Fußball-WM

Gutes Geld für gute Dienste Katar zahlt Millionen an Beckham und andere Fußball-Promis

aa89d3ebc56fcac2f2e306c2344affdf.jpg

Beckham während des englischen Auftaktspiels gegen Iran.

(Foto: IMAGO/Shutterstock)

David Beckham ist Englands Edelfan in Katar. Die Fußball-Legende ist jedoch vor allem überaus dienstlich vor Ort - als hoch bezahlter WM-Botschafter. Der Weltstar dreht sogar Werbefilme für das Emirat. Auch andere Ex-Profis lassen sich für ihre Dienste für den umstrittenen Staat und die FIFA bezahlen.

David Beckham jubelte im feinen Zwirn auf der VIP-Tribüne, zuvor hatte er ausgiebig die Gesellschaft von FIFA-Präsident Gianni Infantino genossen. Beim WM-Auftakt in Katar fühlte sich die englische Fußball-Ikone ebenso pudelwohl wie ein paar Tage später Lothar Matthäus - wohl nicht nur wegen des 6:2-Kantersieges der Three Lions gegen Iran. Schließlich kassiert der 47 Jahre alte Beckham in Katar kräftig ab.

Als offizieller WM-Botschafter ist Beckham regelmäßiger Gast in dem Emirat. Bekannt geworden ist vor allem ein Werbevideo, in dem er auf einem Motorboot sitzend die Skyline von Doha bewundert. Vorher hatte Beckham ein paar schicke Restaurants und auch Stadien besucht. Um die Behausungen der Gastarbeiter machte er dagegen einen großen Bogen - die Bilder hätten auch kaum in sein 30-minütiges Werbefilmchen für Katar gepasst.

Der bestens gestylte Beckham sagt darin Sätze wie: "Ich kann es kaum erwarten, meine Kinder hierher zu bringen", und lobt, dass Katar bei allem Fortschritt sein "Erbe" behalten habe und "das, was wirklich zählt". Für Beckham dürfte indes vor allem eines zählen - Geld. Wie für so viele andere WM-Botschafter.

Matthäus ist schon länger als "FIFA-Legende" unterwegs

Zehn Millionen Pfund (ca. 11,5 Millionen Euro) jährlich soll Beckham für das kräftige Rühren der Werbetrommel erhalten. Allein ist er nicht: Auch Matthäus, Cafu, der Kameruner Samuel Eto'o, Ronald de Boer oder Barcelonas Trainer Xavi nennen sich WM-Botschafter - ob bezahlt oder nicht, ist teilweise unklar. Kritik aus ihren Mündern? Fehlanzeige.

Mehr zum Thema

Die WM übe "eine Faszination" aus, sagte etwa Matthäus, als er sein Engagement für Katar öffentlich machte. Für den Weltmeister-Kapitän von 1990 ist die Aufgabe nicht ganz neu. Bereits bei der WM 2018 in Russland war er als eine der sogenannten FIFA-Legenden im Einsatz. Damals trat Matthäus auch im Kreml bei Staatspräsident Wladimir Putin auf, was ihm viel Kritik einbrachte.

Auch Beckham sah sich nach seinem Video einem veritablen Shitstorm ausgesetzt. "Er verkauft seine Seele für Blutgeld", schrieb der britische Aktivist Peter Tatchell bei Twitter. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte Beckham auf, auch über die Menschenrechtssituation in Katar zu sprechen. Bislang vergeblich.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen