Fußball

Financial Fair Play gebrochen AC Mailand fliegt aus der Europaliga

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(Foto: imago images / LaPresse)

Sportlich ergattert der italienische Fußball-Traditionsklub AC Mailand in der abgelaufenen Saison einen Startplatz für die Europa League. Wahrnehmen kann der Verein den aber nicht. Wegen unsportlichen Finanzgebahrens wird der Klub international gesperrt.

Der italienische Spitzenclub AC Mailand ist wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play für die kommende Saison aus dem Fußball-Europapokal ausgeschlossen worden. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof Cas. Milan hatte in der vergangenen Saison den fünften Platz belegt und wäre für die Europa League spielberechtigt gewesen.

Der siebenmalige Gewinner der Champions League bzw. des Europapokals der Landesmeister war ursprünglich für die Spielzeit 2018/19 von der Uefa wegen eines deutlichen Transferminus in den Jahren zuvor ausgeschlossen worden. Dagegen hatte Milan vor dem Cas Einspruch eingelegt. Mailands nun erfolgter Ausschluss ist das Ergebnis eines wenige Tage vor der Cas-Entscheidung geschlossenen Vergleichs zwischen dem Verein und der Uefa. Durch den Cas-Beschluss sind die Akten zu allen Financial-Fairplay-Verfahren zwischen Italiens 18-maligem Meister und dem Europa-Verband geschlossen.

Die Lombarden schreiben seit Jahren rote Zahlen, zumal auch der sportliche Erfolg ausbleibt. Seit der Saison 2013/14 hat sich Milan nicht mehr für die Champions League qualifiziert. Uefa-Kontrolleure hatten Mailand für die Berichtszeiträume 2015-2017 und 2016-2018 erhebliche Verstöße gegen die Vorschriften für ein seriöses Finanzgebaren nachgewiesen. Alleine im ersten fraglichen Zeitraum hatte Mailand statt des erlaubten Verlustes bei Spieltransfers von 30 Millionen Euro ein Minus von 255 Millionen Euro verbucht.

Die daraufhin erfolgte Europacup-Sperre hatte Milan zunächst erfolgreich beim Cas anfechten können, doch aufgrund die Ergebnisse weiterer Prüfungen stimmte der Verein dem nun getroffenen Vergleich zu. Andernfalls hätten den Rossoneri offenbar noch schärfere Sanktionen gedroht.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa/sid