Formel1

Formel-1-Wende in Silverstone? Vettels Ferrari stapelt ganz, ganz tief

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto arbeitet hart daran, den Dienstwagen von Sebastian Vettel schneller zu machen.

(Foto: dpa)

Sieg verpasst, aber immerhin Mercedes erstmals in dieser Saison übertrumpft: So lautete die Ferrari-Bilanz beim letzten Formel-1-Rennen in Österreich. Vor dem nächsten Grand Prix in Silverstone verbietet sich Ferrari Träumereien von einer Trendwende - oder dem ersten Sieg.

Trotz weiterer technischer Verbesserungen rechnet sich Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Ferrari beim Großen Preis von Großbritannien am Sonntag nur geringe Siegchancen aus. "Wir erwarten nicht, dass Silverstone besonders gut zu unserem Auto passt", wird Teamchef Mattia Binotto in einer Mitteilung der Scuderia zitiert. Der 49-Jährige gab aber zu bedenken, dass sich die "Kräfteverhältnisse auch unerwartet ändern könnten".

Das Traditionsteam konnte in dieser Saison bislang noch nicht gewinnen. Beim letzten Rennen im österreichischen Spielberg war Ferrari nah dran, Pole-Setter Charles Leclerc lag lange in Führung - eher er von Red-Bull-Pilot Max Verstappen doch noch abgefangen wurde. Zum zehnten Saisonlauf in Silverstone bringt Ferrari laut Binotto nun weitere "kleinere aerodynamische Modifikationen" für die Boliden von Vettel und Charles Leclerc mit. Es werde daran gearbeitet, "die Entwicklung des Autos voranzutreiben".

Der Grand Prix auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nordwestlich von London solle nun auch dazu dienen, herauszufinden, "ob wir auf Strecken mit einer speziellen Charakteristik näher an unsere Hauptrivalen herankommen", sagte Binotto, der Silverstone als "eine der härtesten Strecken der Saison" bezeichnete.

Vorfreude auf epische Kurvensequenz

Vettel freut sich nach seinem Silverstone-Triumph im Vorjahr dennoch auf die Rückkehr nach Großbritannien. Er lobte vorab die "coole  Strecke" mit "vielen schnellen Abschnitten" und einer "der epischsten Kurvensequenzen in der Formel 1". Allerdings dürfte ihm die Erinnerung an seinen Sieg vor einem Jahr bittersüß schmecken: Denn danach gewann der Ferrari-Pilot nur noch ein Rennen - Ende August 2018 in Belgien.

Das spiegelt sich in der laufenden Saison auch in der WM-Wertung wider. Dort führt Weltmeister Lewis Hamilton mit 197 Punkten überlegen vor Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas (166). Der viermalige Champion Vettel (123) ist Vierter, Leclerc (105) Fünfter. Im Vorjahr gewann Vettel vor Hamilton, zuvor hatte es von 2013 bis 2017 ausschließlich Erfolge der Silberpfeile gegeben. Der 32-jährige Vettel aus Heppenheim freut sich auf "eine coole Strecke mit vielen schnellen Sektoren" und betonte: "In Silverstone Rennen zu fahren, ist für jeden Fahrer immer besonders."

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Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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