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Dienstag, 12. Juli 2016

Herzog kritisiert EM und Modus: "Sportlich sehenswert war das nicht"

Nach der EM wird die Kritik am aufgeblähten Modus immer lauter. Nach Welttorhüter Lutz Pfannenstiel meldet sich Andreas Herzog zu Wort. Für den Ex-Spielmacher Österreichs war die EM "fad und langweilig". Er fordert Veränderungen.

Der frühere österreichische Fußball-Nationalspieler Andreas Herzog hat das Niveau der "aufgeblähten" EM in Frankreich kritisiert. "24 Mannschaften sind zu viele, da ist die Qualität nicht mehr gegeben. Die Uefa sollte wieder auf 16 zurückgehen", sagte der 47-Jährige Sky Sport News.

Für Herzog, der seit 2011 Co-Trainer bei der von Jürgen Klinsmann trainierten US-Nationalmannschaft ist, steht das große Starterfeld in direktem Zusammenhang zum vorsichtigen Fußball, der im vergangenen Monat gezeigt wurde. "In den letzten Turnieren wurde mehr Offensivfußball geboten, diese EM war fad und langweilig", sagte der frühere Spieler von Werder Bremen und Bayern München.

Dass mit Portugal eine weitgehend defensiv ausgerichtete Mannschaft den Titel gewann, passe da ins Bild. "Wenn man zum Schluss den Titel holt, muss man gratulieren. Aber sonderlich sehenswert war das nicht", sagte Herzog.

Auch Welttorhüter Lutz Pfannenstiel fand im n-tv.de-Interview das "spielerische Niveau enttäuschend". Pfannenstiel kritisierte ebenfalls den Modus.

Bei der EM fielen im Schnitt lediglich 2,12 Tore pro Spiel. Weniger waren es zuletzt vor 20 Jahren in England gewesen (2,06).

Quelle: n-tv.de