Fußball

Kiel darf ein bisschen träumen Aue hat im Jahr 2020 das Siegen verlernt

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Pascal Testroet und seine Erzgebirgler haben in diesem Jahr noch kein Ligaspiel gewonnen.

(Foto: dpa)

Holstein Kiel nähert sich nach seinem Sieg bei Erzgebirge Aue den Aufstiegsplätzen der zweiten Fußball-Bundesliga an. Die Sachsen verlieren in der Tabelle immer weiter an Boden - auch weil's mit dem Siegen nicht mehr klappt. Der Karlsruher SC wird derweil spät ernüchtert.

FC Erzgebirge Aue - Holstein Kiel 1:2 (0:1)

Holstein Kiel hat mit einem Sieg im Verfolger-Duell den Anschluss an die Aufstiegsplätze der 2. Fußball-Bundesliga gehalten. Die Norddeutschen setzten sich bei Erzgebirge Aue mit 2:1 (1:0) durch und verkürzten den Rückstand auf den Relegationsrang drei auf fünf Punkte. Die Tore erzielten der vom 1. FC Köln ausgeliehene Salih Özcan (42.) und Emmanuel Iyoha (63.). Die "Störche" sind damit seit sechs Spielen ungeschlagen. Die Auer, für die der eingewechselte Dimitrij Nazarov (70.) lediglich zum 1:2-Anschluss traf, warten dagegen noch auf den ersten Sieg im neuen Jahr und müssen ihre minimalen Aufstiegshoffnungen wohl begraben. Erzgebirge-Trainer Dirk Schuster hatte seine Startelf gleich auf vier Position verändert, doch spielerisch trat die Heimmannschaft ähnlich schwach auf wie in den Spielen zuvor. Kiel präsentierte sich etwas spielfreudiger und nutzte seine Chancen konsequent, musste aber in den Schlussminuten um den Sieg zittern.

Karlsruher SC - VfL Osnabrück 1:1 (1:0)

Mit dem ersten Treffer seit 64 Tagen hat Philipp Hofmann zwar die Torflaute des Karlsruher SC beendet, zum Sieg reichte es trotz Überzahl aber nicht. Der Stürmer traf beim 1:1 (1:0) gegen den VfL Osnabrück erstmals seit dem 14. Dezember und beendete eine Serie von insgesamt fünf Niederlagen und vier Pleiten ohne KSC-Tor. Die Badener kassierten noch den späten Ausgleich durch Marcos Alvarez (90.3), kletterten aber auf den Relegationsplatz 16. Hofmann erlöste in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+4) die Gastgeber, die 469 Minuten lang den Ball nicht über die Linie gebracht hatten. Zuvor hatte Marvin Wanitzek für den KSC sogar einen Elfmeter verschossen (33.). Der Osnabrücker Assan Ceesay hatte Dirk Carlson bei einem Befreiungsschlag unbeabsichtigt mit dem Fuß am Kopf getroffen und schwer verletzt, Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte dafür die Rote Karte (29.). Carlson, der auf dem Platz vier Minuten lang behandelt wurde, erlitt nach Sky-Informationen eine große Rissrunde an der Schläfe, die getackert werden musste. Der Luxemburger wurde ins Krankenhaus gebracht.  Osnabrück, zum dritten Mal nach der Winterpause in Unterzahl, gab nicht auf und jubelte auch kurz über den vermeintlichen Ausgleich: Doch der Treffer von Marc Heider (62.) wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Erst in der Nachspielzeit gelang doch das 1:1.

SV Darmstadt 98 - SV Sandhausen 1:0 (0:0)

Der SV Darmstadt 98 hat mit dem zweiten Sieg nacheinander seine Punkteserie ausgebaut und sich im Tabellenmittelfeld etabliert. Die Lilien gewann gegen den SV Sandhausen mit 1:0 (0:0), vor den beiden Erfolgen hatte Darmstadt fünf Unentschieden verbucht. Immanuel Höhn (59.) sorgte mit seinem Treffer erst dafür, dass Darmstadt (29 Punkte) an Sandhausen (27) vorbeizog. Drei Minuten später wurde er nach einem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Nach einer temporeichen Anfangsphase, in der Sandhausens Denis Linsmayer (9.) seine Mannschaft in Führung hätte schießen können, verlor die Partie zunehmend an Attraktivität. Erst nach einer guten halben Stunde tauchte Darmstadts Torjäger Serdar Dursun (34.) gefährlich vor dem SVS-Tor auf, sein Kopfball verfehlte das Ziel aber meterweit. Und auch nach dem Seitenwechsel boten beide Mannschaften den 14.310 Zuschauern zunächst Magerkost, alles deutete auf 45 Minuten gähnende Langeweile hin. Bezeichnenderweise traf nach einem Eckball dann der völlig freistehende Innenverteidiger Höhn.

Quelle: ntv.de, tno/sid