Fußball

Münchner Niederlagen-Serie Allofs und Dufner attackieren FC Bayern

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Meistertrainer mit Motivationsproblemen: Josep Guardiola kann seine Spieler nicht mehr richtig motivieren, und die sich selbst auch nicht.

(Foto: dpa)

Nach dem Pleiten-Hattrick des FC Bayern erhebt die Bundesliga-Konkurrenz teils schwere Vorwürfe. Von Unprofessionalität und Wettbewerbsverzerrung ist die Rede. Die Spieler des FC Bayern berichten derweil ungewohnt offen von Motivationsproblemen.

Vom Auftritt und den drei Niederlagen in Folge des FC Bayern München zeigen sich einige Funktionären in der Endphase der Fußball-Bundesliga genervt. Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung erhoben am Wochenende Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner.

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Ein Tor, das für Diskussionen in der Liga sorgt: Der Freiburger Nils Petersen erzielt in letzter Sekunde den Siegtreffer gegen Bayern München.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Bisher waren die Bayern ein Vorbild was Professionalität angeht, aber diese Professionalität sieht man in den letzten Wochen nicht", klagte Allofs am Sonntag bei Sport1. "Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte zuletzt teilweise hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Ich verstehe schon, dass einige Klubs mächtig sauer sind."

Ähnlich äußerte sich am Abend zuvor auch Abstiegskandidat Hannover 96, der im Gegensatz zum VfL Wolfsburg direkt betroffen ist. "In der Regel werden in der Liga alle von den Bayern hingerichtet, plötzlich ist es anders", sagte Dufner und fügte sarkastisch an: "Möglicherweise stellen bald vier oder fünf Vereine den Antrag, gegen die Bayern nur in den letzten Spielen zu spielen."

Für Hannover hat die Bayern-Niederlage Auswirkungen. Hätte der deutsche Meister nicht durch ein Tor in der Schlussphase verloren, hätte 96 am letzten Spieltag schon ein Unentschieden gegen Freiburg zum Klassenerhalt gereicht.

Lahm offenbart Motivationsprobleme

Weltmeister Jérôme Boateng räumte nach dem 1:2 ein, es sei nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League nicht das einfachste Spiel gewesen. "Wir wussten, dass unser Fokus nicht mehr auf der Bundesliga liegt, aber dennoch müssen wir unsere Spiele seriös angehen und dürfen in den letzten Minuten nicht so auftreten", meinte Boateng.

Recht freimütig äußerte sich auch Kapitän Philipp Lahm gegenüber der "Sport Bild": "Wenn man auf den Platz geht und es nicht mehr um alles geht, wird man nicht 100 Prozent abrufen. Das traut sich keiner zu sagen, aber es ist so."

Quelle: n-tv.de, dka/dpa

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