Formel1

Rennstall feiert Formel-1-Coup Verstappen fährt weiter für Red Bull

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"Unser Ziel ist es natürlich, gemeinsam um eine Weltmeisterschaft zu kämpfen": Max Verstappen.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Red Bull verlängert den Vertrag mit Max Verstappen bis Ende 2023. Und der Formel-1-Rennstall feiert sich dafür, das Talent aus den Niederlanden mittelfristig an sich gebunden zu haben. Der Fahrer selbst gibt sich ebenfalls entzückt und spricht davon, die Weltmeisterschaft gewinnen zu wollen.

Nicht Ferrari, nicht Mercedes - Max Verstappen bleibt in der Formel 1 seinem Arbeitgeber Red Bull treu. Der 22 Jahre alte Fahrer hat seinen Vertrag bis Ende 2023 verlängert. Das teilte der Rennstall des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz mit. "Ich möchte mit Red Bull gewinnen und unser Ziel ist es natürlich, gemeinsam um eine Weltmeisterschaft zu kämpfen", sagte der Niederländer. "Das Beste kommt noch." Und Verstappen ergänzte: "Red Bull glaubt fest an mich und hat mir die Möglichkeit gegeben, in die Formel 1 einzusteigen. Dafür war ich ihnen schon immer dankbar."

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Der Vertragscoup nun kann als Kampfansage an die Konkurrenz um Dauer-Triumphator Mercedes und Dauer-Verfolger Ferrari gewertet werden. Mit beiden Rennställen war Verstappen in der Vergangenheit auch schon mehr als einmal in Verbindung gebracht worden. Die Scuderia hatte einen Tag vor Heiligabend die Verlängerung des Vertrags mit Charles Leclerc bekanntgegeben. Der Monegasse ist ebenfalls 22 Jahre alt, beide gelten als Champions der Zukunft.

Präsent zu Hamiltons 35. Geburtstag?

Verstappen wurde hinter dem sechsmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Rivalen Valtteri Bottas in der vergangenen Saison bereits WM-Dritter, Leclerc Vierter - erst danach kam Sebastian Vettel im zweiten Ferrari. Dessen berufliche Zukunft bleibt ungeklärt, offen ist auch, was mit Hamilton und Bottas passiert nach der kommenden Saison. Ob sich Red Bull den 7. Januar zur Verkündung als kleines Präsent an Hamilton zu dessen 35. Geburtstag auserkoren hat, ist ungeklärt.

Er frage sich, was Hamilton wohl denke, da die jungen Ritter sich bereitmachen und seine Krone in den Blick nehmen würden, twitterte Ex-Pilot und TV-Experte Martin Brundle. Klar ist, dass der jüngste Grand-Prix-Gewinner der Formel-1-Historie Hamilton auf dessen Weg zum siebten WM-Triumph und damit der Einstellung des Rekords von Michael Schumacher in diesem Jahr stoppen will. "Max Attacke bis 2023", titelte Red Bull über der Mitteilung.

Im Jahr 2015 stieg Verstappen bei Toro Rosso in die Formel 1 ein - mit gerade mal 17 Jahren. Selbstbewusst, forsch, entschlossen war Verstappen von Anfang an. Manchmal aber auch ungebremst, zu forsch, zu übermütig und aufbrausend. Verstappen ist keiner, der klein beigibt. 2016 wurde er zu Red Bull befördert und feierte in Barcelona den ersten von bisher acht Grand-Prix-Siegen. Verstappen war damals 18 Jahre und 228 Tage alt. Jünger war keiner bei einem Sieg in der Königsklasse. Die Vertragsverlängerung wertete Teamchef Christian Horner als "fantastische" Nachricht für den Rennstall, der von 2010 bis 2013 mit Vettel als Fahrer die Titel in der Piloten und Konstrukteurswertung abgeräumt hatte.

Quelle: ntv.de, Jens Marx, dpa