Formel1

Formel-1-Einstieg rückt näher Regen kann Schumacher nur kurz stoppen

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Mick Schumacher und seine Renningenieurin Ruth Buscombe haben wohl bald wieder miteinander zu tun.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Das Wetter verhindert Mick Schumachers Formel-1-Debüt schon bei seinem Heimrennen am Nürburgring, doch der Einstieg in die Königsklasse des Motorsports ist nur aufgeschoben. Die Signale dafür sind sehr deutlich.

Mick Schumacher trägt sein verhindertes Trainingsdebüt in der Formel 1 mit Fassung. "Es ist schade, dass ich heute nicht fahren konnte. Aber die Sicherheit geht vor. Ich hoffe, dass ich bald nochmal eine Chance bekomme", sagte Schumacher am Rande des Großen Preises der Eifel (Sonntag, 14.10 Uhr/RTL und Sky) in einer virtuellen Medienrunde.

Dauerregen und vor allem Nebel am Nürburgring hatten den Einsatz des 21-Jährigen am Freitagvormittag verhindert. Wegen der schlechten Witterung verschob die Rennleitung zunächst die Freigabe der Strecke, schließlich wurde die Einheit komplett abgesagt. Hintergrund: Training, Qualifying und Rennen in der Formel 1 dürfen nur bestritten werden, wenn der Rettungshubschrauber Starterlaubnis erhält. Am Ende wurden beide Trainings abgesagt.

Debüt nun wohl in Abu Dhabi

Schumacher wird nun das gesamte Wochenende beim Alfa-Team bleiben. "Ich kann an Meetings teilnehmen, das Innenleben von Alfa kennenlernen. Ich will so viel Input bekommen wie möglich. Aber natürlich wäre ich lieber gefahren", sagte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Aufgrund des dicht gedrängten Terminplans kam eine Verlegung der Einheit nicht infrage, im zweiten Training am Nachmittag musste Schumacher wieder Platz machen für den etatmäßigen Alfa-Piloten Antonio Giovinazzi.

Womöglich erhält Schumacher bei einem der sechs ausstehenden Rennwochenenden eine weitere Bewährungschance, doch die Chancen stuft er selbst als gering ein: "Es kommen jetzt einige Strecken, auf denen nicht oft gefahren wurde. Die Stammfahrer müssen da ihre Kilometer sammeln." Nach RTL/ntv-Informationen soll Mick Schumacher aber am 11. Dezember eine neue Chance auf sein Fomel-1-Debüt erhalten. Dann findet das 1. Freie Training zum Großen Preis von Abu Dhabi und gleichzeitigen Saisonfinale der Formel 1 statt. Dies sei sowohl der Wunsch von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto als auch von Alfa Romeo-Boss Frédéric Vasseur, berichtete RTL/ntv-Formel-1-Experte Felix Görner aus der Eifel.

"Es wird eher gut aussehen"

Binotto hat seinem Protege den baldigen Aufstieg in die Motorsport-Königsklasse in Aussicht gestellt. "Ich denke, er wird bald in die Formel 1 kommen", sagte der Italiener am Sky-Mikrofon. "Wir werden in den kommenden Wochen entscheiden, was das Beste für ihn und die anderen Akademie-Fahrer in der Formel 2 ist. Wir brauchen ein paar Tage, um darüber nachzudenken. Abu Dhabi wäre die nächste Gelegenheit. Wir werden versuchen, da etwas zu arrangieren."

Losgelöst davon deutet vieles darauf hin, dass er den 26-jährigen Giovinazzi zur Saison 2021 gänzlich ersetzen wird - auch wenn Schumacher beschwichtigte: "Im Moment liegt mein Hauptfokus auf der Formel 2. Wenn ich da gut abschneide, wird es eher gut aussehen." Alfa-Teamchef Vasseur erklärte vielsagend: "Wir werden ihn ganz sicher bald in der Formel 1 sehen. Ich denke, wir stehen kurz vor einer Entscheidung, was unsere Fahrer für nächstes Jahr betrifft. Mick ist natürlich eine Option, es liegt aber auch an Ferrari, da eine Entscheidung zu treffen."

Auch unter den aktuellen Piloten hat Schumacher junior viele Fürsprecher. "Er verdient seine Chance. Ich hoffe, dass er sich ein Cockpit für nächstes Jahr sichern kann. Er ist ein toller Junge", hatte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel am Donnerstag gesagt.

Quelle: ntv.de, ter/sid