Formel1

Nicht abgesprochene Aktion Leclerc verärgert Ferrari mit Fallschirmsprung

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Charles Leclerc wollte gerne mal Fallschirmspringen. Hat er dann auch gemacht.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Ferraris Top-Talent Charles Leclerc ist ein Grenzgänger - auch abseits der Formel-1-Rennstrecke. Das Ende seiner erfolgreichen Debüt-Saison bei der Scuderia krönt der Monegasse mit einem Fallschirmsprung. Dieser besondere Adrenalin-Kick war mit seinem Arbeitgeber allerdings nicht abgesprochen.

Sebastian Vettels Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc hat das Ende der abgelaufenen Saison mit einem Fallschirmsprung in Dubai gefeiert und dafür einen ordentlichen Rüffel der Scuderia kassiert. Er habe sich für das Abenteuer nicht die Erlaubnis seines Arbeitgebers eingeholt, sagte der 22 Jahre alte Monegasse laut der italienischen Tageszeitung "La Repubblica".

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"Ich habe nicht um Ferraris Genehmigung gebeten, wie ich es normalerweise sonst tue, wenn ich etwas Außerordentliches plane", sagte der Monegasse. "Ich dachte: Wenn etwas schief läuft, kann man mich nicht tadeln", sagte Leclerc. Offenbar nicht ganz ernstgemeint. Das Traditionsteam habe nicht besonders amüsiert reagiert, räumte er ein: "Als man bei Ferrari davon erfahren hat, waren sie ein wenig verärgert. Auch wenn der Sprung eine wunderbare Erfahrung war, werde ich ihn nicht wiederholen."

"Gab Spannungen zwischen uns"

Leclerc sprach auch über seine Beziehung zu Vettel. "Ich habe viel von ihm gelernt, er ist ein extrem professioneller Pilot. Er ist auch sympathisch", sagte das aufstrebende Talent: "Es hat Spannungen zwischen uns gegeben und ich hoffe, dass es nicht mehr zu Vorfällen wie jenem in Brasilien kommen wird." In Sao Paulo waren sich Leclerc und Vettel gegenseitig ins Auto gefahren. "Ich glaube, dass wir reif genug sind, um zusammenzuarbeiten und das Auto im Interesse des Teams zu entwickeln", sagte Leclerc.

Erst kurz vor Weihnachten hatte die Scuderia den Vertrag mit dem Monegassen bis zum Ende der Saison 2024 verlängert. "Ich kann es nach einem intensiven und aufregenden Jahr 2019 nicht erwarten, eine noch engere Beziehung mit dem Team aufzubauen", sagte Leclerc nach der Verlängerung. "Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, und kann es kaum abwarten, wieder loszulegen." Leclerc fuhr in der abgelaufenen Saison erstmals für Ferrari und beendete das Jahr als starker Vierter der WM-Wertung. Er landete dabei einen Platz vor Stallrivale Vettel.

Quelle: ntv.de, tno/dpa