Fußball

Langsam wird's ungemütlich BVB gewinnt wieder nicht gegen - ja, Nikosia

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Herrje: Pierre-Emerick Aubameyang.

(Foto: dpa)

Es geht für Dortmunds Fußballer darum, sich am Ende zumindest in die Europaliga zu retten. Doch in der Königsklassenpartie gegen Apoel Nikosia reicht es für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz wieder nur zu einem Remis. Klingt nicht gut, ist es auch nicht.

Viertes Champions-League-Spiel, vierte Enttäuschung. Borussia Dortmund geht ohne das erhoffte Erfolgserlebnis in den Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern. Mit dem blamablen 1:1 (1:0) gegen Außenseiter Apoel Nikosia setzte das Team von Trainer Peter Bosz seinen Negativtrend der vergangenen Wochen fort und muss nun sogar um den Einzug in die Europaliga bangen. Selbst die 1:0-Führung von Raphael Guerreiro (29. Minute) konnte die Verunsicherung nicht vertreiben. Der Ausgleich durch den ehemaligen Dresdner Mickael Poté (51.), der auch schon beim 1:1 im Hinspiel getroffen hatte, sorgte beim BVB und den meisten der 64.509 Zuschauer im Westfalenstadion für großen Frust.

Dortmund - Nikosia 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Guerreiro (29.), 1:1 Pote (51.)
Borussia Dortmund: Bürki - Bartra, Sokratis, Toprak (87. Schürrle), Guerreiro (72. Schmelzer) - Weigl - Mario Götze, Kagawa - Pulisic, Aubameyang, Philipp (65. Yarmolenko). - Trainer: Bosz
Apoel Nikosia: Perez - Vouros, Rueda, Merkis, Carlao, Alexandrou (46. Sallai) - Morais, Zahid, Vinicius - Pote (74. De Camargo), Aloneftis (82. Farias). - Trainer: Donis
Schiedsrichter: Matej Jug (Slowenien)
Zuschauer: 64.509
Torschüsse: 26:3 - Ecken: 9:1
Ballbesitz: 72:28 % - Zweikämpfe: 97:83

Bosz, der wegen seiner Taktik zuletzt in der Kritik stand, hielt unbeirrt an seinem 4-3-3-System fest - und die Gastgeber setzten sofort auf Offensive. Der Wille, den Abwärtstrend zu stoppen, war bei der Borussia von Beginn an erkennbar. Wie erwartet übernahm sie die Regie und erspielte sich schon in der ersten Viertelstunde gute Torchancen durch Pierre-Emerick Aubameyang (9. Minute), Shinji Kagawa (10.), Christian Pulisic (11.) und Ömer Toprak (14.).

Sechs Torschüsse in der ersten Viertelstunde verdeutlichten die Überlegenheit - nur der erlösende Treffer wollte einfach (noch) nicht fallen. Apoel verteidigte gegen die pausenlos anstürmenden Dortmunder fast immer mit zehn Mann. So entwickelte sich das Duell mehr und mehr zu einem echten Geduldspiel. Gegen den extrem defensiv ausgerichteten zyprischen Meister erspielte sich der BVB einen deutlichen Vorteil beim Ballbesitz, ließ aber gerade beim finalen Pass vor das gegnerische Tor Präzision und Kreativität vermissen.

Top-Torjäger Aubameyang schwächelt

Ähnliche Probleme hatte die Borussia schon vor zwei Wochen beim 1:1 im Hinspiel. Bosz hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:4 in Hannover auf fünf Positionen verändert. Und dabei ein gutes Händchen bewiesen: Abwehrspieler Guerreiro traf bei seinem Startelf-Saisondebüt nach einer knappen halben Stunde. Kagawa hatte clever durchgesteckt, der Rückkehrer behielt die Nerven und ließ Nikosias spanischem Keeper Nauzet Perez keine Chance.

Der schwächelnde Top-Torjäger Aubameyang, der nun schon in vier Spielen nicht mehr getroffen hat, vergab die große Chance zum 2:0 (39.). In der BVB-Daueroffensive landete sein wuchtiger Kopfball an der Latte (76.). Anders als zuletzt mit erfolglosem Hurra-Fußball agierten die Dortmunder diesmal zwar abgeklärter und nüchterner - doch am Ende erneut ohne durchschlagenden Erfolg. Die Abwehr, die in den letzten fünf Spielen insgesamt zehn Tore kassierte, hatte diesmal fast nichts zu tun. Nur eine Situation vor der Pause war brenzlig: Die erste und einzige Chance der Zyprer vor der Halbzeit vereitelte Maximilian Philipp mit einer Grätsche (41.).

Der BVB dominierte nach Belieben, ging aber viel zu fahrlässig mit seinen vielen Chancen um und brachte sich deshalb um eine höhere Halbzeitführung. Nach der Pause sorgte das Schock-Tor von Poté, der Toprak aussteigen ließ, für Ernüchterung. Nikosia kam nun etwas besser ins Spiel. Die Gelb-Schwarzen bewiesen zwar Kampfgeist und Stehvermögen, wurden am Ende aber nicht belohnt.

Quelle: ntv.de, Heinz Büse, dpa

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