Formel1

Premieren-Pole in Russland Sensationstrio bestraft Hamiltons Quali-Fehler

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Lando Norris startet zum ersten Mal von ganz vorn.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Lando Norris im McLaren startet von der Pole Position in das 15. Formel-1-Rennen der Saison in Sotschi. Dahinter reihen sich Carlos Sainz im Ferrari und sensationell George Russell im Williams auf. Für Lewis Hamilton und Mercedes endet das Qualifying bitter - aufgrund eines Crashs in der Boxengasse.

Dieses Qualifying endet mit einer Sensation: Lando Norris fährt ganz zum Schluss die schnellste Runde und holt sich damit die Pole Position für das 15. Saisonrennen in der Formel 1 in Sotschi (14 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker). Hinter dem McLaren-Piloten, der in Russland erstmals Startplatz eins holt, werden sich Carlos Sainz im Ferrari und sensationell George Russell im Williams einreihen, der wie schon in Spa die anspruchsvollen Bedingungen nutzen konnte, um mit fahrerischer Klasse das Niveau seines eigentlich unterlegenen Boliden zu übertreffen.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war eine verrückte Session und am Ende haben wir die Entscheidung getroffen, auf die Slicks zu gehen", sagte ein sichtbar überraschter Norris, der nach Platz zwei in Monza seine herausragende Form bestätigte. "Ich bin extrem glücklich und einen Riesendank ans Team." Auch Sainz betonte den geglückten Reifenwechsel: "Ich habe schon in Q2 gesehen, dass es die Möglichkeit geben könnte, die Slicks aufzuziehen. Wir hatten eine gute Strategie, und dann bin ich eine starke Runde gefahren, eine Runde am Limit."

Im regennassen Sotschi sollten Mut und Risikobereitschaft belohnt werden. Wer früh in Q3 bei zunehmend trockeneren Bedingungen die Reifen wechselte - auf Slicks - hatte am Ende einen klaren Vorteil. Das hatte auch Russell erkannt: "Es hat einfach super geklappt, die Reifen zum richtigen Zeitpunkt aufzuziehen. Es gab wirklich nur eine gute Rennlinie, eine, die trocken ist." Der junge Brite, zur kommenden Saison als Nachfolger von Valtteri Bottas bei Mercedes bestätigt, unterstrich einmal seine Eignung für größere Aufgaben.

Hamilton patzt, auch Vettel ist enttäuscht

Nach den WM-Führenden Max Verstappen und Lewis Hamilton sucht man ganz vorn vergeblich. Der Mercedes-Serienweltmeister Hamilton schaffte es nur auf Platz vier. Er hatte sich knapp fünf Minuten vor dem Ende selbst um eine bessere Zeit gebracht. Im Eingang zur Boxengasse war er gegen eine Mauer gefahren und hatte sich dabei seinen Frontflügel zerstört. Die Reparatur dauerte länger, ihm blieb nicht mehr genug Zeit auf dem Kurs am Schwarzen Meer. Er schaffte es nochmal zurück, doch dann drehte er sich und vergab so die letzte Chance. Sein Teamkollege Valtteri Bottas schaffte es sogar nur auf den siebten Platz.

Anders war die Situation beim bislang Führenden Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot fuhr schon in Q1 keine gezeitete Runde, sondern testete nur kurz seinen Boliden und stieg dann früh aus. Aufgrund des vierten Motorenwechsels der Saison stand bereits fest, dass er ganz ans Ende des Feldes strafversetzt wird. Im WM-Klassement hat er fünf Punkte Vorsprung auf Hamilton. Es wird eng, diesen Vorsprung zu halten.

Sebastian Vettel schaffte es nicht unter die besten Zehn. Der viermalige Weltmeister belegte in seinem Aston Martin den elften Qualifikationsrang. Ganz knapp schaffte er es nicht in Q3, ihn trennten in Q2 nur 0,052 Sekunden vom dafür entscheidenden zehnten Platz. "Ich habe mich eigentlich sehr wohlgefühlt, die Strecke wurde immer besser, aber der letzte Schuss blieb aus." Behindert wurde er dabei von Yuki Tsunoda im Alpha Tauri. Das ärgerte Vettel zwar, doch er betonte, dass er es zuvor schon selbst hätte hinbekommen müssen.

Mick Schumacher im Haas fuhr in Q1 durchaus überzeugend, wenn auch einmal mehr dem Weiterkommen hinterher. Am Ende wurde er 17., distanzierte seinen Teamkollegen Nikita Mazepin aber um mehr als vier Sekunden. Ein Erfolg für den jungen Deutschen, der im Boxenfunk auf dem Weg zurück in die Garage seiner Freude hörbar Ausdruck verlieh. In der Startaufstellung gewinnt er außerdem mindestens einen Platz, weil der vor ihm platzierte Ferrari-Pilot Charles Leclerc wegen eines Motorenwechsels nach hinten rückt.

Quelle: ntv.de, ara

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