregt entgegen.

"Druck, wie ich ihn zum Beispiel vor meinem ersten WM-Titel 2008 empfunden habe, ist nicht notwendig", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Großen Preis der Türkei am Sonntag (11.10 Uhr MEZ/RTL und im Liveticker auf ntv.de). "Das weiß ich mittlerweile." Er bereite sich daher auf ein "einzelnes, normales Rennen" vor, so wie immer. Wie zum Beweis schickte Hamilton zuletzt tägliche Videos von seinem schlafenden Hund Roscoe um die Welt.

Die mögliche Einstellung des Titelrekords von Schumacher in der Formel 1 lässt Hamilton dann aber doch nicht kalt. Der 35 Jahre alte Mercedes-Pilot will natürlich unbedingt seinen siebten WM-Titel holen. "Ich wäre unglaublich stolz, mit einer Ikone wie Michael Schumacher gleichzuziehen", sagte der Superstar der Motorsport-Königsklasse auf dem Kurs bei Istanbul.

"Das ist das Wichtigste für mich"

Er hat vor dem Rennen 85 Punkte Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas, bei 78 Punkten nach dem Grand Prix ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. "Ich will versuchen, die Titelentscheidung so lange hinauszuzögern wie möglich", betonte der 31 Jahre Finne.

Hamilton hat bereits die mit Abstand meisten Pole Positionen (97) und auch die meisten Grand-Prix-Siege (93). Er gewann 2008 im McLaren seinen ersten WM-Titel. 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 folgten fünf weitere im Mercedes. Was die Reise in diesem Jahr so besonders für ihn mache, sei sein Einsatz außerhalb der Strecke unter anderem für Gleichberechtigung, betonte Hamilton, der sich immer wieder für die Bewegung Black Lives Matter stark macht. "Das ist das Wichtigste für mich", betonte er.

Eine WM zu gewinnen, sei eine persönliche Sache. "Du kämpfst mit anderen und gewinnst gegen sie. Das beeinflusst aber nicht das Leben von Menschen." Das könne er aber mit seinem Kampf unter anderem gegen Rassismus erreichen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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