Formel1

Nach Crash nicht abgebremst Verstappen verliert Pole in Mexiko

0b911d41192208c7d40c4a3887e85057.jpg

Verstappen muss die Pole Position beim Großen Preis von Mexiko an Ferrari abtreten.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Nach dem Unfall von Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas in der Formel 1 weht die Gelbe Flagge, die den anderen Piloten anzeigt, dass die ihre Geschwindigkeit deutlich reduzieren müssen. Doch Max Verstappen geht nicht vom Gas - und wird dafür von den Rennkommissaren abgestraft.

Der Niederländer Max Verstappen hat die Pole Position für den Großen Preis von Mexiko an diesem Sonntag (ab 20.10 Uhr unserer Zeit bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de) am Grünen Tisch verloren. Die Rennkommissare belegten den Red-Bull-Piloten nach einer Anhörung mit einer Rückversetzung um drei Startplätze, weil er unter Gelber Flagge die Bestzeit erzielt hatte. Die Formel-1-Regeln besagen, dass die Fahrer bei diesem Signal deutlich vom Gas gehen müssen. Zudem erhält Verstappen zwei Strafpunkte.

Hamilton wird in Mexiko Weltmeister, wenn er ...

  • ... gewinnt, die schnellste Rennrunde fährt und Bottas maximal Vierter wird.
  • ... gewinnt und Bottas maximal Fünfter wird.
  • ... Zweiter wird und Bottas maximal Platz acht belegt, ohne dass dieser die schnellste Rennrunde dreht.
  • ... er Dritter wird, die schnellste Rennrunde dreht und Bottas maximal Rang neun belegt.
  • ... er Dritter wird und Bottas maximal Platz zehn belegt, ohne dass dieser die schnellste Rennrunde dreht.

Dadurch startet Ferrari-Pilot Charles Leclerc (Monaco) von Platz eins in den 18. Saisonlauf, sein Teamkollege Sebastian Vettel (Heppenheim) rückt in die erste Startreihe auf. Damit geht Ferrari zum sechsten Mal in Folge von der Pole Position in ein Rennen. Nach dem Unfall des Mercedes-Piloten Valtteri Bottas (Finnland) hatte Verstappen seine Bestzeit im Qualifying unter Gelber Flagge nochmals verbessert.

Die Stewards stützten sich bei ihrem Urteil auf Video-, Audio- und Telemetrie-Daten. Ferner verglichen sie das Verhalten Verstappens mit dem anderer Piloten in dieser Situation. "Die Rennkommissare stellten auf den Bildern an Bord von Wagen 33 fest, dass die wehende gelbe Flagge deutlich sichtbar war und mit ausreichender Aufmerksamkeit gezeigt wurde. Der vorherfahrende Wagen 5 (Vettels Ferrari; d.Red.) hat die Geschwindigkeit vorschriftsmäßig deutlich reduziert", hieß es in der Begründung.

"Hat nicht danach ausgesehen, oder?"

Verstappen selbst hatte bei der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Qualifying erklärt: "Mir war bewusst, dass Valtteri gecrasht ist." Auf die Frage, ob er vom Gas gegangen sei, antwortetet Verstappen knapp: "Hat nicht danach ausgesehen, oder?" Er ergänzte lapidar: "Man wird mir die Rundenzeit streichen, aber die andere Runde war ja auch gut." Diese hätte tatsächlich ebenfalls zu Startplatz eins gereicht. Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes rückte im Zuge der Verstappen-Strafe auf Startplatz drei vor, er kämpft in Mexiko um den vorzeitigen Titelgewinn. Der Engländer liegt 64 WM-Punkte vor seinem einzig verbliebenen Meisterschaftskontrahenten Bottas.

Um sich an diesem Sonntag zum sechsten Mal die Krone aufzusetzen, muss Hamilton 14 Zähler mehr holen als der Finne, der Startplatz sechs holte. Teamchef Toto Wolff erklärte, dass Bottas "zu 90 Prozent" ohne Strafe bleiben dürfte, komplett ausschließen wollte er den Austausch relevanter Teile am Samstagabend aber nicht.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, ino/sid

Mehr zum Thema