Fußball

Arsenal leidet in Minute 122 Aubameyangs dramatischer Fehlschuss

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Zum Heulen: Pierre-Emerick Aubameyangs Fehlschuss bringt das Aus für Arsenal.

(Foto: Action Images via Reuters)

In der 113. Minute des Europa-League-Zwischenrundenspiels zwischen dem FC Arsenal und Olympiakos Piräus ist Pierre-Emerick Aubameyang der Held. Er trifft spektakulär, die Gunners sind durch - denkste. Erst schlägt Piräus zurück, dann schießt Aubameyang vorbei.

Zwischen Hochgefühl und tiefer Enttäuschung liegen für Pierre-Emerick Aubameyang nur neun Minuten. Alles war bereitet, ihn zum Helden werden zu lassen. Mit einem spektakulären Fallrückzieher trifft er in der 113. Minute zum 1:1 für seinen FC Arsenal im Zwischenrunden-Rückspiel der Fußball-Europa-League gegen Olympiakos Piräus. Die Gunners sind in diesem Moment weiter. Dass sich daran noch etwas ändern wird - für möglich hält das von den 60.242 Zuschauern im Emirates Stadium im Norden Londons kaum jemand. Doch das Drama kommt. Und es kommt in der 120., in der letzten Minute.

Yousef El Arabi bringt an diesem Donnerstagabend die Griechen mit seinem zweiten Tor, er hatte schon in der 53. Minute getroffen, wieder in Führung. Und auf den Schock folgt der Doppelschock. In der dritten Minute der Nachspielzeit landet der Ball nach Flanke und Billard-Abwehr auf dem Fuß von Aubameyang. Der steht völlig frei, schießt - und schießt hauchzart rechts am Pfosten vorbei. Arsenal, die das Hinspiel in Griechenland mit 1:0 gewonnen hatte, ist wegen der Auswärtstorregel raus. Katastrophe statt kollektiver Ekstase. "Ich fühle mich sehr, sehr schlecht", sagte der fassungslose Aubameyang, der direkt nach dem Fehlschuss auf die Knie gefallen war und sein Gesicht in den Händen vergrub. "Aber es kann passieren. Ich weiß nicht, wie ich diese Chance verpasst habe."

"Fußball kann sehr grausam sein"

Auch Trainer Mikel Arteta konnte seinen Schmerz über den überraschend frühen K. o. nicht verbergen. "Das tut sehr weh. Fußball kann manchmal sehr grausam sein. Gegen so eine Defensive ist es immer schwer, aber wir hatten genügend Chancen, um das Spiel locker für uns zu entscheiden." Die englische Presse ging gewohnt hart mit den Verlierern ins Gericht. Die "Sun" schrieb: "Zerstört: Schreckliche Gunners scheitern nach einem Herzschlagfinale."

Vor allem der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil kam in der Bewertung nicht gut weg. "Wenig effektiv und schlampig" sei sein Spiel gewesen, so das Boulevardblatt. "Özil war unsichtbar", urteilte der "Mirror". "Wie geht es bei Arsenal nun weiter nach dieser chaotischen Nacht?", fragte "The Telegraph". Alles müsse "sofort auf den Prüfstand", forderte der frühere Verteidiger Martin Keown bei BT Sport.

Tatsächlich bedeutet das Europa-League-Ausscheiden den nächsten Rückschlag in einer enttäuschenden Saison. Denn auch in der englischen Premier League belegen die Gunners nur Rang neun und sind damit meilenweit entfernt davon, das eigentlich ausgerufene Ziel Champions League noch zu erreichen.

Quelle: ntv.de, mit sid