Formel1

Vettel patzt im F1-Qualifying Regen spült Hamilton auf die Ungarn-Pole

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Lewis Hamilton überraschte in Ungarn mit der Pole Position.

(Foto: dpa)

Im Regen von Budapest erobert WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton die Pole Position beim Großen Preis von Ungarn. Valtteri Bottas komplettiert die silberne erste Startreihe. Erst dahinter reihen sich die favorisierten Ferraris von Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ein. Auch Red Bull patzt.

Auf den letzten Drücker ist Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton auf die Pole Position für den Großen Preis von Ungarn gerast. Der britische Mercedes-Pilot fuhr auf dem nassen Berg-und-Tal-Kurs eine meisterhafte Schlussrunde und schnappte Teamkollege Valtteri Bottas noch den ersten Startplatz weg. Hinter den Silberpfeilen starten Kimi Räikkönen als Dritter und Sebastian Vettel als Vierter in ihren Ferraris.

Für Hamilton war es die 77. Pole Position seiner Formel-1-Karriere und seine fünfte der Saison. "War das gut, oder was?", funkte Hamilton an seine Box, nachdem er den Verlauf des bisherigen Wochenendes auf den Kopf gestellt hatte: "Die Plätze eins und zwei sind toll für das Team. Es war so schwer da draußen. Und es wurde immer schwieriger, weil es immer mehr regnete. Wir sind jetzt in einer tollen Position für das Rennen."

"Gucken, was beim Start passiert"

Für die Formel-1-Piloten waren es schwierige Bedingungen, weil diese wechselhaft waren. In der ersten K.o.-Runde konnten sie noch mit Trockenreifen auf den schon feuchten Kurs fahren. Bei immer heftiger einsetzendem Regen mussten Hamilton & Co. dann abwägen zwischen den Intermediates und den Regenreifen. In der letzten Qualifikationsrunde mussten dann alle Piloten Regengummis aufziehen. In den Schlusssekunden setzte sich erst Räikkönen an die Spitze, wurde dann von Bottas verdrängt - und schließlich erwies sich bei den Formel-1-Wasserspielen am Ende wieder einmal Hamilton als unschlagbar. "Wir haben eine großartige Position, daher werden wir unser Bestes als Team geben, um die roten Jungs hinter uns zu lassen", sagte Spitzenreiter Hamilton.

Vettel, der im zweiten und dritten Training noch die Bestzeit gefahren war, bezeichnete die Qualifikation als "knifflig". Es sei nicht leicht gewesen, den Wagen auf der Strecke zu halten. "Am Ende waren wir einfach nicht schnell genug", sagte Vettel. Er wollte die Hoffnung auf den Sieg trotz des enttäuschenden vierten Startplatzes aber nicht aufgeben. "Bei den Bedingungen hier kann alles passieren. Wir müssen abwarten, es ist nicht noch nicht aller Tage Abend. Wir müssen gucken, was beim Start passiert", gab sich der Ferrari-Star kämpferisch. Bleibt es am Sonntag trocken, dürfte Vettel wieder im Vorteil sein.

Im Vorjahr gewann Vettel in Budapest von Startplatz eins. Auch in diesem Jahr wäre ein Sieg auf dem verwinkelten Kurs immens wichtig für den 31-Jährigen: Vor dem zwölften von 21 Saisonrennen beträgt Vettels Rückstand auf Hamilton 17 Punkte.

Hülkenberg im Tank-Pech

Noch schlimmer als die Ferraris erwischte es im verregneten Qualifying die Red Bulls und Nico Hülkenberg. Der Renault-Pilot schied auf regennasser Strecke im zweiten Abschnitt aus und geht nur von Rang 13 ins Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker). Grund waren auch Probleme mit der Betankungsanlage, durch die er im zweiten Abschnitt nicht genug Sprit in seinen Boliden bekam und zwei Minuten verlor - die ihm in der Endabrechnung fehlten.

Die hochgehandelte Red Bulls von Max Verstappen und Daniel Ricciardo, die im Training starke Zeiten auf dem Hungaroring gezeigt hatten, kamen im Regen von Budapest nur auf die Plätze 7 und 12.

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Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa

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