Formel1

Mammutfahrplan ohne Deutschland Umstrittener GP rückt in Formel-1-Kalender

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Auf Sebastian Vettel warten 2021 so viele Rennen wie noch nie zuvor in einer Saison - dann allerdings nicht mehr im roten Ferrari.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

23 Rennen, so viele wie noch nie zuvor in der Formel 1: Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Co. stehen vor einer Mammutsaison 2021, die im März in Australien beginnt. Unklar ist allerdings noch ein Austragungsort: Denn Vietnam wird wohl auch im nächsten Jahr keinen Grand Prix bekommen.

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel und Co. stehen in der Formel 1 vor einer Mammutsaison. Der von der Königsklasse vorgestellte provisorische Rekord-Kalender für 2021 umfasst 23 Rennen. So viele Grands Prix hat es innerhalb eines Jahres noch nie gegeben. Beginnen soll die Jagd nach dem WM-Titel am 21. März in Australien, das Finale ist für den 5. Dezember in Abu Dhabi vorgesehen. Der Motorsport-Weltrat der Fia muss die Pläne noch absegnen.

Der geplante Formel-1-Kalender für 2021

21. März: Melbourne (Australien)
28. März: Sakhir (Bahrain)
11. April: Shanghai (China)
25. April: noch offen
9. Mai: Barcelona (Spanien)
23. Mai: Monte Carlo (Monaco)
6. Juni: Baku (Aserbaidschan)
13. Juni: Montreal (Kanada)
27. Juni: Le Castellet (Frankreich)
4. Juli: Spielberg (Österreich)
18. Juli: Silverstone (Großbritannien)
1. August: Budapest (Ungarn)
29. August: Spa (Belgien)
5. September: Zandvoort (Niederlande)
12. September: Monza (Italien)
26. September: Sotschi (Russland)
3. Oktober: Singapur
10. Oktober: Suzuka (Japan)
24. Oktober: Austin (USA)
31. Oktober: Mexiko-Stadt (Mexiko)
14. November: São Paulo (Brasilien)
28. November: Jedda (Saudi-Arabien)
5. Dezember: Abu Dhabi

Einen Großen Preis von Deutschland wird es wie erwartet nicht geben. Dafür rückt das höchst umstrittene Rennen in Saudi-Arabien (28. November) ins Programm, zudem kommt mit dem niederländischen Zandvoort (5. September) eine neue Strecke hinzu. Der Ort für das vierte Saisonrennen am 25. April muss noch gefunden werden.

Das ursprünglich für dieses Jahr geplante Formel-1-Debüt in Vietnam zu diesem Zeitpunkt wird nämlich wohl auch 2021 nicht über die Bühne gehen. Wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet, zählt die Strecke in Hanoi nicht zum nächstjährigen Rennkalender. Die Verhaftung eines für das Rennen in Hanoi verantwortlichen Schlüsselbeamten wegen Korruptionsvorwürfen ist demnach Hauptgrund für die Entscheidung, das Rennen in Vietnam aus dem Kalender zu streichen. Bereits in diesem Jahr sollte die Königsklasse des Motorsports erstmals im Land am südchinesischen Meer Station machen. Durch die Verkürzung der Saison infolge der Corona-Pandemie auf 17 Rennen fiel Hanoi jedoch aus dem Kalender.

Kein Plan B bei erneuter Corona-Pause

Trotzdem plant die Formel 1 "für 2021 Events mit Fans", wie Vorstandschef Chase Carey sagte, die Rennen sollen "so nah wie möglich" an die alte Normalität erinnern. Die Rennserie habe "bewiesen, dass wir sicher reisen und unsere Rennen durchführen können, und unsere Veranstalter erkennen zunehmend die Notwendigkeit voranzukommen und das Virus zu managen."

In diesem Jahr hätte die WM eigentlich 22 Grands Prix umfassen sollen - es wäre die umfangreichste in der Geschichte gewesen. Wegen der Corona-Krise wurde der Kalender aber auf 17 Rennen reduziert, dies machte auch eine Rückkehr der Königsklasse auf den Nürburgring möglich.

Einen Plan B, sollte das Coronavirus die Formel 1 erneut stark beeinträchtigen, gibt es nicht. Viele der 23 geplanten Rennen rechnen sich wirtschaftlich aber nur, wenn Fans zugelassen werden. Sonst können die Betreiber die hohen Antrittsgebühren nicht refinanzieren.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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